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Verbale Gewalt in der Kindheit kann Gehirnveränderungen hervorrufen

Manche Kinder erleben oft Gewalt, die sie für ihr ganzes weiteres Leben prägt, wobei schon seit vielen Jahren klar ist, welche Folgen eine oft unerkannte, emotionale Gewalt für Kinder hat, also jene Form von Gewalt, die tagtäglich in vielen Familien stattfindet und sich in Worten, durch Liebesentzug, in überhöhten Erwartungen und starren Konventionen ausdrückt. Auch in Kindergärten, Schulen und anderen Institutionen werden Kinder noch immer nicht so behandelt, wie es der aktuelle Wissenstand der Entwicklungspsychologie, Bindungsforschung, Lehr- und Lernforschung und der Hirnforschung erwarten ließe. Emotionale Gewalt hat dabei viele Gesichter… Weiterlesen »Verbale Gewalt in der Kindheit kann Gehirnveränderungen hervorrufen

Warum ältere Erwachsene häufiger an Verschwörungsmythen glauben als jüngere

Es gibt zwar keine eindeutige Antwort darauf, warum ältere Erwachsene häufiger an Verschwörungsmythen glauben als jüngere, doch gibt es einige Faktoren, die dazu beitragen können. Zum Beispiel kann das Alter mit einer geringeren technischen Affinität und einer geringeren Fähigkeit, Informationen online zu recherchieren und zu bewerten, verbunden sein. Ältere Menschen können auch eine tiefere Skepsis gegenüber der Regierung oder der etablierten Autorität haben und eher geneigt sein, alternative Erklärungen für Ereignisse zu suchen. Es gibt auch Hinweise darauf, dass Menschen, die an Verschwörungsmythen glauben, eher zu einer bestimmten Persönlichkeitstypologie tendieren,… Weiterlesen »Warum ältere Erwachsene häufiger an Verschwörungsmythen glauben als jüngere

Didaktik des Lehrens und Lernens

Das Thema Didaktik des Lehrens und Lernens wirft viele Fragen auf: Wie verhalten sich Lernen und Entwicklung zueinander? Was bedeutet ein Lernsubjekt zu sein, wenn Lernen in und durch die Welt geschieht? Wie verhalten sich Aspekte wie der Zweck, das Was und das Wie des Lernens zueinander, wenn das Individuum seine Lernhandlungen stets selbst zu vollziehen hat? Die Klammer, die diese Fragen verbindet, berücksichtigt man die Perspektive der Tätigkeitstheorie, verweist auf folgende Probleme: Wie kann man Didaktik prozesshaft denken? Wie kann man didaktisch relevante Vorgänge überhaupt im Status von Prozessen… Weiterlesen »Didaktik des Lehrens und Lernens

Wie wird mein Kind erfolgreich?

Die Bildungspsychologin Michele Borba behauptet, dass erfolgreiche Menschen gemacht und nicht geboren werden. Kinder brauchen eine sichere, liebevolle und strukturierte Kindheit, aber sie brauchen auch Autonomie, Kompetenz und Antrieb, um sich gut zu entwickeln. Sie hat einige Fähigkeiten identifiziert, die Kinder brauchen, um mentale Stärke, Widerstandsfähigkeit, soziale Kompetenz, Moral und Selbstbewusstsein zu entwickeln. Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen werden oft gleichgesetzt, aber es gibt kaum Belege dafür, dass die Stärkung des Selbstwertgefühls den schulischen Erfolg oder sogar das Glücksempfinden steigert. Im Gegensatz dazu zeigen Studien, dass Kinder, die ihre Noten auf ihre… Weiterlesen »Wie wird mein Kind erfolgreich?

Ein kurzer Selbstregulierungsunterricht kann die Schullaufbahn von Kindern nachhaltig beeinflussen

Die Selbstregulierungsfähigkeiten von Kindern sind bekanntlich wichtige Prädiktoren für den Bildungserfolg und andere Lebensbereiche wie das spätere Einkommen und die Gesundheit. Schunk et al. (2022) haben eine randomisierte, kontrollierte Feldstudie durchgeführt, die eine kurze Unterrichtseinheit zur Selbstregulierung auf der Grundlage der bewährten Methode des mentalen Kontrastierens mit Umsetzungsabsichten in den Lehrplan von Erstklässlern integrierte. Das mentale Kontrastieren ist eine Imaginations-Strategie, die Menschen helfen soll, positivenZukunftsfantasien und Gedanken einer möglicherweise widerständigen Realität gegenüberzustellen. Siehe dazu auch das WOOP (Wish, Outcome, Obstacle, Plan)-Konzept, das ermöglicht, Einsicht über die eigenen Wünsche zu erlangen… Weiterlesen »Ein kurzer Selbstregulierungsunterricht kann die Schullaufbahn von Kindern nachhaltig beeinflussen

Auch abstrakte wissenschaftliche Konzepte sollten anschaulich vermittelt werden

Wissenschaftliche Konzepte gehen in der Regel über sensorischen Erfahrungen hinaus, wobei traditionelle Ansätze für den naturwissenschaftlichen Unterricht daher von einer Verlagerung hin zu amodalen oder verbalen Wissensrepräsentationen während der akademischen Ausbildung ausgehen. Es geht also um Frage nach der Art der Speicherung abstrakten wissenschaftlichen Begriffswissens, wobei klassische Ansätze zum Einfluss der Expertise auf die Wissensverarbeitung davon ausgehen, dass sich die Wissensspeicherung von einem sinnlichen, erfahrungsbasierten Systemen des Gehirns allmählich hin zu einer sprachlich-symbolischen verschiebt. Damit verbunden ist auch die Annahme, dass abstraktes, von konkreten Beispielen losgelöstes Denken die höchste Leistung… Weiterlesen »Auch abstrakte wissenschaftliche Konzepte sollten anschaulich vermittelt werden

Was braucht man alles zur Motivation beim Lernen?

Jugendliche haben keine Motivationsprobleme! Konzentration oder Motivation? Konzentration und Motivation Lernerfolg = Anstrengung x Motivation Mehr Lernmotivation in der Gruppe Motivation durch Erfolg Motivation und Aufschieberitis Motivation: Die richtige Kinderzimmer-Einrichtung Motivation: Hobbys fördern Motivation: Lernen in den Alltag einbinden Motivation: Motivieren durch Lob und kleine Ziele Motivation: Rechtzeitige Nachhilfe Motivation: Vorbildfunktion Motivation: Wissen als Ziel setzen, nicht Noten! Vorkenntnisse erhöhen die Motivation und erleichtern das Lernen Wie kommt man zu mehr Motivation beim Lernen?

Differenzierung

Die Verschiedenheit der Köpfe ist das größte Hindernis aller Schulbildung. Darauf nicht zu achten ist der Grundfehler aller Schulgesetze, die den Despotismus der Schulmänner begünstigen und alles nach einer Schnur zu hobeln veranlassen. Johann Friedrich Herbart (Allgemeine Pädagogik aus dem Zweck der Erziehung abgeleitet, 1806). Differenzierung ist in unserer Zeit ein häufig gebrauchtes Wort und kommt in sehr vielen verschiedenen Wissenschaften zum Einsatz. So bezeichnet es Vorgänge in Biologie, Mathematik, Planetologie, Soziologie, Wirtschaftswissenschaften und der Didaktik. Grob verallgemeinert kann man sagen, beschreibt die Differenzierung jedoch immer einen Vorgang der Unterscheidung… Weiterlesen »Differenzierung

WebQuests – Spurensuche im Internet

WebQuests sind Lehr-/Lernarrangements, die über das Internet oder Intranet zur Verfügung gestellt werden – sind also eine Form des E-Learning. Schülerinnen und Schülern werden dabei Internetquellen als Ausgangspunkte für die Bearbeitung einer Aufgabe, eines Problems usw. zur Verfügung gestellt. Für die Erfinder der WebQuests, Tom March und Bernie Dodge, steht dabei die eigenständige Arbeit der Lernenden im Vordergrund, die zur selbständigen Konstruktion von Wissen führen soll und nicht ein gelenktes Vorgehen, um Faktenwissen reproduzieren zu lassen. In aller Regel gehen WebQuests nach einer mehr oder weniger einheitlichen Struktur vor: Ausgehend… Weiterlesen »WebQuests – Spurensuche im Internet

Sollen Tests angekündigt werden oder nicht?

Leistungsbeurteilungen spielen eine wesentliche Rolle bei der Leistungsdiagnostik an Schulen, wobei in der Praxis sowohl angekündigte als auch unangekündigte Beurteilungen in vielen Schulen regelmäßig eingesetzt werden. Es ist jedoch unklar, ob angekündigte oder unangekündigte Beurteilungen didaktisch klüger sind, wobei sich aus theoretischer Sicht argumentieren lässt, dass angekündigte Beurteilungen, vermittelt durch die damit einhergehende größere subjektive Kontrolle der Schülerinnen und Schüler, einen positiveren Effekt auf die Emotionen sowie die daraus resultierenden Leistungen haben sollten als unangekündigte Beurteilungen. Um diese Annahmen zu untersuchen, haben Bieleke et al. (2022) Emotions- (Freude, Angst) und… Weiterlesen »Sollen Tests angekündigt werden oder nicht?

Gewalt an Schulen in Deutschland

In einer für Deutschland repräsentativen Befragung von Schulleiterinnen und Schulleitern zeigte sich ein dramatischer Rückgang der Berufszufriedenheit von Schulleitungen» und zudem bedrückende Erkenntnisse zum Thema Gewalt gegen pädagogisches Personal. Demnach berichteten inzwischen zwei Drittel der befragten Schulleitungen von direkter psychischer Gewalt – etwa Beleidigungen, Bedrohungen oder Belästigungen – in den vergangenen fünf Jahren, wobei das 2018 nur 48 Prozent waren. Ein Drittel der Befragten meldete, dass Lehrkräfte Opfer von Cyber-Mobbing wurden, also Diffamierung oder auch Nötigung im Internet – ebenfalls eine deutliche Zunahme. Und in einem weiteren Drittel der Schulen… Weiterlesen »Gewalt an Schulen in Deutschland

Kommunikation als Machtinstrument

Die Art der Kommunikation ist in allen Kulturen auch ein Machtinstrument, insbesondere die nonverbale Kommunikation, denn so kann etwa bei Jugendlichen der Blickkontakt auch ein Machtspiel sein: Wer als Erster den Blick abwendet, hat verloren, hat akzeptiert, dass das Gegenüber das Sagen hat. Wenn Menschen mit großem Aggressionspotential aufeinandertreffen, kann ein Blick auch schon der Anlass für eine Prügelei sein: „Was starrst du mich an?“ Dahinter steht der Gedanke: „Wie kannst du es wagen, mir einfach so direkt in die Augen zu schauen?“ In vielen Familien, die aus dem arabischen… Weiterlesen »Kommunikation als Machtinstrument