Zum Thema ‘Elterliche Erziehung’

Hausaufgaben ohne Elternhilfe bewältigen



Hausaufgaben dienen dazu, dass SchülerInnen Gelerntes wiederholen und festigen können, um es dann selbst anzuwenden, doch nach einer Umfrage helfen etwa zwei Drittel der Eltern bei den Hausaufgaben nach, wodurch sich viele stark belastet fühlen. Dabei sind ständige Kontrolle und Unterstützung durch die Eltern nicht förderlich, denn Kinder verlieren bei zu starkem Eingriff der Eltern sogar die Motivation und bauen Ängste auf. LehrerInnen können im Unterricht nur dann auf Schwachstellen eingehen, wenn sie sie sehen können. SchülerInnen müssten daher den Mut aufbringen, Pro­bleme im Unterricht aktiv anzusprechen, denn es hilft wenig, wenn die Eltern ihnen die Auseinandersetzung zu Hause abnehmen. Siehe dazu

Soll man seinen Kindern bei Hausaufgaben helfen?



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Elterliches Vorlesen



Jimenez et al. (2019) haben Mütter dazu befragt, wie oft sie ihren 1- bis 3-jährigen Kindern aus Büchern vorlesen. Nach zwei Jahren wurde erhoben, wie oft sich Mütter verbal oder physisch aggressiv gegen ihre Kinder verhalten hatten. Dabei zeigte sich, dass Mütter, die ihren Kindern im ersten Lebensjahr regelmäßig vorgelesen hatten, später einen wesentlich lockereren und auch liebevolleren Umgang mit ihren Kindern pflegten. Auch Müttern die ihren Dreijährigen aus Bücher vorgelesen hatten, waren zwei Jahre später ebenfalls gelassener. Auch waren die Vorlese-Kinder seltener hyperaktiv oder aggressiver, was es Eltern natürlich leichter macht, mit den Kindern entspannter umzugehen. Allerdings lässt sich daraus keine Kausalität ableiten, wie bei solchen korrelativen Studien üblich, allerdings gemeinsam in ein Buch einzutauchen, blendet für einige Zeit den Alltag aus, sodass alleine die körperliche Nähe beim Lesen die Bindung von Eltern und Kindern stärken kann. Studien haben auch gezeigt, dass das gemeinsame Lesen für die kognitiven Kompetenzen der Kinder äußerst förderlich ist, denn Vorlese-Kinder lernen im Durchschnitt schneller lesen und besitzen einen im Vergleich zu anderen Kindern größeren Wortschatz, doch auch für die Konzentrationsfähigkeit sowie die Emotionskontrolle ist das Vorlesen förderlich.

Literatur

Jimenez, Manuel E., Mendelsohn, Alan L., Lin, Yong, Shelton, Patricia & Reichman, Nancy (2019). Early Shared Reading Is Associated with Less Harsh Parenting. Journal of Developmental & Behavioral Pediatrics, 10.1097/DBP.0000000000000687.



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So können Väter wirklich beim Einmaleins-Lernen helfen!



In einer Zeitschrift, die sich speziell an Väter wendet, schreibt unter dem Titel “Das Einmaleins leicht lernen, so können Väter helfen” eine Autorin und Grundschulpädagogin richtigerweise, dass das kleine 1×1 gehört zu den wichtigsten Grundlagen in der Mathematik zählt, auf die alles aufbaut. Und richtig ist auch, dass für das Einmaleins lernen ausreichend Übung erforderlich ist.

Dann allerdings folgt der Satz: “Dabei ist es besonders wichtig, dass die Kinder nicht einfach nur die Aufgaben und die Ergebnisse auswendig aufsagen, sondern genau wissen, was dahinter steckt.” Das ist nur teilweise richtig, denn  es ist zwar klar, dass Kinder wissen müssen, was ein Zahlenraum ist und dass Addieren die Basis für das Multiplizieren darstellt. Allerdings geht es in der Folge alleine darum, dass Kleine Einmaleins vollständig zu automatisieren, sodass die Antwort auf 7 mal 9 nicht mehr aus der Siebener- oder Neuner-Reihe abgeleitet werden darf, sondern rein assoziativ auf Grund der Nennung der beiden Faktoren.

Auch stimmt es nicht, dass es beim Kleinen EInmaleins um 100 Aufgabensätze geht, sondern dass es viel weniger sind – genau genommen sind es nur 36 bzw. 23 Aufgabensätze, die zu lernen sind. Und es sind auch keine aufwändigen Lernspiele notwendig, auch wenn diese vielleicht bei der Erfassung des Zahlraums hilfreich sein können, sondern es ist nur eine knapp zwei bis vier Wochen lange systematische Übungsarbeit notwendig, wie wir sie in einem unserer erfolgreichsten Lerntipps beschrieben haben!

Wesentlich dabei ist, sich möglichst früh von der Systematik der Reihen zu lösen, die man auch mit Eselsbrücken nicht wirklich erleichtern kann. Kinder sind in dieser Zeit – also um sieben bis acht Jahre – kognitiv in der Lage, das Kleine Einmaleins binnen kürzester Zeit dauerhaft und nachhaltig zu lernen.

Die beste Methode wird hier beschrieben, wobei man sogar noch die komplementäre Division parallel dazu automatisiert ins Gedächtnis der Kinder bringen kann: Multiplizieren lernen & Dividieren lernen durch die Dreieck-Methode.

Quelle

https://www.netpapa.de/schule/einmaleins-leicht-lernen.html (19-04-17)



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