Zum Thema ‘Bildungspolitik’

Die Evaluation der Neuen Mittelschule (NMS)



Die Studie “Evaluation der Neuen Mittelschule” wurde zu gleichen Teilen von einem Konsortium der Johannes Kepler Universität Linz (Leitung: Univ.-Prof. Dr. Herbert Altrichter, Univ.-Prof. Dr. Johann Bacher) und der Universität Salzburg (Leitung: Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Eder) durchgeführt. Von Seiten der JKU waren an der inhaltlichen Ausarbeitung die KollegInnen Dr. Christoph Helm, Mag. David Kemethofer, Maja Pocrnja und Prof. Dr. Herbert Altrichter (Institut für Pädagogik und Psychologie) sowie Prof. Dr. Johann Bacher und Mag. Heinz Leitgöb (Institut für Soziologie) beteiligt.

Die Zusammenfassung zielt darauf ab, die Zielsetzungen, das Design und den Ablauf der NMS-Evaluierung so zu beschreiben, dass die anschließend berichteten Ergebnisse im Kontext ihrer Entstehung interpretiert werden können. Insgesamt handelt es sich um eine freie Zusammenfassung der Einzelanalysen, aus denen sich der Evaluationsbericht zusammensetzt; im Text wird jedoch nicht mehr gesondert auf diese verwiesen.

Die offizielle Zusammenfassung der Projektergebnisse findet sich hier zum Download: Evaluation der Neuen Mittelschule (NMS). Befunde aus den Anfangskohorten (pdf-Datei 570 MB)



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Nainas Twitter-Kurzschluss



Auf ihrem Twitter-Account hat die 17-jährige Naina am 10. Januar um 13.49 Uhr ins World Wide Web geschrieben: „Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann ‘ne Gedichtanalyse schreiben. In 4 Sprachen.“ Binnen weniger Stunden lesen Tausende diesen Tweet im Netz und binnen kurzer Zeit wurde der fast 12 000-mal geteilt und rund 21 500-mal favorisiert. Darüber hinaus hat Nainas Beitrag eine Diskussion darüber ausgelöst, inwiefern es überhaupt Aufgabe einer Bildungseinrichtung sein kann und muss, auf derlei Alltagsprobleme vorzubereiten. Wie weit geht der Aufgabenbereich der Schule, wann kommen die Eltern ins Spiel und wo fängt die Eigenverantwortung an?

Aus pädagogischer Sicht liegt hier ein großes Missverständnis in bezug auf schulische Ausbildung vor, denn eine Jugendliche, die in der Lage ist eine Gedichtanalyse in vier Sprachen zu schreiben, ist sicherlich in der Lage, sich das Wissen zu Steuern, Miete oder Versicherungen in kurzer Zeit anzueignen bzw. die notwendigen Informationen zu finden, am leichtesten vermutlich mit Hilfe des Internet. Hingegen ist es äußerst unwahrscheinlich, dass eine an Steuern, Miete oder Versicherungen ausgebildete Schülerin dazu fähig ist, eine Gedichtanalyse in vier Sprachen zu schreiben.

Siehe dazu Das exemplarische Lernen – das Wesen der genetischen Didaktik.



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Schularchitektur verhindert erfolgreiches Lernen



Die Schulen schauen heute noch immer so aus wie im 17. oder 18. Jahrhundert, d. h., man kommt hinein, ein langer Gang, in den Klassenzimmern Tische, Bänke, meist Frontalunterricht. Die Klassen sind also nicht gemütlich und unterstützen nicht einmal funktional das Lernen, denn das würde nämlich bedeuten, dass man Gelegenheiten für Gruppenarbeit und Diskussionen schafft, für abgeschirmte Konzentration oder Aktivitäten der ganzen Schule. Hinzu kommt, dass Kinder ein Drittel des Tages darin verbringen, also an einem Ort,  nicht nur die Kognition kaum unterstützt, sondern auch die Emotion blockiert, also dass man sich dort wohlfühlt. Nach Christiane Spiel ist in den derzeitigen Schulen einiges möglich, etwa eine flexible Raumgestaltung, bei der auch mehr Sinne der Kinder involviert sind.

Quelle
Interview mit Christiane Spiel in flow 06/2013, 22-23.



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