Zum Thema ‘Unterricht’

Warum ist differenzierter Unterricht wichtig?



Wenn ein schulischer Unterricht nicht verschiedene Lerntempi und individuelle Begabungen und Bedürfnisse berücksichtigt, werden Kinder bzw. Jugendliche, die unter ihren Fähigkeiten eingestuft wurden, diese nicht entwickeln können und damit auch den Anschluss an Kinder gleicher Fähigkeiten auf einer höheren Schulform verlieren, sodass Aufwärtsmobilität erschwert wird. Andererseits werden Kinder, deren momentaner Leistungsstand, sei es aus grundsätzlicher Anlage, mangelnder Förderung im Elternhaus oder auch entwicklungsbedingt, noch nicht dem Durchschnitt einer Klasse entspricht, den Anschluss verlieren und Lücken kumulieren, die auch durch eine Rückstufung schwer auszugleichen sind, sofern in der neuen Schule ebenfalls eine individuelle Förderung nicht möglich oder üblich ist. Ein uniformer Unterricht verstärkt demnach Privilegien und Benachteiligungen, die bereits aus dem individuellen Hintergrund des Kindes gegeben sind, anstatt diese als Herausforderung anzunehmen und auszugleichen. Bekanntlich ist die Unterrichtsführung sogar entscheidend in der Frage des Zusammenhangs zwischen Intelligenz und Leistungsentwicklung, denn ein unklarer und unverständlicher Unterricht ist in der Regel dazu angetan, diesen Zusammenhang noch zu verstärken, während ein klarer, verständlicher und schülerorientierter Unterricht hingegen alle SchülerInnen gleichermaßen fördert.



Wenn Sie allein den kompletten Text lesen wollen, klicken Sie bitte auf den Titel des Beitrags!

PISA Equally prepared for life? How 15-year-old boys and girls perform in school



Worauf sind Unterschiede in den Schulleistungen zwischen Jungen und Mädchen zurückzuführen? Welche Rolle spielen Schule und andere soziale Faktoren bei der Leistungsdifferenz zwischen den Geschlechtern? Leistungsunterschiede zwischen Jungen und Mädchen nehmen im Laufe der Schulkarriere zu. So erzielen Jungen und Mädchen in Mathematik gegen Ende der Grundschulzeit bei internationalen Vergleichsstudien fast die gleichen Ergebnisse. Bei der PISA-Studie im Alter von 15 Jahren zeigt sich jedoch ein anderes Bild: hier schneiden Jungen in fast allen untersuchten Ländern besser ab als Mädchen.

Der neue Bericht „Equally prepared for life?: How 15-year-old boys and girls perform in school“ kommt zu dem Ergebnis, dass die Leistungsunterschiede zwischen Jungen und Mädchen eher auf geschlechtsspezifische Vorurteile zurückzuführen sind als auf unterschiedliche Begabung. Es müssen Strategien entwickelt werden, um das Selbstbewusstsein und die Motivation der Schülerinnen und Schüler in ihren schwachen Fächern zu stärken. Der Bericht stützt sich auf Daten aus den PISA-Erhebungen und anderen OECD-Studien.

Weitere Informationen und Bezugsquellen finden Sie unter: http://www.oecd.org/de/pisa/equallyprepared

Siehe auch Geschlechtsunterschiede in der schulischen Leistung



Wenn Sie allein den kompletten Text lesen wollen, klicken Sie bitte auf den Titel des Beitrags!

Unterrichtseinstieg Redekette



Die Lehrerin bzw. der Lehrer stellt eine Frage, die sehr viele Möglichkeiten der Beantwortung lässt oder einen entsprechenden Impuls. Die Frage bzw. Aufgabenstellung sollte offen sein, damit alle SchülerInnen den Sinn des Gesprächs verstehen, denn nur so wird gewährleistet, dass sich die ganze Klasse beteiligen kann und das Unterrichtsgespräch nicht nach wenigen Beiträgen endet.

Ein Schüler bzw. eine Schülerin beginnt mit der Beantwortung der Frage und nimmt einen anderen Schüler bzw. eine andere Schülerin dazu mit. Es entsteht so eine Kette von Beiträgen, die von der Lehrerin bzw. vom Lehrer nicht unterbrochen wird, sondern diese greifen nur ein, wenn die Regeln missachtet werden. Die Lehrerin bzw. der Lehrer kann nach Beendigung auf einzelne Äußerungen eingehen oder eine Zusammenfassung des Gesagten geben.

Diese Methode eignet sich gut als Einstieg in ein Thema, zu dem sich die SchülerInnen frei äußern können, ohne dass es falsche Antwortmöglichkeiten gibt. Sie kann ebenfalls in Unterrichtsphasen eingesetzt werden, die dem Erfahrungs- oder Meinungsaustausch, der Sammlung von Ideen usw. dienen sollen.

Die SchülerInnen haben dabei die Möglichkeit, mehr miteinander zu sprechen als nur mit der Lehrerin bzw. dem Lehrer, die sich auf das Zuhören konzentrieren kann.

Für diese Methode muss es möglich sein, dass die SchülerInnen Blickkontakt zueinander haben, d. h., die Sitzordnung sollte so angepasst werden, dass sich alle anschauen können. Damit auch alle SchülerInnen an die Reihe kommen, müssen eventuell Regeln aufgestellt werden, etwa dass Mädchen und Buben abwechselnd an die Reihe kommen müssen. Man kann sich auch am Alphabet orientieren.

Literatur

Mattes, Wolfgang (2002). Methoden für den Unterricht. 75 kompakte Übersichten für Lehrende und Lernende. Paderborn: Schöningh.



Wenn Sie allein den kompletten Text lesen wollen, klicken Sie bitte auf den Titel des Beitrags!



Diese Seiten sind Bestandteil der Domain www.stangl.eu