Zum Thema ‘Elterliche Erziehung’

Wie Kinder lernen können, die Emotionen anderer besser zu verstehen



Kindern fällt es oft schwer, ihre Gefühle in Worte zu fassen, sodass man versuchen kann, diese Verbalisierung spielerisch zu unterstützen und zu fördern. Emotions-Scharade oder Feelings Charade ist dabei eine etwas abgewandelte Form dieses Pantomime-Spiels, das unterhaltsam dazu beitragen kann, die Kommunikation mit und unter Kindern über ihre Gefühle zu eröffnen. Auch trägt dieses Spiel dazu bei, den Wortschatz der Kinder im Zusammenhang mit Gefühlen zu erweitern und ihr Selbstvertrauen im Umgang mit ihrer diesbezüglichen Artikulationsfähigkeit zu stärken.

Man sollte dieses Spiel damit beginnen, mit den Kindern darüber zu sprechen, wie wichtig es ist, die eigenen Gefühle auf konstruktive Weise auszudrücken und die Gefühle anderer Menschen zu verstehen. Das Ausdrücken und Anerkennen von Gefühlen ist ein wichtiges Instrument zur Lösung von Konflikten und der Versuch, die Gefühle eines anderen Menschen zu verstehen, kann zur Deeskalation von Konflikten beitragen, denn wenn jemand nicht mit Worten sagt, was er fühlt, versuchen andere es oft zu erraten, was er fühlt, indem man seinen Gesichtsausdruck oder seine Körpersprache interpretiert. Das kann man mit dieser Emotions-Scharade erlernen bzw. üben, wobei vor allem die Erfahrung der Missinterpretation sehr lehrreich sein kann.

Auf Karteikärtchen werden positive und negative Gefühle geschrieben, wie Begeisterung, Freude, Dankbarkeit, Freiheit, Hoffnung, Liebe, Interesse, Ausgeglichenheit, Angst, Trauer, Ablehnung, Ekel, Wut, Enttäuschung, Verzweiflung. Ein Kind zieht jeweils eine Emotion und muss diese pantomimisch darstellen, wobei ein zweiter Spieler sie erraten muss. Bei den negativen Gefühlen sollte man die Kinder nur darstellen und raten lassen, bei den positiven Gefühlen hingegen sollte man nachfragen, was man denn machen könnte, um genau dieses Gefühl zu erleben, oder auch zu fragen, was man gemeinsam dafür tun kann, um dieses positive Gefühl zu erreichen und zu verstärken. So wird das positive Gefühl nicht nur darstellerisch erlebt, sondern es wird auch deutlich gemacht, in welchem Zusammenhang solche positiven Gefühle entstehen und wie man diese aktiv fördern kann.



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Hausaufgaben ohne Elternhilfe bewältigen



Hausaufgaben dienen dazu, dass SchülerInnen Gelerntes wiederholen und festigen können, um es dann selbst anzuwenden, doch nach einer Umfrage helfen etwa zwei Drittel der Eltern bei den Hausaufgaben nach, wodurch sich viele stark belastet fühlen. Dabei sind ständige Kontrolle und Unterstützung durch die Eltern nicht förderlich, denn Kinder verlieren bei zu starkem Eingriff der Eltern sogar die Motivation und bauen Ängste auf. LehrerInnen können im Unterricht nur dann auf Schwachstellen eingehen, wenn sie sie sehen können. SchülerInnen müssten daher den Mut aufbringen, Pro­bleme im Unterricht aktiv anzusprechen, denn es hilft wenig, wenn die Eltern ihnen die Auseinandersetzung zu Hause abnehmen. Siehe dazu

Soll man seinen Kindern bei Hausaufgaben helfen?



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Elterliches Vorlesen



Jimenez et al. (2019) haben Mütter dazu befragt, wie oft sie ihren 1- bis 3-jährigen Kindern aus Büchern vorlesen. Nach zwei Jahren wurde erhoben, wie oft sich Mütter verbal oder physisch aggressiv gegen ihre Kinder verhalten hatten. Dabei zeigte sich, dass Mütter, die ihren Kindern im ersten Lebensjahr regelmäßig vorgelesen hatten, später einen wesentlich lockereren und auch liebevolleren Umgang mit ihren Kindern pflegten. Auch Müttern die ihren Dreijährigen aus Bücher vorgelesen hatten, waren zwei Jahre später ebenfalls gelassener. Auch waren die Vorlese-Kinder seltener hyperaktiv oder aggressiver, was es Eltern natürlich leichter macht, mit den Kindern entspannter umzugehen. Allerdings lässt sich daraus keine Kausalität ableiten, wie bei solchen korrelativen Studien üblich, allerdings gemeinsam in ein Buch einzutauchen, blendet für einige Zeit den Alltag aus, sodass alleine die körperliche Nähe beim Lesen die Bindung von Eltern und Kindern stärken kann. Studien haben auch gezeigt, dass das gemeinsame Lesen für die kognitiven Kompetenzen der Kinder äußerst förderlich ist, denn Vorlese-Kinder lernen im Durchschnitt schneller lesen und besitzen einen im Vergleich zu anderen Kindern größeren Wortschatz, doch auch für die Konzentrationsfähigkeit sowie die Emotionskontrolle ist das Vorlesen förderlich.

Literatur

Jimenez, Manuel E., Mendelsohn, Alan L., Lin, Yong, Shelton, Patricia & Reichman, Nancy (2019). Early Shared Reading Is Associated with Less Harsh Parenting. Journal of Developmental & Behavioral Pediatrics, 10.1097/DBP.0000000000000687.



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