Allgemein

Der Legastheniebegriff und die Folgen einer einseitig medizinischen Sichtweise

Eine Lese-Rechtschreibstörung liegt nach internationalen Kriterien dann vor, wenn die Leistungen im Lesen und/oder Rechtschreiben deutlich unter der Klassennorm und unter dem Niveau, das aufgrund der Intelligenz des Schülers zu erwarten wäre, liegen. Bei einer Untersuchung werden Leseflüssigkeit, Lesegenauigkeit, Leseverständnis und Rechtschreibung sowie die Aufmerksamkeitsleistungen des Kindes, seine psychische Befindlichkeit, seine Begabung, sprachliche Fertigkeiten, die Schreibmotorik sowie das Hören und Sehen überprüft. Eine sichere Diagnose ist in der Regel ab der 2. Klasse möglich, doch Risikofaktoren treten bereits ab dem letzten Kindergartenjahr auf: Kinder haben weniger Lust an Reimen, das… Weiterlesen »Der Legastheniebegriff und die Folgen einer einseitig medizinischen Sichtweise

Schulkleidung

Untersuchungen zum Tragen einer Schulkleidung haben ergeben, dass sich soziale Merkmale (Sozialklima) sowie unterrichtsbezogene Variablen (Lernzielorientierung, Aufmerksamkeit) bei SchülerInnen, die Schulkleidung tragen und jenen, die keine Schulkleidung tragen, innerhalb eines Schuljahres gleich entwickeln. Auch die Schulleistung entwickelte sich nicht unterschiedlich. Lediglich die Einstellung zur Schulkleidung selbst änderte sich bei den Trägern mehr zum Negativen als bei den Nichtträgern. Eine mögliche Maßnahme gegen Mobbing in der Schule besteht nach Ansicht mancher ExpertInnen in der Anschaffung von Schulkleidung. Die Kleidung ist ein wichtiger Faktor für soziales Ansehen und bietet in der Schule… Weiterlesen »Schulkleidung

Management für die Schule?

Diese Zusammenhang zwischen „Schulwelt“ und „Arbeitswelt“ ist auf ganz unterschiedlichen Ebenen gegeben: zum einen im Unterricht bzw. in der Unterweisung direkt, aber auch in den Lehrplänen oder speziell bezogen auf das Berufsbildungssystem. In einem neuen Lerntipp wird an Hand einer alltäglichen Situation des Schülers Sebastian gezeigt, dass im Prinzip ist das Organisieren und Planen der Arbeiten für die Schule eine Management-Aufgabe. Aus psychologischer Sicht hilft eine solche Planung, aus einer scheinbar nicht überschaubaren Stoffmenge eine überschaubare zu machen.

Modellprojekt „Stufenwechsel“ mit Perspektivenwechsel

Der Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule ist nicht ohne Risiko, denn das bedeutet eine neue Schule, neue LehrerInnen, neue MitschülerInnen, was zu einem biografischen Bruch im Leben eines Kindes führen kann. Zu diesem Zweck wurde das Modellprojekt „Stufenwechsel“ des Vereins buddY e.V. entwickelt. Beteiligt sind daran Grundschulen und weiterführende Schulen aus Solingen mit jeweils zwei Lehrern, die ihr Wissen weitergeben. An zehn Trainingstagen, die sich über eineinhalb Jahre erstrecken, erarbeiten die LehrerInnen Konzepte zum Stufenwechsel und setzen diese mit den SchülerInnen in Projekten um, wobei es vor allem… Weiterlesen »Modellprojekt „Stufenwechsel“ mit Perspektivenwechsel

Dimensionen der Schulkultur

Der Schulalltag aus Sicht eines Schülers: „Warum soll ich da jeden Tag hingehen? Ich komme in dem Schulsystem ja kaum vor. Man erwartet von mir, dass ich das Vorgegebene abschreibe, lerne, dann beim Abfragen am nächsten Tag ausspucke, eine Note dafür kassiere und dann das Ganze vergesse.“ Im Journal „ÖGKJ:Jugendmedizin“ findet sich unter dem Titel „Schule als Bedrohung„ eine Liste von Dimensionen der Schulkultur: Die Qualität des Unterrichts: Das professionelle Handeln der Lehrer und die Qualität des Unterrichts aus Sicht der Schüler. Die Unterrichtsqualität wurde mit Fragen erfasst, welche die… Weiterlesen »Dimensionen der Schulkultur

Konflikttraining nach Gordon

Nach Gordon (1999) ist das Ziel des kooperativen Gesprächs, dass die Streitparteien auf einen Sieg zugunsten eines Kompromisses verzichten, sodass keiner eine Niederlag“ einstecken muss bzw. sein „Gesicht verliert. Geschult wird dabei das Argumentations- und Denkvermögen, während gleichzeitig der Abbau von Feindseligkeiten gefördert wird. Gordon empfiehlt bei der Vorgehensweise sechs Schritte: den Konflikt identifizieren, mögliche Alternativlösungen entwickeln, die Alternativlösungen kritisch bewerten, sich für die beste annehmbare Lösung entscheiden, Wege zur Ausführung der Lösung ausarbeiten, spätere Überprüfung der Lösung. Gordon  betont dabei die Vorzüge von Ich-Botschaften, die für das Gegenüber weniger… Weiterlesen »Konflikttraining nach Gordon

Antinomien in der Schule

Grundsätzlich kann man dann von Antinomien sprechen, wenn in einer Situation verschiedene Perspektiven und Handlungsanforderungen virulent sind, die von einer Person oder. einer Gruppe als wichtig und tendenziell als gleichwertig bewertet werden, die aber nicht zugleich oder nicht in gleicher Intensität realisiert werden können. Üblicherweise geht eine solche Spannung so aus, dass unter Handlungsdruck in der Regel nicht beides zugleich oder in gleicher Wertigkeit berücksichtigt werden kann und Prioritäten gesetzt werden müssen. Häufig lassen Erwartungen anderer, situative Zwänge oder das eigene Bedürfnis nach identischem Verhalten es nicht zu, sich widersprüchlich… Weiterlesen »Antinomien in der Schule