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Unterricht

Unterricht im allgemeinen Sinn ist ein Vorgang zur Aneignung von Fertigkeiten und Wissen, wozu auch der Selbstunterricht gehört, etwa durch das Studium von Büchern.

Unterrichtseinstieg Redekette

Jeder Lehrende trägt eine große Verantwortung, wenn es darum geht, den Lernprozess der Studenten oder Schüler optimal zu gestalten. Zum einen können Lehrende durch ihre Herangehensweise und Methodik die Art und Weise der Wissensvermittlung maßgeblich beeinflussen. Zum anderen haben sie einen entscheidenden Einfluss darauf, wie Motivation und Interesse der Lernenden geweckt und aufrechterhalten werden können. Dabei macht es einen großen Unterschied, ob die Teilnehmer aus eigenem Antrieb und Interesse an einem Thema arbeiten, wie zum Beispiel in einem Volkshochschulkurs, oder ob sie aufgrund externer Vorgaben wie Schulpflicht an einer Veranstaltung… Weiterlesen »Unterrichtseinstieg Redekette

Der Einstieg in den Unterricht

Ein gelungener Start ist eine entscheidende Bedingung für guten Unterricht. Göldner Der Einstieg in den Unterricht kann schon durchaus entscheidend für den Lernerfolg sein. Es empfiehlt sich, bei den Lernenden zunächst ein Ungleichgewicht auszulösen, denn ein Ungleichgewichtszustand erzeugt in der Regel Aufmerksamkeit, weil Lernende umgehend versuchen, wieder das kognitive und emotionale Gleichgewicht herzustellen. Diese Bewegung kann man durch bewusste Provokationen am Beginn von Unterrichtseinheiten auslösen, etwa durch auch emotional anregende Fragen, Thesen, Fälle und Probleme. Dann gilt es das Vorwissen zu aktiveren. So kann man in Murmelgruppen einen kurzen Austausch… Weiterlesen »Der Einstieg in den Unterricht

Die Sprache der Mathematik

Fortschrittliche Schulen haben die Prügelstrafe durch Mengenlehre ersetzt. Wolfram Weidner Viele mathematische Aufgaben bestehen aus zum Teil ziemlich auf Grund einer notwendigen Exaktheit aus kompliziert formulierten kleinen oder längeren Texten. Diese Textaufgaben erfordern natürlich auch die Fähigkeit, die Aufgabenstellung sprachlich sehr genau zu verstehen, wobei verbal formulierte Verhältnisse, Beziehungen und Kausalitäten erfasst und dann erst in ein mathematisches Problem umgewandelt werden müssen. Ein Schüler oder eine Schülerin, die in der Sprache wenig geübt ist, hat bei einer solchen Aufgabe, besonders unter dem Druck einer Prüfung, ein ziemliches Problem. Viele Kinder… Weiterlesen »Die Sprache der Mathematik

Grundregeln des Präsentierens

Eine Präsentation ist eine Darstellung, dessen Ziel es ist, Sachverhalte so darzustellen, dass sie anschaulich werden, verstanden werden und im Gedächtnis haften bleiben. Aufgabe einer Präsentation ist es darüber hinaus zu motivieren, zum Mitdenken anzuregen, zu problematisieren und zur Diskussion aufzufordern. Grundregeln sind dabei: Das Interesse und die Aufmerksamkeit der Zuhörer mus gewonnen werden. Es muss klar sein, für welche Zielgruppe die Präsentation gestaltet wird. Es muss klar sein, was die Präsentation erreichen will. Das Thema muss klar gegliedert sein. Aussagen/Thesen müssen deutlich und knapp formuliert werden. Es darf nicht… Weiterlesen »Grundregeln des Präsentierens

Was ist guter Unterricht?

Wer beginnt, über die Frage »Was ist guter Unterricht?« nachzudenken, der begibt sich auf ein spannendes Abenteuer. Die Erkenntnis, dass es »den« guten Unterricht nicht gibt, führt nicht zu dem Umkehrschluss, dieser könnte auf beliebigen Wegen erreicht werden. Vielmehr lassen sich eine Reihe einflussreicher Faktoren und Zusammenhänge ermitteln, die guten Unterricht generieren.   In Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Befunden und aktuellen Forschungen wird guter Unterricht reflektiert, und zwar in einer Bandbreite, wie sie bisher nicht vorliegt.  Faszinierend ist der Gedankenaustausch innerhalb der Pädagogik und gemeinsam mit weiteren Fachdisziplinen. Das Buch enthält Beiträge… Weiterlesen »Was ist guter Unterricht?

Selbstorganisiertes Lernen und andere neuere Lernformen kann viele Schüler überfordern

Selbstorganisiertes Lernen bietet zwar viele Vorteile für die Entwicklung von Selbstständigkeit und Eigenverantwortung bei Schülerinnen und Schülern, kann jedoch für einige Lernende eine Überforderung darstellen. Um dem entgegenzuwirken, ist es wichtig, dieses Konzept sorgfältig und umfassend einzuführen. Eine gründliche Vorbereitung der Schüler ist dabei entscheidend, wobei neben einer ausführlichen Erklärung des Konzepts Schulungen zu relevanten Schlüsselkompetenzen, wie Zeitmanagement, Zielsetzung und Organisationsfähigkeiten, angeboten werden sollten. Die bisherige Forschung hat gezeigt, dass sich Kompetenzen im selbstregulierten Lernen durch gezielte Trainingsmaßnahmen über verschiedene Altersstufen hinweg erfolgreich fördern lassen. Dadurch erwerben die Schüler wichtige… Weiterlesen »Selbstorganisiertes Lernen und andere neuere Lernformen kann viele Schüler überfordern

Regelmäßiges Bewegungstraining in der Grundschule fördert die Konzentration

In einer umfangreichen Studie mit Erstklässlern an mehreren Grundschulen wurde eindeutig nachgewiesen, dass sich regelmäßige Koordinationsübungen besonders positiv auf die Konzentrationsfähigkeit und die kognitive Leistungsfähigkeit der Kinder auswirken. Die Forscher fanden die Ursache dafür im Zusammenspiel verschiedener Hirnregionen: So ist nicht nur das Kleinhirn, welches für den Erwerb motorischer Fertigkeiten zuständig ist, sondern auch Areale des Großhirns, die für höhere kognitive Funktionen verantwortlich sind, bei diesen Bewegungsübungen aktiv. Die wiederholte Aktivierung dieser Hirnstrukturen durch regelmäßiges „Bewegungstraining“ scheint die neuronalen Verschaltungen und Verarbeitungsprozesse im Gehirn derart zu optimieren, dass die Kinder… Weiterlesen »Regelmäßiges Bewegungstraining in der Grundschule fördert die Konzentration

Prüfungen als integraler Bestandteil des Lernprozesses

In einem Artikel auf news4teachers.de nimmt der Bildungsforscher Klaus Zierer von der Universität Augsburg Stellung zur aktuellen Debatte um Prüfungen und Noten im Schulkontext, insbesondere zur Diskussion um „Exen“, das sind kurze schriftliche Leistungskontrollen. Zierer betont die Relevanz von Prüfungen als integralen Bestandteil des Lernprozesses. Er argumentiert, dass Prüfungen nicht nur der Leistungsbewertung dienen, sondern auch als Motivator und Lernhilfe fungieren können. Er kritisiert die Tendenz, Prüfungen und Noten als rein negative Elemente zu betrachten, und plädiert stattdessen für einen ausgewogenen Ansatz. Dabei weist er darauf hin, dass Prüfungen, wenn… Weiterlesen »Prüfungen als integraler Bestandteil des Lernprozesses

Die Bedeutung des Unterrichtseinstiegs

Die Beobachtung, dass viele Lehrkräfte den Unterricht nicht optimal beginnen, indem sie einen langen Monolog zu Beginn des Unterrichts halten, sei es in der Schule, in Vorlesungen oder Workshops, spiegelt eine weit verbreitete, aber potenziell ineffektive Praxis wider. Passives Zuhören in einem solchen Szenario entspricht nicht der natürlichen Art und Weise, wie das menschliche Gehirn lernt. Das Gehirn ist für aktives Lernen ausgelegt, was bedeutet, dass aktive Interaktion und kognitive Beteiligung erforderlich sind, um Wissen effektiv zu verarbeiten und zu internalisieren. Der Einstieg in den Unterricht kann durchaus entscheidend für… Weiterlesen »Die Bedeutung des Unterrichtseinstiegs

Kritik an der Pädagogik Maria Montessoris

So positiv und fortschrittlich Maria Montessoris Ansatz zu ihrer Zeit innovativ war und so heute immer noch wahrgenommen wird, war letztlich ihr erklärtes Ziel, das perfekte Kind zu erschaffen, d. h., es sollte nicht nur intellektuell und moralisch, sondern auch körperlich vollkommen sein. Nach Darstellung von Seichter (2024) suchte Montessori Verbündete von Hitler bis Mussolini, wobei sie sich intensiv mit Eugenik und der Rassentheorie beschäftigt hat bzw. auch den Ideen des Faschismus gegenüber nicht abgeneigt war. Das perfekte Kind ist für Montessori das Kind einer perfekten Rasse und diese perfekte… Weiterlesen »Kritik an der Pädagogik Maria Montessoris

Theorien der Lernmotivation

Schüler wollen für die Schule lernen, aber auch anderes tun Theorien der Lernmotivation in der Pädagogischen Psychologie Schüler und ihr kulturelles Umfeld Durch die gesellschaftliche Veränderung und, da es immer mehr Freizeitangebote gibt, wird den Schülern das Lernen immer schwieriger gemacht. Schule wird als weniger erfreulich erlebt und Freizeit dagegen als positiv. An oberster Stelle stehen die Selbstentfaltungswerte (Familie, Leben und Freude) und die Unterordnungswerte (fleißig und ehrgeizig sein) sind diesen nachgestellt, aber auch wichtig. Die Menschen wollen beides haben: glücklich und fleißig sein. Dieses Wohlbefinden wird in 2 Formen… Weiterlesen »Theorien der Lernmotivation

Formen des Wissens

Wissen nennen wir jenen kleinen Teil der Ungewissheit, den wir geordnet und klassifiziert haben. Ambrose Bierce Auf dem Weg zum Wissen ist es wichtig keine Angst zu haben, sich zu irren. Paolo Coelho Das Perfide an der Ahnung ist, dass sie in die Nähe des Wissens drängelt, aber keines ist. Peter Grubmüller Anderson & Krathwohl (2001) unterteilen Wissen in Fakten-, prozedurales, konzeptuelles und metakognitives Wissen, wobei diese Formen des Wissens auf lern- und kognitionspsychologische Befunde zum Aufbau und zur Speicherung von Wissen zurückgehen. Faktenwissen ist dabei verbalisierbares und für ein bestimmtes… Weiterlesen »Formen des Wissens