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Schule

Warum das Bildungssystem ein Umdenken braucht

Das aktuelle Schulsystem hat sich so weit von der Natur des Menschen entfernt, dass das eigentlich normale Lernen heute als Alternative gilt, denn wahres Lernen orientiert sich an den natürlichen Bedürfnissen und passiert meist außerhalb des klassischen Unterrichts. Ein zentrales Problem moderner Erziehung und Bildung ist der Widerspruch zwischen dem, was Erwachsene predigen, und dem, was sie tatsächlich vorleben. Kinder orientieren sich primär an sichtbaren Taten und weniger an gesprochenen Worten, sodass hier eine Diskrepanz entsteht, sie fühlen sich belogen, was bekanntlich oft der wahre, aber vermeidbare Auslöser für familiäre… Weiterlesen »Warum das Bildungssystem ein Umdenken braucht

Selbstdisziplin und Lebenserfolg

Schon Angela Duckworth & Martin Seligman kamen in einer Studie, in der sie 140 Kinder mit einem Durchschnittsalter von 13 von Beginn des Schuljahres an beobachteten, zu dem Schluss, dass Selbstdisziplin für den Erfolg wichtiger ist als Intelligenz. Im Herbst machten sowohl die Kinder als auch deren Eltern und Lehrer Angaben über ihre Selbstdisziplin, etwa wie gut sie Regeln befolgten oder wie sehr sie ihre Gefühle im Griff hatten: Das Ausmaß der Selbstdisziplin sagte voraus, wie gut die Noten der Kinder am Ende des Schuljahres waren, und das zuverlässiger als… Weiterlesen »Selbstdisziplin und Lebenserfolg

Warum ein Schulwechsel oft nicht am Wissen scheitert

Wenn Kinder nach der Grundschule auf die weiterführende Schule wechseln, ändert sich das Spiel komplett. Doch das eigentliche Problem ist selten der neue Lernstoff oder mangelnde Intelligenz. Die meisten Kinder scheitern nicht an dem, was sie wissen, sondern an den Werkzeugen, die ihnen für diese neue Welt fehlen. In der Grundschule lief es meistens noch rund, die Noten stimmten, und das meiste flog ihnen fast von alleine zu. Und dann bricht plötzlich eine völlig neue Realität über sie herein: Auf einmal gibt es unangekündigte Stegreifaufgaben, man muss sich auf die… Weiterlesen »Warum ein Schulwechsel oft nicht am Wissen scheitert

Die psychologische Mechanismen des Schriftspracherwerbs

Der Erwerb der deutschen Rechtschreibung in der Primarstufe basiert im Wesentlichen auf zwei aufeinanderfolgenden Kernstrategien: Zunächst erlernen Schreibanfänger die lautgetreue Phonemorientierung, bei der gesprochene Laute Schritt für Schritt in Buchstaben übersetzt werden. Im weiteren Verlauf verschiebt sich der Fokus hin zu wort- und morphembezogenen Schreibungen, bei denen auch grammatikalische Verwandtschaften und orthographische Besonderheiten berücksichtigt werden. Während in der Praxis und der einschlägigen Fachliteratur dieser Übergang oft als harmonischer, aufeinander aufbauender Lernprozess verstanden wird, existiert in der Wissenschaft eine tiefe Uneinigkeit darüber, wie sich diese beiden Phasen strukturell und zeitlich zueinander… Weiterlesen »Die psychologische Mechanismen des Schriftspracherwerbs

Wirksame Mobbingintervention erfordert eine entschlossene Konfrontation der Täterinnen und Täter

Mobbing an Schulen ist kein vorübergehendes Phänomen unreifen Sozialverhaltens, sondern eine dynamische Form von psychischer und physischer Gewalt, die durch ein extremes Machtasymmetrieverhältnis gekennzeichnet ist. Während in den vergangenen Jahrzehnten die pädagogische Debatte stark von präventiven, mediativen und opferzentrierten Ansätzen dominiert wurde, zeigt die Praxis im Schulalltag oft schmerzhafte Grenzen dieser Methoden auf. Wenn Lehrkräfte und Eltern versuchen, Mobbingprozesse ausschließlich durch harmonisierende Konfliktgespräche oder Appelle an das Mitgefühl der Täter zu lösen, verkennen sie die Kernstruktur des Problems: Mobbing basiert auf dem bewussten und strategischen Missbrauch von Macht zur Erlangung… Weiterlesen »Wirksame Mobbingintervention erfordert eine entschlossene Konfrontation der Täterinnen und Täter

Wie die Gefühle von Lehrerinnen und Lehrern den schulischen Erfolg steuern

Eine Untersuchung von Pfeifer et al. (2026) belegt eindrücklich, dass Lehren nicht bloß eine intellektuelle, sondern in hohem Maße eine emotionale Tätigkeit ist, bei der die Gefühle von Lehrkräften einen fundamentalen Einfluss auf die Lernmotivation, die Unterrichtsqualität und letztlich den gesamten Lernerfolg von Schülern und Schülerinnen ausüben. Im Rahmen der internationalen „Global Teaching InSights“-Studie wurden Daten von 679 Mathematiklehrkräften und über 17.500 etwa 15-jährigen Lernenden aus acht kulturell, ökonomisch und sprachlich völlig unterschiedlichen Ländern – namentlich Chile, China, Kolumbien, Deutschland, Japan, Mexiko, Spanien und Großbritannien – analysiert, um die Dynamiken… Weiterlesen »Wie die Gefühle von Lehrerinnen und Lehrern den schulischen Erfolg steuern

Prävention und Resilienz im Schulalltag verankern

Zunehmende Spannungen im Schulalltag fordern uns heraus, pädagogisch neue Wege zu gehen. Statt Krisen erst im Nachhinein zu managen, sollten wir den Fokus auf eine vorausschauende Pädagogik legen. Aggressives Verhalten spiegelt oft den Druck wider, unter dem Jugendliche stehen – ob durch familiäre Belastungen, soziale Ungleichheit oder digitale Reizüberflutung. Fehlen zu Hause stabile Bezugspersonen, entladen sich Ohnmachtsgefühle im Klassenzimmer. Auch Schulstrukturen selbst können Druck erzeugen – etwa durch öffentliche Leistungskontrollen oder ungeschickte Hilfsangebote, die als beschämend empfunden werden. Eine zukunftsfähige Strategie stärkt daher die Resilienz und Selbstregulation der Schüler. Schon… Weiterlesen »Prävention und Resilienz im Schulalltag verankern

Vom Einser-Schüler zum Mittelfeld: Wie Eltern den „Notenknick“ beim Gymnasialstart psychologisch richtig begleiten

Der Wechsel von der Grundschule auf das Gymnasium ist für Kinder eine der größten biografischen Umstellungen ihrer frühen Schullaufbahn. Wenn ein Kind, das bisher mühelos nur Bestnoten nach Hause gebracht hat, plötzlich mit Vierern oder Fünfern konfrontiert wird, löst das oft bei der ganzen Familie Krisenstimmung aus. Aus psychologischer Sicht ist dieser Leistungseinbruch – der sogenannte „Notenknick“ – jedoch kein Zeichen von plötzlichem Staatsversagen oder mangelnder Intelligenz. Er ist das Resultat einer massiven Systemumstellung. Wie Sie als Eltern reagieren, entscheidet maßgeblich darüber, ob Ihr Kind an dieser Phase wächst oder… Weiterlesen »Vom Einser-Schüler zum Mittelfeld: Wie Eltern den „Notenknick“ beim Gymnasialstart psychologisch richtig begleiten

Lesehäufigkeit und Lesefreude von Kindern

Von Volksschülern der zweiten Klasse werden die Lesefreude und die Lesehäufigkeit im Zusammenhang auf unterschiedliche äußere Einflüsse untersucht. Ins besonders werden das geschlechtsspezifische Leseverhalten, der Einfluss der Freunde, die Sprache und der Einfluss eines Bibliotheksbesuchs auf das Lese(freizeit)verhalten erläutert.

Die Illusion der Betriebsamkeit: Warum Beschäftigung im Klassenzimmer noch kein Lernen ist

Der Klassenraum ist angenehm ruhig. Alle Kinder sitzen an ihren Plätzen, die Stifte kratzen über das Papier, Arbeitsblätter werden ausgefüllt, und auf den ersten Blick herrscht eine Atmosphäre konzentrierter Produktivität. Für Lehrkräfte ist das oft ein Moment des Durchatmens – ein vermeintliches Zeichen dafür, dass der Unterricht läuft. Doch genau in diese friedliche Szenerie mischt sich nicht selten ein ungutes Bauchgefühl: Arbeiten die Kinder gerade nur, oder lernen sie auch? Findet hinter all den ausgefüllten Lücken und bunt ausgemalten Arbeitsblättern wirklich ein tieferes Verständnis statt, oder wird hier lediglich Zeit… Weiterlesen »Die Illusion der Betriebsamkeit: Warum Beschäftigung im Klassenzimmer noch kein Lernen ist

Wissenschaftlich fundierte Strategien für Eltern zur Förderung der Rechtschreibkompetenz

Rechtschreibung ist weit mehr als das bloße Auswendiglernen von Wortlisten. Es ist ein komplexer kognitiver Prozess, der die Analyse von Lauten, das Verständnis von Wortstrukturen und das Abrufen gespeicherter Wortbilder umfasst. Wenn Kinder hier Schwierigkeiten zeigen – sei es im Rahmen einer Lese-Rechtschreib-Störung (LRS) oder einer vorübergehenden Lernhürde –, lastet der Druck oft schwer auf dem familiären Alltag. Die gute Nachricht: Eltern müssen keine ausgebildeten Lerntherapeuten sein, um wirksam zu helfen. Es kommt vielmehr auf die Qualität der Unterstützung und eine evidenzbasierte Herangehensweise an. Das Fundament: Verständnis des Schriftspracherwerbs Wissenschaftliche… Weiterlesen »Wissenschaftlich fundierte Strategien für Eltern zur Förderung der Rechtschreibkompetenz

Lernen ohne Druck – Wie Kinder erfolgreich lernen und Familien entspannt bleiben

Wenn Kinder in die Schule kommen, verändert sich das gesamte Familienleben. Lernen, Hausübungen, Prüfungen und Noten werden plötzlich zu einem zentralen Thema – oft begleitet von Stress, Unsicherheit und Konflikten. Doch schulischer Erfolg muss nicht auf Kosten der Familienharmonie gehen. Im Gegenteil: Mit der richtigen Haltung, klaren Strukturen und einem respektvollen Umgang kann Lernen nicht nur effektiver, sondern auch deutlich entspannter werden. Ein entscheidender Ausgangspunkt ist die Perspektive auf das Lernen selbst. Viele Schwierigkeiten entstehen nicht unbedingt, weil Kinder den Stoff nicht verstehen, sondern weil das Umfeld oder die Herangehensweise… Weiterlesen »Lernen ohne Druck – Wie Kinder erfolgreich lernen und Familien entspannt bleiben