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Wirksame Mobbingintervention erfordert eine entschlossene Konfrontation der Täterinnen und Täter

Mobbing an Schulen ist kein vorübergehendes Phänomen unreifen Sozialverhaltens, sondern eine dynamische Form von psychischer und physischer Gewalt, die durch ein extremes Machtasymmetrieverhältnis gekennzeichnet ist. Während in den vergangenen Jahrzehnten die pädagogische Debatte stark von präventiven, mediativen und opferzentrierten Ansätzen dominiert wurde, zeigt die Praxis im Schulalltag oft schmerzhafte Grenzen dieser Methoden auf. Wenn Lehrkräfte und Eltern versuchen, Mobbingprozesse ausschließlich durch harmonisierende Konfliktgespräche oder Appelle an das Mitgefühl der Täter zu lösen, verkennen sie die Kernstruktur des Problems: Mobbing basiert auf dem bewussten und strategischen Missbrauch von Macht zur Erlangung… Weiterlesen »Wirksame Mobbingintervention erfordert eine entschlossene Konfrontation der Täterinnen und Täter

Wie die Gefühle von Lehrerinnen und Lehrern den schulischen Erfolg steuern

Eine Untersuchung von Pfeifer et al. (2026) belegt eindrücklich, dass Lehren nicht bloß eine intellektuelle, sondern in hohem Maße eine emotionale Tätigkeit ist, bei der die Gefühle von Lehrkräften einen fundamentalen Einfluss auf die Lernmotivation, die Unterrichtsqualität und letztlich den gesamten Lernerfolg von Schülern und Schülerinnen ausüben. Im Rahmen der internationalen „Global Teaching InSights“-Studie wurden Daten von 679 Mathematiklehrkräften und über 17.500 etwa 15-jährigen Lernenden aus acht kulturell, ökonomisch und sprachlich völlig unterschiedlichen Ländern – namentlich Chile, China, Kolumbien, Deutschland, Japan, Mexiko, Spanien und Großbritannien – analysiert, um die Dynamiken… Weiterlesen »Wie die Gefühle von Lehrerinnen und Lehrern den schulischen Erfolg steuern

Prävention und Resilienz im Schulalltag verankern

Zunehmende Spannungen im Schulalltag fordern uns heraus, pädagogisch neue Wege zu gehen. Statt Krisen erst im Nachhinein zu managen, sollten wir den Fokus auf eine vorausschauende Pädagogik legen. Aggressives Verhalten spiegelt oft den Druck wider, unter dem Jugendliche stehen – ob durch familiäre Belastungen, soziale Ungleichheit oder digitale Reizüberflutung. Fehlen zu Hause stabile Bezugspersonen, entladen sich Ohnmachtsgefühle im Klassenzimmer. Auch Schulstrukturen selbst können Druck erzeugen – etwa durch öffentliche Leistungskontrollen oder ungeschickte Hilfsangebote, die als beschämend empfunden werden. Eine zukunftsfähige Strategie stärkt daher die Resilienz und Selbstregulation der Schüler. Schon… Weiterlesen »Prävention und Resilienz im Schulalltag verankern

Wandel der Erziehungsstile führt oft zu generationsübergreifenden Konflikten

Der Paradigmenwechsel in der Kindererziehung In der modernen Erziehung vollzieht sich ein grundlegender Wandel weg von historisch tief verwurzelten, autoritären Strukturen hin zu einem bindungs- und bedürfnisorientierten Ansatz. Im Zentrum dieser zeitgemäßen Herangehensweise steht die Überzeugung, dass Kinder eine enge, verlässliche und von emotionaler Wärme geprägte Beziehung zu ihren Bezugspersonen benötigen. Erziehung wird nicht mehr als Kontrolle von oben herab verstanden, sondern als Interaktion auf Augenhöhe, die auf Empathie, Respekt und offener Kommunikation basiert. Besonders im Säuglings- und Kleinkindalter äußert sich dies durch prompte Reaktionen auf die Signale des Kindes… Weiterlesen »Wandel der Erziehungsstile führt oft zu generationsübergreifenden Konflikten

Die Rolle des Vaters für die Entwicklung eines Kindes

Die Rolle des Vaters für die Entwicklung ihrer Kinder ist unbestritten und wandelt sich mit dem Alter des Kindes, d. h., Väter übernehmen mehrere Rollen. Anfangs sollen sie vor allem die Mutter entlasten, später geht es mehr darum, dem Kind zu helfen, die Regeln des sozialen Zusammenlebens zu lernen, also dem Kind etwa zu vermitteln, zu warten, zu teilen, seine Impulse zu kontrollieren. Während der Schwangerschaft einer Frau verändern sich nicht nur ihr Körper und Gehirn, sondern auch das Gehirn des werdenden Vaters erfährt Anpassungen. Bei Männern sinkt der Testosteronspiegel,… Weiterlesen »Die Rolle des Vaters für die Entwicklung eines Kindes

Vom Einser-Schüler zum Mittelfeld: Wie Eltern den „Notenknick“ beim Gymnasialstart psychologisch richtig begleiten

Der Wechsel von der Grundschule auf das Gymnasium ist für Kinder eine der größten biografischen Umstellungen ihrer frühen Schullaufbahn. Wenn ein Kind, das bisher mühelos nur Bestnoten nach Hause gebracht hat, plötzlich mit Vierern oder Fünfern konfrontiert wird, löst das oft bei der ganzen Familie Krisenstimmung aus. Aus psychologischer Sicht ist dieser Leistungseinbruch – der sogenannte „Notenknick“ – jedoch kein Zeichen von plötzlichem Staatsversagen oder mangelnder Intelligenz. Er ist das Resultat einer massiven Systemumstellung. Wie Sie als Eltern reagieren, entscheidet maßgeblich darüber, ob Ihr Kind an dieser Phase wächst oder… Weiterlesen »Vom Einser-Schüler zum Mittelfeld: Wie Eltern den „Notenknick“ beim Gymnasialstart psychologisch richtig begleiten

Überfürsorge: Zwischen Schutz und Entwicklungsblockade

Eine Erziehung, die von permanenter Überwachung, extremer Fürsorglichkeit und einem übersteigerten Beschützerinstinkt geprägt ist, birgt trotz guter Absichten erhebliche Risiken für die kindliche Entwicklung. Zwar resultiert dieses Verhalten oft daraus, dass Kinder heute einen höheren Stellenwert innerhalb der Familie genießen und als gleichberechtigte Mitglieder wahrgenommen werden, jedoch führt die ständige elterliche Präsenz im Alltag zu neuen Problemen. Ein zentrales Defizit liegt in der Überforderung des Kindes durch zu viel Mitspracherecht, denn werden Heranwachsende in weitreichende Entscheidungen eingebunden, deren Tragweite sie noch gar nicht überblicken können, besteht das Risiko einer unzulässigen… Weiterlesen »Überfürsorge: Zwischen Schutz und Entwicklungsblockade

Lesehäufigkeit und Lesefreude von Kindern

Von Volksschülern der zweiten Klasse werden die Lesefreude und die Lesehäufigkeit im Zusammenhang auf unterschiedliche äußere Einflüsse untersucht. Ins besonders werden das geschlechtsspezifische Leseverhalten, der Einfluss der Freunde, die Sprache und der Einfluss eines Bibliotheksbesuchs auf das Lese(freizeit)verhalten erläutert.

Wie Eltern kindliche Konflikte nachhaltig lösen können

Wenn Kinder sich lautstark um ein und dasselbe Spielzeug streiten, liegt die Vermutung nahe, dass es ihnen ausschließlich um diesen speziellen Gegenstand geht. In der Realität verbirgt sich hinter solchen Konflikten jedoch meist ein ganz anderes, unausgesprochenes Bedürfnis, wie beispielsweise der schlichte Wunsch, in das Spiel der anderen integriert zu werden. Ein schneller, oberflächlicher Kompromiss, bei dem das Spielzeug einfach aufgeteilt oder abwechselnd genutzt wird, kratzt daher oft nur an der Oberfläche und löst die zugrundeliegende Unzufriedenheit nicht dauerhaft. Um solche Situationen im Alltag nachhaltig und entspannt zu klären, ist… Weiterlesen »Wie Eltern kindliche Konflikte nachhaltig lösen können

Lernen neu gedacht: Wie Active Recall und Spaced Repetition die Prüfungsvorbereitung revolutionieren

Viele Lernende investieren Stunden in das Lesen von Skripten, das Markieren wichtiger Textstellen oder das Zusammenfassen von Inhalten – und haben dennoch das Gefühl, dass am Ende nur wenig wirklich hängen bleibt. Das Problem liegt dabei oft nicht an mangelnder Motivation oder zu wenig Lernzeit, sondern an der gewählten Lernstrategie. Klassische Methoden vermitteln zwar das Gefühl von Produktivität, führen jedoch häufig zu einer trügerischen Vertrautheit mit dem Stoff. Man erkennt Inhalte wieder, kann sie aber in der Prüfungssituation nicht eigenständig abrufen. Genau hier setzen moderne lernpsychologische Ansätze wie Active Recall… Weiterlesen »Lernen neu gedacht: Wie Active Recall und Spaced Repetition die Prüfungsvorbereitung revolutionieren

Kreative Freiheit statt Bastelzwang: Wie offene Einladungen die Phantasie eines Kindes wecken

Offene Einladungen zum Basteln, Malen oder kreativen Gestalten – im Englischen oft als „Invitations to Create“ bezeichnet – sind eine wunderbare und wunderbar entspannte Methode, um die natürliche Neugier und Phantasie von Kindern zu wecken. Im Gegensatz zu klassischen Bastelsets, bei denen am Ende ein perfekt vorgegebenes Ergebnis stehen soll, geht es hierbei ausschließlich um den Prozess des Gestaltens, das Ausprobieren von Materialien und das sensorische Erleben. Als Eltern bereitet man dafür einen Platz so vor, dass die Materialien für das Kind einladend, ästhetisch und gut erreichbar präsentiert werden, hält… Weiterlesen »Kreative Freiheit statt Bastelzwang: Wie offene Einladungen die Phantasie eines Kindes wecken

Die Illusion der Betriebsamkeit: Warum Beschäftigung im Klassenzimmer noch kein Lernen ist

Der Klassenraum ist angenehm ruhig. Alle Kinder sitzen an ihren Plätzen, die Stifte kratzen über das Papier, Arbeitsblätter werden ausgefüllt, und auf den ersten Blick herrscht eine Atmosphäre konzentrierter Produktivität. Für Lehrkräfte ist das oft ein Moment des Durchatmens – ein vermeintliches Zeichen dafür, dass der Unterricht läuft. Doch genau in diese friedliche Szenerie mischt sich nicht selten ein ungutes Bauchgefühl: Arbeiten die Kinder gerade nur, oder lernen sie auch? Findet hinter all den ausgefüllten Lücken und bunt ausgemalten Arbeitsblättern wirklich ein tieferes Verständnis statt, oder wird hier lediglich Zeit… Weiterlesen »Die Illusion der Betriebsamkeit: Warum Beschäftigung im Klassenzimmer noch kein Lernen ist