Zum Thema ‘Elterliche Erziehung’

Wenn Kinder lügen



Kinder lügen,

  • um sich Vorteile zu verschaffen
  • aus Angst vor Strafe
  • um Verbote zu umgehen
  • um Anzugeben oder Anerkennung zu bekommen
  • um eine Unsicherheit oder Missgeschicke zu überspielen
  • um Konflikten oder unschönen Situationen zu entgehen
  • um andere zu schonen
  • weil sie im Kindergartenalter Fantasie und Realität noch vermengen

Wenn Kinder lügen, ist das aus kognitiver Perspektive auch ein gutes Zeichen, denn lügende Kinder sind auch ein Zeichen bezüglich ihrer kognitiven Reife, denn um lügen zu können, braucht ein Kind verschiedene geistige Fähigkeiten: Es muss wahr von unwahr unterscheiden können, was Kinder meist im Vorschulalter lernen, sie müssen die Fähigkeit haben, eine Situation überblicken zu können und auch sich in andere Menschen hineinversetzen und begreifen, was dieser weiß und was nicht. Vor allem Kinder mit jüngeren Geschwistern sind deshalb sehr geschickt im Verschleiern der Wahrheit, da diese durch den täglichen Umgang mit ihren Geschwistern die Grundvoraussetzungen für gute Lügen und perfekte Manipulation erproben können und so besser lernen.

Für die Erziehenden ist es aber wichtig, auf kindliche Lügen zu reagieren und deutlich Werte und Grenzen aufzuzeigen, denn einem Kind muss klar sein, dass Lügen Folgen hat. Dabei sollte man Sanktionen niemals im Affekt auszusprechen, auch wenn die Konsequenz dem Anlassfall angemessen und zeitnah folgen sollte. Mit überzogenen Konsequenzen verstärkt man die Angst vor der Bestrafung, d. h., man sollte ein Kind eher dafür belohnen, wenn es mit der Wahrheit herausrückt. Erwachsene haben beim Lügen auch eine wichtige Vorbildfunktion, d. h., man sollte Kindern in keinem Fall vorleben, dass auch sie es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen.

Siehe dazu Der richtige Umgang mit Lügen von Kindern.

Literatur

Stangl, W. (2014). Der richtige Umgang Lügen von Kindern. Aus den Tipps für Eltern!
WWW: http://eltern.lerntipp.at/Eltern-Kinder-Luegen.shtml (2014-01-25)
https://rp-online.de/leben/gesundheit/psychologie/warum-kinderluegen-ein-gutes-zeichen-sind_aid-34745491 (19.01-24)



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Wenn Säuglinge schreien und nicht damit aufhören!



Was können Eltern tun, wenn der Säugling bzw. das Kleinkind schreit und nicht mit dem Schreien aufhört?

Schreien ist eine natürliche Ausdrucksform eines Säuglings oder Kleinkinds, da es keine andere Möglichkeit hat, Eltern die Befindlichkeit mitzuteilen. Das Schreien von Säuglingen ist evolutionär als Alarmsignal angelegt, wobei das Schreien in der Regel erst ein spätes Signal darstellt, dass das Kind etwas benötigt.
Zunächst gilt es Ruhe zu bewahren und die Situation bzw. auch sich selbst in den Griff zu bekommen, d. h., man muss so entspannt wie möglich reagieren. Unruhe und Gereiztheit der Eltern verstärken das Geschrei des Säuglings oft unbewusst, denn Kinder haben ein besonderes Gefühl dafür, wodurch ein Teufelskreis entstehen kann.
Wenn die Nerven der Eltern zum Zerreißen gespannt sind, sollten sie das Kind an einen sicheren Ort ablegen und sich zunächst entfernen und selbst beruhigen.
Langfristig hilft die Vermeidung von Stress und ein fester Tagesablauf, wobei als Soforthilfe bei schreienden Babys eine sanfte Massage geeignet sein kann.
Wenn das schreiende Baby zum Dauerproblem wird, bekommen Eltern in einer Schreiambulanz Hilfe.
Bei häufigen Schreisituationen sollte man abklären lassen, ob das Kind vielleicht eine Krankheit hat.

Eines ist ein absolutes Tabu: Schütteln! Niemals ein Kleinkind schütteln, denn dessen Gehirn nimmt dabei oft irreparable Schäden, da das Gehirn nicht so geschützt ist wie bei Erwachsenen!



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Nachhilfe



Nach neueren Untersuchungen bekommt in der BRD jeder siebte Grundschüler Nachhilfe in Deutsch, und im Alter von 17 Jahren hatte etwa jeder vierte Jugendliche im Laufe seiner Schulkarriere mindestens einmal bezahlte Nachhilfe bekommen. Vor allem in Bundesländern mit dreigliedrigem Schulsystem und vierjähriger Grundschulzeit entscheiden sich besonders viele Eltern für frühe private Nachhilfe, um den Sprung ihrer Kinder auf die gewünschte weiterführende Schule zu sichern. Experten interpretieren die Nachfrage nach privatem Ergänzungsunterricht als Ausdruck dafür, dass Eltern mit dem Schulsystem unzufrieden sind, denn sie haben den Eindruck, dass ihre Kinder im Schulunterricht nicht bestmöglich gefördert werden und versuchen dies mit Nachhilfe auszugleichen.
Bisherige Studien bestätigen die Wirksamkeit von Nachhilfeunterricht, denn Nachhilfelehrer können die Stärken und Schwächen ihrer SchülerInnen besser einschätzen können als FachlehrerInnen. Beinahe zwei Drittel der befragten Schüler in einer Bielefelder Studie sagt, dass sich ihr Interesse am betreffenden Lernfach durch die Nachhilfe gesteigert oder überhaupt erst entwickelt hat. Die Arbeit mit dem Nachhilfelehrer stärkt darüber hinaus auch das allgemeine Selbstvertrauen und trägt zum Abbau von Leistungsangst bei. Nachhilfeunterricht sollte aber nicht zur Dauereinrichtung werden und ist nur dazu da, um Lücken zu schließen.

Feriennachhilfe?

Nach Ansicht von Experten können in den Ferien intensiven Nachhilfekurse etwas bringen, damit die Schülerin bzw. der Schüler dann das Gefühl hat, den versäumten Stoff auch wirklich verinnerlicht zu haben. Andererseits ist es auch wichtig, dass die Schülerin bzw. der Schüler während der Ferien komplett abschalten kann und das schulische Lernen dann eben keine Rolle spielt, denn Kinder brauchen Ferien. Man muss wirklich gemeinsam mit SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen überlegen, ob Ferien-Nachhilfe für das jeweilige Kind sinnvoll ist.

Siehe dazu Nachhilfe – Ja oder Nein?

Quelle: http://www.focus.de/schule/lernen/nachhilfe/nachhilfe-studie-schulen-foerdern-nicht-genug_aid_475006.html (10-02-04)



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