Naturwissenschaftliches Arbeiten – eine didaktische Webseite von Thomas Seilnacht

3. Dezember 2018 – 12:03

Neben einem “virtuellen Labor”, einem äußerst umfangreichen Periodensystem, einem Chemielexikon, einem Mineralienführer, einem Farbenführer sowie vielen Informationen zu Experimenten, Schülerübungen und Demonstrationsversuchen bietet Thomas Seilnacht auf seiner didaktischen Webseite “Naturwissenschaftliches Arbeiten” auch didaktische Anmerkungen sowie Wissenswertes über labortechnische Grundoperationen, Nachweisreaktionen und zum Teil kostenlos downloadbare Arbeitsblätter/Folien. Einzelheiten zu Gefahrstoffen und Reaktionen werden durch Filme ergänzt.



Umgang mit Geld erlernen – Taschengeld

7. Oktober 2018 – 14:14

Um den Umgang mit Geld zu erlernen, sollten Kinder spätestens mit sechs Jahren Taschengeld bekommen, das sie zu ihrer eigenen Verfügung haben.Taschengeld ist nicht dazu da, dass das Kind davon notwendige Alltagsgegenstände kauft, sondern immer ann, wenn ein Kind besonders teuere Produkte haben will, wie etwa ein spezielles Spielzeug, obwohl es bereits einen vergleichbares besitzt, sollte es diesen Luxusgegenstand selber finanzieren. Auch bei Markenschuhen oder -bekleidung kann man dann eine Beteiligung verlangen, indem das Kind die Differenz von einem “normalen” Produkt zum Luxusgegenstand aufzahlt. Eltern müssen darauf achten, dass das Taschengeld regelmäßig zu einem vereinbarten Termin ausgezahlt wird, z.B. zum Ersten des Monats oder am Wochenanfang; dass das Taschengeld unaufgefordert ausgezahlt wird, d.h. dass das Kind dem Geld nicht hinterherlaufen muss; dass das Taschengeld immer ausgezahlt wird, unabhängig davon, wie sich das Kind verhalten hat: Taschengeldentzug ist keine geeignete Strafmaßnahme; dass das Taschengeld nicht an bestimmte Leistungen in Haushalt oder Schule geknüpft ist; dass das Kind selbst entscheiden kann, wofür es das Taschengeld ausgeben oder sparen will.

Auch wenn ein Kind das Taschengeld mit vollen Händen ausgibt und schon nach einem Tag nichts mehr übrig hat, sollte man ihm die Entscheidung über seine Ausgaben nicht abnehmen, sondern das Taschengeld erst wieder zum ausgemachten Termin auszahlen. Es ist wichtig, dass das Kind lernt, eigenständig über eine bestimmte Geldsumme zu verfügen und sich diese Summe einzuteilen. Auch wenn es manchmal Fehler macht, lernt das Kind erst auf Grund von solchen Erfahrungen, dass man Geld, das man nicht mehr hat, auch nicht ausgeben kann, und den Wert von Geld besser einzuschätzen. Mit der Zeit bekommt ein Kind dann auch ein Gefühl dafür, was billig und was teuer ist, und dass man sich mit Sparen auch größere Wünsche erfüllen kann, ist eine wichtige Erfahrung – man lernt den “Bedürfnisaufschub”, der auch in anderen Lebensbereichen wichtig sein kann. Um den richtigen Umgang mit Geld zu üben, ist es für Kinder ab dem Schulalter wichtig, dass sie über einen bestimmten Betrag selbst verfügen können. Wichtig ist,

  • dass das Kind planen kann, daher die Summe deshalb regelmäßig und zu einem festen Termin auszahlen.
  • dass das Geld de, Kind frei zur Verfügung steht. Hat das Kind damit Probleme, sich das Geld einzuteilen, sollte man mit ihm darüber sprechen, was sinnvolle Anschaffungen sein könnten. Das Kind sollte auch bei Unterstützung am Ende aber immer selbst entscheiden, für was es seine finanziellen Mittel verwendet.
  • dass das Kind kein Extra-Geld bekommt, wenn es sich das Taschengeld falsch einteilt. Man muss mit ihm aber sprechen, warum alles schon weg ist und was das Kind beim nächsten Mal besser machen kann.
  • dass das Taschengeld nicht für notwendige Anschaffungen gedacht ist: Schulmaterialien oder Kleidung sollte das Kind nicht vom Taschengeld bezahlen müssen.
  • dass das Taschengeld nicht der Belohnung oder Bestrafung dient. Es sollte nicht für gute Noten oder Hilfe im Haushalt – außer für besondere Zusatzdienste – bezahlt werden. Man sollten das Kind also auch nicht mit Taschengeldentzug bestrafen.
  • dass man eine feste Summe auszahlen, die sich am Alter und an den Bedürfnissen Ihres Kindes orientiert: unter 6 Jahren: 0,50 Cent Euro – wöchentlich; 6 bis 7 Jahre: 1,50 bis 2,00 Euro – wöchentlich; 8 bis 9 Jahre: 2,00 bis 3,00 Euro – wöchentlich; 10 bis 11 Jahre: 13,00 bis 16,00 Euro – monatlich; 12 bis 13 Jahre: 20,00 bis 22,00 Euro – monatlich. Bis zu einem Alter von neun Jahren empfiehlt sich eine wöchentliche Auszahlung, denn so lange haben Kinder oft noch Schwierigkeiten, über einen ganzen Monat hinweg zu planen. Danach ist es an der Zeit, das Taschengeld monatlich auszuhändigen, damit das Kind eine dem Berufstätigen adäquate finanzielle Organisation erlernt.

Eine Tabelle mit Richtwerten für die Höhe des Taschengeldes findet sich hier: Wieviel Taschengeld sollte man einem Kind geben?

Quellen

http://www.sailer-verlag.de/newsletterartikel/taschengeld-so-lernt-ihr-kind-den-umgang-mit-geld-267.html (10-11-12)
http://bemerkt.stangl-taller.at/wieviel-taschengeld-sollte-man-einem-kind-geben/ (18-03-12)



Der Lernprozess

2. Oktober 2018 – 15:46

Lernen lässt sich als ein klarer Prozess darstellen, denn bevor man mit dem Lernen beginnt, kann es grundsätzlich helfen, diesen Prozess zu verstehen:

  • Überblick verschaffen: Um was geht es hier?
  • Verbindungen herstellen: Wie steht man zu dem Inhalt und womit hängt der Stoff zusammen?
  • Verarbeiten des Gelernten: Die Fakten hinterfragen und analysieren.
  • Individuelle Schwerpunkte setzen: Was ist für das Fach besonders wichtig?
  • Vertiefung des Gelernten: Wiederhol und aktives Einordnen der Inhalte.
  • Wachstum des Wissens: Wenn man erlebt, dass das eigene Wissen zunimmt, fällt es immer leichter, das Gelernte später auch anzuwenden.
  • Wissen transferieren: Ist man mit dem Stoff vertraut, kann man damit an neue Ideen, Inhalte und Konzepte anknüpfen.

Bei jedem Lernprozess ist aber zentral, dass man Anknüpfungspunkte für das neue Wissen an das alte Wissen findet. Je mehr solche Anknüpfungspunkte man beim Lernen suicht bzw. findet, umso leichter fällt es, die neuen Inhalte dauerhaft und nachhaltig abzuspeichern. Man kann versuchen, so viele Assoziationen wie möglich herzustellen , wobei besonders ein Selbstbezug dabei hilft, etwa indem man das Wissen auf sein persönliches Umfeld anwendet.



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