Zum Thema ‘Schule’

39 Lerntipps



1. Lerne auf mehreren Lernwegen
2. Wiederhole in regelmäßigen Abständen
3. Fertige dir Zeichnungen an
4. Lasse dir kleine Übungsdiktate diktieren
5. Übe frühzeitig für die Tests
6. Schalte beim Lernen Radio, Walkman und Fernseher aus
7. Plane deine Lernzeit (mit Terminkalender)
8. Schwierige Vokabel auf Kärtchen
9. Lerne ähnliche Fächer nicht hintereinander (z.B.: Englisch und Französisch)
10. Mache regelmäßig deine Hausaufgaben
11. Lies wichtige Informationen und Fragen laut
12. Verschiebe dringende Arbeiten nicht auf morgen
13. Beachte stets genau die Aufgabenstellung
14.  Fasse wichtigen Lernstoff schriftlich zusammen
15. Übe den Lernstoff mit Hilfe kleiner Fragekärtchen
16. Schaue dir deine Fehler genau an
17.  Denke dir zu schwierigen Daten Eselsbrücken aus
18. Gestalte dein Heft ordentlich und übersichtlich
19. Belohne dich nach getaner Arbeit.
20. Nütze und benütze Arbeitsmittel wie Lineal und Textmarker
21. Scheue dich nicht deinen Lehrer zu fragen
22.  Entlaste dein Gedächtnis durch eine gute Pinwand
23. Teile dir deine Hausaufgaben in kleine Portionen auf
24. Arbeite aktiv und konzentriert im Unterricht mit
25. Lasse dich durch Misserfolge nicht entmutigen
26. Sprich mit anderen Menschen über deine Lernprobleme
27. Mache gelegentlich mal eine Pause
28. Markiere und unterstreiche Wichtiges
29. Gestalte deinen Arbeitsplatz übersichtlich
30. Mache dir zur Übung einen Schwindelzettel  –   Schwindelzeichnung
31. Wiederhole und übe mit einem Lernpartner
32. Sorge für Abwechslung bei Hausaufgaben
33. Mache dir einen Tagesplan und einen Wochenplan
34. Schreibe dir Ideen auf kleine Notizzettel
35. Halte dir zum Lernstoff kleine Vorträge
36. Traue dir etwas zu und glaube an deinen Erfolg
37. Stelle dir selbst einen Übungstest zusammen
38. Lasse dich nicht von Freunde und Mitschülern ablenken
39. Schwätze nicht mit deinem Banknachbarn

Quelle: Helene Lindner und Heidemarie Lau: Erfolgreiches Lernen mit System



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So können Väter wirklich beim Einmaleins-Lernen helfen!



In einer Zeitschrift, die sich speziell an Väter wendet, schreibt unter dem Titel “Das Einmaleins leicht lernen, so können Väter helfen” eine Autorin und Grundschulpädagogin richtigerweise, dass das kleine 1×1 gehört zu den wichtigsten Grundlagen in der Mathematik zählt, auf die alles aufbaut. Und richtig ist auch, dass für das Einmaleins lernen ausreichend Übung erforderlich ist.

Dann allerdings folgt der Satz: “Dabei ist es besonders wichtig, dass die Kinder nicht einfach nur die Aufgaben und die Ergebnisse auswendig aufsagen, sondern genau wissen, was dahinter steckt.” Das ist nur teilweise richtig, denn  es ist zwar klar, dass Kinder wissen müssen, was ein Zahlenraum ist und dass Addieren die Basis für das Multiplizieren darstellt. Allerdings geht es in der Folge alleine darum, dass Kleine Einmaleins vollständig zu automatisieren, sodass die Antwort auf 7 mal 9 nicht mehr aus der Siebener- oder Neuner-Reihe abgeleitet werden darf, sondern rein assoziativ auf Grund der Nennung der beiden Faktoren.

Auch stimmt es nicht, dass es beim Kleinen EInmaleins um 100 Aufgabensätze geht, sondern dass es viel weniger sind – genau genommen sind es nur 36 bzw. 23 Aufgabensätze, die zu lernen sind. Und es sind auch keine aufwändigen Lernspiele notwendig, auch wenn diese vielleicht bei der Erfassung des Zahlraums hilfreich sein können, sondern es ist nur eine knapp zwei bis vier Wochen lange systematische Übungsarbeit notwendig, wie wir sie in einem unserer erfolgreichsten Lerntipps beschrieben haben!

Wesentlich dabei ist, sich möglichst früh von der Systematik der Reihen zu lösen, die man auch mit Eselsbrücken nicht wirklich erleichtern kann. Kinder sind in dieser Zeit – also um sieben bis acht Jahre – kognitiv in der Lage, das Kleine Einmaleins binnen kürzester Zeit dauerhaft und nachhaltig zu lernen.

Die beste Methode wird hier beschrieben, wobei man sogar noch die komplementäre Division parallel dazu automatisiert ins Gedächtnis der Kinder bringen kann: Multiplizieren lernen & Dividieren lernen durch die Dreieck-Methode.

Quelle

https://www.netpapa.de/schule/einmaleins-leicht-lernen.html (19-04-17)



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Zählen ist nicht Rechnen



auch wenn es am Anfang für Kinder in Ordnung ist, die Finger beim Zählen zu nutzen. Doch das muss spätestens in der zweiten Grundschulklasse Vergangenheit sein, denn die Zahlenwerte werden größer und so viele Finger haben wir nicht. Sicherlich kann man auch über das Sehen, also das Betrachten der Finger, am Anfang eine Hilfe erhalten, aber man muss lernen, zu abstrahieren. Kinder entwickeln dann eigene Strategien, wenn sie nicht mehr weiter wissen und keine Ahnung haben, wie sie eine Rechenaufgabe lösen können, wobei diese Strategien nicht unbedingt richtig sind.

Neben Konzentration braucht man für Mathematik unbedingt Orientierung, Vorstellung und Abstraktion, wobei das in der Regel bereits im Kindergartenalter eingeübt wird. So ist etwa das Rechts-Links-Verstehen sehr wichtig, das sich zunächst auf den eigenen Körper bezieht, später dann auf das Gegenüber. Es ist einem Kind nicht in die Wiege gelegt und auch nicht genetisch vererbt, dass es verstehen muss, dass sein linker Arm im Gegenüber der Mutter rechts ist.

Wenn Kinder auswendig lernen funktioniert das am Anfang gut, denn natürlich kann man das Einmaleins lernen und am Anfang muss es gar nicht auffallen, dass ein Kind eigentlich das Rechenprinzip gar nicht verstanden hat, weil es in der Regel durch Auswendiglernen oft zum richtigen Ergebnis kommt. Doch wenn die Aufgaben komplexer werden, dann geht das irgendwann nicht mehr und weil dann die Grundlagen fehlen, kommt das Kind nicht mehr nach.

Übrigens: Wenn eine Lernstörung vorliegt, bringt Nachhilfe wenig, denn diese hilft nur bei Themen, die nicht verstanden worden sind, doch wenn Nachhilfe von der Grundschule bis zum Abitur durchgängig notwendig ist, dann liegen die Probleme in der Regel in einem anderen Bereich.

Wenn Kinder bei uns mit den Fingern zählen, beginnen sie immer mit dem Daumen, in den USA beginnen die Kinder das Zählen mit dem Zeigefinger und der Daumen kommt erst an fünfter Stelle. Chinesischen Kinder zählen bis fünf wie die Amerikaner, dann aber nehmen sie nicht die zweite Hand zur Hilfe, sondern heben für die 6 den Daumen und den kleinen Finger der gleichen Hand und die 7 wird durch Daumen und Zeigefinger dargestellt. Die chinesischen Kinder können mit größeren Zahlen rechnen, während bei 5 + 7 die Kinder schon eine dritte Hand brauchen. Man weiß aus Untersuchungen, dass die Feinmotorik, wie geschickt man mit seinen Fingern umgehen kann, Einfluss auf die Rechenfähigkeiten hat. Im Gehirn gibt es zwei Areale, in denen die Fingerbewegungen aber auch das Addieren und Multiplizieren gesteuert werden. Man vermutet, dass evolutionär im Gehirn für das Rechnen kein eigener Platz vorgesehen war, sondern die Areale für das Greifen und die Raumwahrnehmung verwendet hat.



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