Zum Thema ‘Bildungspolitik’

Ethikunterricht



Ab dem Schuljahr 2020 wird es in Österreich an Schulen mit höheren Schulstufen einen Ethikunterricht geben. In den Ethikunterricht müssen aber nur jene SchülerInnen, die nicht in den Religionsunterricht gehen. Der Bildungsminister Heinz Faßmann will, dass die SchülerInnen in diesem Unterricht respektvollen Umgang miteinander lernen, etwa Probleme untereinander ohne Gewalt zu lösen. Außerdem sollen sie lernen, wie man nachhaltig einkauft und welche Bedeutung Technologie für unser Leben hat.

Seit 1997 wurde im Rahmen von Schulversuchen an immer mehr österreichischen Schulen Ethik als Ersatzfach für Religion angeboten, denn die Kirchenaustritte waren kontinuierlich gestiegen und das Image der Kirchen wurde oftmals so beschädigt, dass viele Menschen ohne religiöses Bekenntnis lebten. An manchen Oberstufenschulen meldeten sich mehr als die Hälfte der SchülerInnen vom konfessionellen Religionsunterricht ab. Das Konzept eines Ethikunterrichts wurde dadurch zunehmend populär und politisch vertretbar, wobei auch die katholische Kirche nicht mehr dagegen war und so wurde Ethikunterricht als Ersatzfach für den Religionsunterricht als Schulversuch genehmigt.



Wenn Sie allein den kompletten Text lesen wollen, klicken Sie bitte auf den Titel des Beitrags!

Schulbauten als Lernraum und Lebensraum



Eine Schule, die ein Lern- und Erfahrungsraum für Kinder und Jugendliche sein will, die wirksame und nachhaltige Lern- und Bildungsprozesse ermöglichen und systematisch fördern soll, muss der architektonischen Gestaltung des Raumes ein hohes Augenmerk schenken. Kein Mensch, also auch nicht SchülerInnen oder LehrerInnen, befindet sich im Raum wie ein Gegenstand in einer Schachtel, und ein Mensch verhält sich auch nicht so zum Raum, als ob er als raumloses Subjekt vorhanden wäre, sondern das Leben besteht ursprünglich in einem Verhältnis zum Raum und kann davon nicht abgelöst werden (vgl. Bollnow 1963, S. 23). Schulbauten spiegeln dabei in gewisser Weise auch eine bestimmte Vorstellung der Pädagogik bzw. Erziehung und Unterricht wieder. Jedoch wird auch heute noch Schulbauten bzw. der architektonischen Ausgestaltung von Schulen zu wenig Bedeutung beigemessen, obwohl Schulen als langjähriger Arbeitsort bzw. Lebensort gelten und das Schulklima, das Sozialverhalten, die Leistungsbereitschaft und die Arbeitsfreude positiv beeinflussen können. Schulbauten haben letztlich großen Einfluss darauf, wir sich in einer Schule das Lernen gestaltet und wie Lernprozesse ablaufen, um vor allem den Anforderungen moderner Lernformen zu entsprechen. Dabei muss nach Ansicht von Experten eine Modernisierung der Lernräume aber nicht unbedingt mit einem Neubau des Schulgebäudes einhergehen, denn oft kann bereits dessen Umgestaltung viel bewirken, etwa die Schaffung von durch mehrere Klassen genutzte gemeinsame offene Lernlandschaften mit Sitzinseln, Thinktanks wie Medienstationen und flexiblem Mobiliar. Vor allem sollte man die strikte Trennung zwischen Lern-, Versorgungs- und Erholungszonen aufheben, um Räume mehrfach flexibel nutzen zu können und auch zum Lernen an bisher ungewöhnlichen Orten ermutigen. Auch wenn durch selbst organisiertes Lernen der Schülerinnen und Schüler auch die Ruhe verloren geht und Lehrerinnen und Lehrer nicht wie im Klassenzimmer als abgeschirmtem Lernraum stets alles verfolgen können, werden Schülerinnen und Schüler befähigt, auch in rauschreichen Umgebungen fokussiert arbeiten zu können, was diesen später in ihrer beruflichen Laufbahn zugutekommen kann. So kann in einem Schulgebäude ein großer Marktplatz in der Mitte eines Schulgebäudes flexibel von allen genutzt werden, ebenso wie Freiräume in einem großzügig gestalteten Terrassen- oder Balkonbereich.

Literatur & Quellen

Bollnow, O. F. (1963). Mensch und Raum. Stuttgart.
Hammerer, F. & Renner, C. (2005). Die finnische Grundschule Karonen koulu. Zeitschrift Erziehung & Unterricht, 7-8, S 150-169.
https://www.pressetext.com/news/20170706029 (17-07-06)
https://www.stangl.eu/paedagogik/artikel/karonen-koulu.shtml (14-12-21)
http://daten.schule.at/dl/Hammerer,_Franz__Renner,_Clara_Lernen_als_raeumliche_Erfah_.pdf (14-12-21)



Wenn Sie allein den kompletten Text lesen wollen, klicken Sie bitte auf den Titel des Beitrags!

Die Evaluation der Neuen Mittelschule (NMS)



Die Studie “Evaluation der Neuen Mittelschule” wurde zu gleichen Teilen von einem Konsortium der Johannes Kepler Universität Linz (Leitung: Univ.-Prof. Dr. Herbert Altrichter, Univ.-Prof. Dr. Johann Bacher) und der Universität Salzburg (Leitung: Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Eder) durchgeführt. Von Seiten der JKU waren an der inhaltlichen Ausarbeitung die KollegInnen Dr. Christoph Helm, Mag. David Kemethofer, Maja Pocrnja und Prof. Dr. Herbert Altrichter (Institut für Pädagogik und Psychologie) sowie Prof. Dr. Johann Bacher und Mag. Heinz Leitgöb (Institut für Soziologie) beteiligt.

Die Zusammenfassung zielt darauf ab, die Zielsetzungen, das Design und den Ablauf der NMS-Evaluierung so zu beschreiben, dass die anschließend berichteten Ergebnisse im Kontext ihrer Entstehung interpretiert werden können. Insgesamt handelt es sich um eine freie Zusammenfassung der Einzelanalysen, aus denen sich der Evaluationsbericht zusammensetzt; im Text wird jedoch nicht mehr gesondert auf diese verwiesen.

Die offizielle Zusammenfassung der Projektergebnisse findet sich hier zum Download: Evaluation der Neuen Mittelschule (NMS). Befunde aus den Anfangskohorten (pdf-Datei 570 MB)



Wenn Sie allein den kompletten Text lesen wollen, klicken Sie bitte auf den Titel des Beitrags!



Diese Seiten sind Bestandteil der Domain www.stangl.eu