Zum Inhalt springen

Lernorganisation

Wie sich flexible Schulanfangszeiten auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Jugendlichen auswirken

Eine Studie von Albrecht et al. (2026) befasste sich mit den Auswirkungen eines flexiblen Unterrichtsbeginns auf Schülerinnen und Schüler der Oberstufe in einem Kanton der Schweiz. Im Rahmen eines Schulversuchs wurde das traditionelle starre Zeitmodell durch ein flexibles System ersetzt, bei dem die erste Unterrichtsstunde freiwillig ist und der obligatorische Teil erst um 8:30 Uhr beginnt. Die Ergebnisse dieser longitudinalen Studie verdeutlichen, dass ein späterer Schulstart ein wirksames Mittel gegen den chronischen Schlafmangel bei Jugendlichen darstellt. Da die Probanden – im Durchschnitt 14 Jahre alt – trotz des späteren Aufstehens… Weiterlesen »Wie sich flexible Schulanfangszeiten auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Jugendlichen auswirken

Simulation, Selbstregulation und Leistungsentwicklung durch Mock-Prüfungen

Mock-Prüfungen, auch als Probe- oder Übungsprüfungen bezeichnet, sind simulierte Prüfungssituationen, die darauf abzielen, reale Leistungsüberprüfungen möglichst authentisch nachzustellen. In der Lernpsychologie werden sie als spezifische Form des formativen Assessments verstanden, bei der nicht primär die Selektion, sondern die Förderung von Lernprozessen im Vordergrund steht. Charakteristisch ist die Simulation zentraler Bedingungen der Zielprüfung, insbesondere hinsichtlich Zeitvorgaben, Aufgabentypen, Anforderungsniveau und situativem Druck. Durch diese realitätsnahe Gestaltung wird eine ökologische Validität erzeugt, die Lernenden ermöglicht, nicht nur ihr Fachwissen, sondern auch prüfungsbezogene Selbstregulationsprozesse zu erproben. Mock-Prüfungen bilden damit eine Brücke zwischen Lern- und… Weiterlesen »Simulation, Selbstregulation und Leistungsentwicklung durch Mock-Prüfungen

Lernen neu gedacht – Strategische Methoden und KI als Schlüssel zum Bildungserfolg

Lernen sollte im digitalen Zeitalter nicht länger als bloße Willensanstrengung missverstanden werden, sondern als ein systematischer Prozess, der auf klaren biologischen und technischen Prinzipien beruht. Ein zentrales Hindernis für den Lernerfolg ist Stress: Wenn das Gehirn unter dem Einfluss von Kortisol steht, wird der präfrontale Kortex blockiert, was die Aufnahme von Informationen faktisch unmöglich macht. Hier hilft der sogenannte „Gehirn-TÜV“ in Form von Box-Breathing, einer Atemtechnik der Navy Seals, die das Nervensystem innerhalb weniger Minuten beruhigt und das Arbeitsgedächtnis wieder empfänglich macht. Ist die biologische Basis geschaffen, entscheidet die richtige… Weiterlesen »Lernen neu gedacht – Strategische Methoden und KI als Schlüssel zum Bildungserfolg

Interleaving und Blocked Practice: Kontrastierende Lernmethoden im Kontext kognitiver Lernforschung

Die Lernmethoden Interleaving, also verteiltes oder verschachteltes Lernen, und Blocked Practice, also blockweises Üben, gehören zu den zentralen Strategien der kognitiven Lernpsychologie und werden vor allem im Kontext der Optimierung von Lernprozessen, Gedächtnisbildung und Fertigkeitserwerb untersucht. Während beide Ansätze auf die Wiederholung von Lerninhalten abzielen, unterscheiden sie sich grundlegend in der Strukturierung des Lernmaterials und den damit verbundenen kognitiven Prozessen. Beim Blocked Practice werden Aufgaben oder Lerninhalte in homogenen Blöcken geübt, das heißt, ein bestimmtes Thema, eine Fertigkeit oder eine Aufgabenkategorie wird vollständig abgeschlossen, bevor zum nächsten übergegangen wird. Diese… Weiterlesen »Interleaving und Blocked Practice: Kontrastierende Lernmethoden im Kontext kognitiver Lernforschung