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Grundbegriff

pädagogische Grundbegriffe

Die Phantasie in Bildungsprozessen

Eine bedeutungsvolle und sinnerfüllte Auseinandersetzung mit Lerninhalten erfordert Freiräume, in denen Phantasie und persönliche Erfahrung voll zur Entfaltung kommen können. Anstatt gedankliche Vorstellungen, innere Bilder oder assoziative Einfälle als reine Realitätsflucht oder unpassendes Beiwerk abzutun, sollte eine moderne Lernkultur diese vielschichtigen Gedankenspiele als zentralen Motor für Erkenntnisprozesse begreifen. Phantasie fungiert dabei wie eine innere Probebühne oder ein experimenteller Handlungsraum: Sie ermöglicht es, unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungsebenen und Lösungsansätze für ein Problem schrittweise durchzuspielen. Insbesondere wenn Subjekte mit neuartigen oder fremden Gegenständen konfrontiert werden, dienen alltägliche Assoziationsebenen als stützendes Geländer und Brücke… Weiterlesen »Die Phantasie in Bildungsprozessen

Die Sinndimension in schulischen Bildungsprozessen

Der Begriff des Sinns zeichnet sich durch eine gewisse Unschärfe aus. Im Zuge der Orientierung an eindeutigen Bildungsstandards, messbaren Output-Kriterien und standardisierten Kompetenzmodellen ist die Dimension des Sinns im schulischen Kontext zunehmend in den Hintergrund getreten. Ungeachtet dieser Entwicklung bleibt das menschliche Verlangen nach Sinn bestehen, womit Sinn eine essenzielle Kategorie für schulische Lern- und Bildungsprozesse darstellt. Das Thema betrifft das Schulexistieren auf mehreren Ebenen: Es umfasst grundlegende Prozesse des Sinnbedürfnisses, der Sinnerwartung, der Sinnsetzung beziehungsweise Sinngebung sowie die hermeneutische Dimension der Sinndeutung. Innerhalb der individuellen Bewusstseinsleistungen bezeichnet Sinn eine… Weiterlesen »Die Sinndimension in schulischen Bildungsprozessen

Bindung und Erziehung

Die Studie umfasst einen Untersuchungsumfang von N=41 und untersucht, ob Bindung und Erziehung im späten Jugendalter in Zusammenhang stehen, ob elterliche Unterstützung die Grundlage ist oder unabhängige Erziehungsmerkmale. Das Ergebnis deutet darauf hin, dass eine positive Bindung die Grundlage für eine effektive Erziehung ist und die Bindungsqualität das Ergebnis elterlichen Erziehungsverhalten ist. Die Förderung von Bindung, Autonomie und Kompetenz erbringt eine hohe Selbstwirksamkeit und steigert das Wohlbefinden.

Formen des Wissens

Wissen nennen wir jenen kleinen Teil der Ungewissheit, den wir geordnet und klassifiziert haben. Ambrose Bierce Auf dem Weg zum Wissen ist es wichtig keine Angst zu haben, sich zu irren. Paolo Coelho Das Perfide an der Ahnung ist, dass sie in die Nähe des Wissens drängelt, aber keines ist. Peter Grubmüller Anderson & Krathwohl (2001) unterteilen Wissen in Fakten-, prozedurales, konzeptuelles und metakognitives Wissen, wobei diese Formen des Wissens auf lern- und kognitionspsychologische Befunde zum Aufbau und zur Speicherung von Wissen zurückgehen. Faktenwissen ist dabei verbalisierbares und für ein bestimmtes… Weiterlesen »Formen des Wissens

Mehrsprachigkeit – Chance oder Risiko?

Die Mehrsprachigkeit bereits ab dem frühen Kindesalter stellt einen großen Vorteil für das spätere Sprachenlernen dar und wirkt sich zudem positiv auf das Aufmerksamkeitsniveau bzw. die Konzentration aus. Schwierigkeiten in der zweisprachigen Ausbildung können sich bei MiagrantInnen ergeben. In Österreich wird als Zweitsprache fast ausschließlich Englisch angeboten und die Herkunftssprache von MigrantInnen wird unzureichend gefördert.

Pädagogik – Stichwörter

Pädagogik ist die Bemühung von Erwachsenen, Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu fördern/unterstützen Pädagogik als … 1. Praxis (Institutionen, Personen etc.) 2. Erziehungslehre oder Didaktik (Ziele, Methoden, Maßstäbe) 3. Wissenschaft (theoretische + empirische Forschung Die dreistellige Relation der Erziehung – Vermittler (Erzieher*in) – Adressat (Zögling) – Vermitteltes (Gegenstand) Generationsverhältnis der Erziehung – Frage nach Machtasymmetrien – Frage nach Reziprozität Ziele und Methoden der Erziehung sind… kulturell und historisch variabel Bildung – 14. Jh. Mystik: Inneres des Menschen und Gottesebenbildlichkeit Bildung – 18. Jh. Bildung wird zu pädagogischem Begriff Aufklärung:… Weiterlesen »Pädagogik – Stichwörter

Das gerechte Schulsystem

Es gibt drei unterschiedliche Gerechtigkeitsvorstellungen, wobei das klassische Modell ein Ver­teilungsgerechtigkeitsmodell ist, das die Schu­le oder das Bildungssystem dann für gerecht erklärt, wenn es allen Kindern und Jugendlichen optimale Chancen vermittelt und gerecht die weiteren Chancen im Leben verteilt. Dies ist das traditionelle meritokratische Modell, das Ungleichheit dann für gerechtfertigt hält, wenn diese Unterschiede auf Leistungsunterschieden be­ruht, allerdings mit der Einschränkung, dass diese Leistungsunterschiede legitim sein müssen, d. h., Begabung und Talent, Motivation und An­strengung können bessere Leistungen begründen, und wenn jemand mehr leistet, darf er nach unseren Vorstellungen auch… Weiterlesen »Das gerechte Schulsystem

Leadership – Kraft zum neuen Denken

Viele Menschen in und an Schlüsselstellen suchen nach Wegen, Aufbruch zu bewirken, Wandel zu gestalten, aus guten Ergebnissen Großartiges hervorzubringen. Initiative und Verantwortung für den Musterwechsel sind gefragt. Wilfried Schley und Michael Schratz haben ihre langjährigen Erfahrungen in der Arbeit mit Veränderungsprozessen in Sprüche und Bilder verdichtet. Sie machen mit ihren Leadership-Einsichten die Kraft eines neuen Denkens spürbar. DieLeadership- Einsichten formulieren die Spannung des Musterwechsels, das Verblüffende einer veränderten Perspektive, die Energie der Lösungsorientierung und spiegeln das Denken und Handeln der Leadership Academy, des größten Bildungsnetzwerks in Europa, wider. Die… Weiterlesen »Leadership – Kraft zum neuen Denken

Braucht die Pädagogik eine Ethik?

Die Pädagogik benötigt wie andere Sozialwissenschaften eine Ethik, da sie eine Disziplin ist, die sich mit der Erziehung und Bildung von Menschen befasst. In der Pädagogik geht es nicht nur darum, Wissen zu vermitteln, sondern auch darum, Werte und Einstellungen zu fördern, die das Leben der Lernenden verbessern und zur Gesellschaft beitragen. Die Ethik in der Pädagogik hilft, die Ziele und Werte der Bildung zu definieren und sicherzustellen, dass die Praktiken und Entscheidungen der Pädagogen im Einklang mit diesen Zielen und Werten stehen. Eine Ethik in der Pädagogik umfasst daher… Weiterlesen »Braucht die Pädagogik eine Ethik?

Differenzierung

Die Verschiedenheit der Köpfe ist das größte Hindernis aller Schulbildung. Darauf nicht zu achten ist der Grundfehler aller Schulgesetze, die den Despotismus der Schulmänner begünstigen und alles nach einer Schnur zu hobeln veranlassen. Johann Friedrich Herbart (Allgemeine Pädagogik aus dem Zweck der Erziehung abgeleitet, 1806). Differenzierung ist in unserer Zeit ein häufig gebrauchtes Wort und kommt in sehr vielen verschiedenen Wissenschaften zum Einsatz. So bezeichnet es Vorgänge in Biologie, Mathematik, Planetologie, Soziologie, Wirtschaftswissenschaften und der Didaktik. Grob verallgemeinert kann man sagen, beschreibt die Differenzierung jedoch immer einen Vorgang der Unterscheidung… Weiterlesen »Differenzierung

WebQuests – Spurensuche im Internet

WebQuests sind Lehr-/Lernarrangements, die über das Internet oder Intranet zur Verfügung gestellt werden – sind also eine Form des E-Learning. Schülerinnen und Schülern werden dabei Internetquellen als Ausgangspunkte für die Bearbeitung einer Aufgabe, eines Problems usw. zur Verfügung gestellt. Für die Erfinder der WebQuests, Tom March und Bernie Dodge, steht dabei die eigenständige Arbeit der Lernenden im Vordergrund, die zur selbständigen Konstruktion von Wissen führen soll und nicht ein gelenktes Vorgehen, um Faktenwissen reproduzieren zu lassen. In aller Regel gehen WebQuests nach einer mehr oder weniger einheitlichen Struktur vor: Ausgehend… Weiterlesen »WebQuests – Spurensuche im Internet

Edu-Kinestetik – ein Flop

*** Hier KLICKEN: Das BUCH dazu! *** Gehirntraining findet in Volkshochschulkursen und im Internet immer neue Anhänger, worin die Hoffnung zum Ausdruck kommt, dass das Gehirn formbarer ist und bleibt, als man es bis vor wenigen Jahren noch glaubte. Hinter der Idee des Gehirntrainings steht implizit eine Analogie zwischen Gehirn und Muskeln, auch wenn das manche Ratgeber sogar explizit verneinen. Dieses Bild suggeriert nämlich, man müsse nur das Selbe wiederholen , um das Gehirn zu „trainieren“. Das entspricht aber nicht der Funktionsweise unseres Gehirns, denn die Plastizität beruht neben einer… Weiterlesen »Edu-Kinestetik – ein Flop