Elterliches Vorlesen

1. Juni 2019 – 19:30

Jimenez et al. (2019) haben Mütter dazu befragt, wie oft sie ihren 1- bis 3-jährigen Kindern aus Büchern vorlesen. Nach zwei Jahren wurde erhoben, wie oft sich Mütter verbal oder physisch aggressiv gegen ihre Kinder verhalten hatten. Dabei zeigte sich, dass Mütter, die ihren Kindern im ersten Lebensjahr regelmäßig vorgelesen hatten, später einen wesentlich lockereren und auch liebevolleren Umgang mit ihren Kindern pflegten. Auch Müttern die ihren Dreijährigen aus Bücher vorgelesen hatten, waren zwei Jahre später ebenfalls gelassener. Auch waren die Vorlese-Kinder seltener hyperaktiv oder aggressiver, was es Eltern natürlich leichter macht, mit den Kindern entspannter umzugehen. Allerdings lässt sich daraus keine Kausalität ableiten, wie bei solchen korrelativen Studien üblich, allerdings gemeinsam in ein Buch einzutauchen, blendet für einige Zeit den Alltag aus, sodass alleine die körperliche Nähe beim Lesen die Bindung von Eltern und Kindern stärken kann. Studien haben auch gezeigt, dass das gemeinsame Lesen für die kognitiven Kompetenzen der Kinder äußerst förderlich ist, denn Vorlese-Kinder lernen im Durchschnitt schneller lesen und besitzen einen im Vergleich zu anderen Kindern größeren Wortschatz, doch auch für die Konzentrationsfähigkeit sowie die Emotionskontrolle ist das Vorlesen förderlich.

Literatur

Jimenez, Manuel E., Mendelsohn, Alan L., Lin, Yong, Shelton, Patricia & Reichman, Nancy (2019). Early Shared Reading Is Associated with Less Harsh Parenting. Journal of Developmental & Behavioral Pediatrics, 10.1097/DBP.0000000000000687.



Wie man seine Kinder das Kleine Einmaleins lehrt, ohne sie zu quälen

17. Mai 2019 – 16:47

Auf der Webseite Das kleine 1×1 – Die Methode findet sich eine für Eltern äußerst nützliche Seite, welche mit der dort beschriebenen Methode ihren Kindern helfen können, das Kleine Einmaleins ohne Krampf und Qualen zu erlernen! In Zeiten von Podcasts und mp3-Playern ist das eine hervorragende Möglichkeit! Es wird auch eine mp3-Datei zum Erlernen des kleinen 1×1 zum Download angeboten!

Übrigens: Zur Lösung von Aufgaben der schriftlichen Multiplikation ist es wichtig, dass ein Kind das kleine Einmaleins fehlerfrei auswendig beherrscht, denn nur so kann es später ohne Zeitverlust Aufgaben lösen.


Zum Thema des Rechnen-Lernens fand sich in einer Zeitung in Deutschland unter dem Titel “Lesen, Schreiben, Rechnen – in unseren Schulen vernachlässigte Kulturtechniken?” folgender Bericht:

Viele Schüler, die auf weiterführende Schulen wechseln, beherrschen nicht unbedingt das kleine Einmaleins mit seinen Umkehraufgaben. Die Defizite schleppen Schüler so lange mit, bis endlich der Taschenrechner die Rettung bringt. Die schriftlichen Rechenverfahren beherrschen manche Schüler nie in wünschenswertem Maße. Frühere Schülergenerationen quälten sich von Päckchen zu Päckchen, bis der Stoff aus den Ohren quoll. Die fundamentalen Rechentechniken allerdings saßen. Diese Vorgehensweise ist heute nicht mehr der Maßstab, geschuldet dem Postulat nach Lernfreude, geschuldet aber auch suboptimaler Disziplin und Konzentrationsfähigkeit sowie gewachsener Stofffülle.



So können Väter wirklich beim Einmaleins-Lernen helfen!

17. April 2019 – 19:13

In einer Zeitschrift, die sich speziell an Väter wendet, schreibt unter dem Titel “Das Einmaleins leicht lernen, so können Väter helfen” eine Autorin und Grundschulpädagogin richtigerweise, dass das kleine 1×1 gehört zu den wichtigsten Grundlagen in der Mathematik zählt, auf die alles aufbaut. Und richtig ist auch, dass für das Einmaleins lernen ausreichend Übung erforderlich ist.

Dann allerdings folgt der Satz: “Dabei ist es besonders wichtig, dass die Kinder nicht einfach nur die Aufgaben und die Ergebnisse auswendig aufsagen, sondern genau wissen, was dahinter steckt.” Das ist nur teilweise richtig, denn  es ist zwar klar, dass Kinder wissen müssen, was ein Zahlenraum ist und dass Addieren die Basis für das Multiplizieren darstellt. Allerdings geht es in der Folge alleine darum, dass Kleine Einmaleins vollständig zu automatisieren, sodass die Antwort auf 7 mal 9 nicht mehr aus der Siebener- oder Neuner-Reihe abgeleitet werden darf, sondern rein assoziativ auf Grund der Nennung der beiden Faktoren.

Auch stimmt es nicht, dass es beim Kleinen EInmaleins um 100 Aufgabensätze geht, sondern dass es viel weniger sind – genau genommen sind es nur 36 bzw. 23 Aufgabensätze, die zu lernen sind. Und es sind auch keine aufwändigen Lernspiele notwendig, auch wenn diese vielleicht bei der Erfassung des Zahlraums hilfreich sein können, sondern es ist nur eine knapp zwei bis vier Wochen lange systematische Übungsarbeit notwendig, wie wir sie in einem unserer erfolgreichsten Lerntipps beschrieben haben!

Wesentlich dabei ist, sich möglichst früh von der Systematik der Reihen zu lösen, die man auch mit Eselsbrücken nicht wirklich erleichtern kann. Kinder sind in dieser Zeit – also um sieben bis acht Jahre – kognitiv in der Lage, das Kleine Einmaleins binnen kürzester Zeit dauerhaft und nachhaltig zu lernen.

Die beste Methode wird hier beschrieben, wobei man sogar noch die komplementäre Division parallel dazu automatisiert ins Gedächtnis der Kinder bringen kann: Multiplizieren lernen & Dividieren lernen durch die Dreieck-Methode.

Quelle

https://www.netpapa.de/schule/einmaleins-leicht-lernen.html (19-04-17)



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