Zum Thema ‘Populärwissenschaftliches’

Die Rolle des Vaters für die Entwicklung eines Kindes



Die Rolle des Vaters für die Entwicklung ihrer Kinder ist unbestritten und wandelt sich mit dem Alter des Kindes, d. h., Väter übernehmen mehrere Rollen. Anfangs sollen sie vor allem die Mutter entlasten, später geht es mehr darum, dem Kind zu helfen, die Regeln des sozialen Zusammenlebens zu lernen, also dem Kind etwa zu vermitteln, zu warten, zu teilen, seine Impulse zu kontrollieren.
Manche Männer entwickeln auch Angst vor dem Vaterwerden, weil sich vor allem junge Männer nicht fest binden wollen und den Verlust ihrer Autonomie und Freiheit fürchten, andererseits weil sie sich Sorgen machen, ihrer Vaterrolle nicht gerecht werden zu können. Hier gilt es den Männern Mut zu machen und ihr Selbstbewusstsein zu stärken.
Vatergefühle entwickeln sich bei den meisten Männern erst während der Schwangerschaft, manchmal erst nach der Geburt, wobei das auch davon abhängt, ob ihn die Mutter dabei unterstützt. Wenn eine Mutter dem Vater das Gefühl gibt, dass er nur stört und alles falsch macht, vertreibt sie ihn eher aus seiner Vaterrolle, d. h., Männer sind letztlich darauf angewiesen, dass die Mütter ihnen erlauben, Vater zu sein.
Vor allem in den ersten zwei Lebensjahren des Kindes sollten Väter durchaus aus mütterliche Seiten zeigen, also geduldig, zärtlich, verständnisvoll und voll Einfühlungsvermögen sein. Etwa ab dem dritten Lebensjahr sollten Väter ihre Kinder dabei unterstützen, die Welt kennenzulernen, ihnen also helfen,  die Welt zu erobern, also die eher klassische männliche Rolle von Vätern ins Spiel bringen
Probleme für Kinder entstehen übrigens weniger dadurch, dass ein Vater fehlt oder abwesend ist, sondern wenn das Ansehen des Vaters etwa durch die Mutter beschädigt wird. Vor allem Patchwork-Väter brauchen Fingerspitzengefühl und sollten vor allem nicht mit Wucht in die neue Familie eindringen und vorschnell Vertrauen einfordern, sondern allen Beteiligten Zeit lassen, damit Vertrauen wachsen kann. Wichtig ist außerdem, dass sie sich gegenüber dem leiblichen Vater respektvoll verhalten.

Quelle: Joachim Bauer in einem Interview mit den OÖN vom 31. März 2017



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Fünfer im Semesterzeugnis: Was tun?



Andreas Girzikovsky, Leiter der Schulpsychologie am Landesschulrat Oberösterreich sagt, dass ein Fünfer im Semesterzeugnis kein Drama ist: „Man sollte einen Fünfer in der Schulnachricht als das nehmen, was er ist: Eine Rückmeldung, dass man nach derzeitigem Stand das Jahresziel nicht erreichen würde. Ein Fünfer ist kein Drama.“ Dabei sind Schimpfen oder Strafen die falschen Reaktionen, denn ein Fünfer löst beim Schüler ohnehin ein schlechtes Gefühl aus. Man sollte die negative Note zwar ernst zu nehmen, aber die Gründe sachlich zanalysieren und dann gemeinsam Strategien überlegen, was besser gemacht werden kann. Dazu ist es hilfreich, den Lehrer oder andere Außenstehende zu kontaktieren, denn oft hilft der Blick von außen, um ein System zu ändern. Wenig hilfreich ist es, in den Ferien zusätzliche Lernstunden einzuplanen, denn dadurch fühlt sich das Kind benachteiligt und versetzt sich in eine Opferrolle. Die Ferienwoche sollten alle Schüler zum Durchschnaufen verwenden, egal wie das Zeugnis ausfiel, denn Pausen sind wichtig, um Energie zu tanken und auf andere Gedanken zu kommen. Danach geht es neu motiviert weiter.

Quelle: OÖN vom 18. Februar 2017



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Zwischenzeugnisse und Lernentwicklungsgespräch



Zwischenzeugnisse liefern eine Bilanz zur Hälfte des Schuljahres und sollen darüber informieren, wie sich eine Schülerin oder ein Schüler im Unterricht entwickelt hat und welcher Leistungsstand inzwischen erreicht ist. Dann ist bis zum Ende des Schuljahres Zeit, die Leistungen zu optimieren, wobei es wichtig ist, rechtzeitig auf einen Leistungsabfall zu reagieren und die Ursachen dafür zu finden. Eltern sollten zunächst schauen, wie es um die Leistungsfähigkeit ihres Kindes steht und wie sich die Noten auf die weitere Schullaufbahn oder den Berufswunsch auswirken könnten. Als alternative Möglichkeit zu einem Zwischenzeugnis bietet sich übrigens ein dokumentiertes Lernentwicklungsgespräch an, denn wichtig ist es, die Leistungen der Kinder als Prozess anzuerkennen. Da hinter jedem guten Zeugnis immer auch eine hohe Leistungsbereitschaft steckt, sollten Eltern dafür ihre Tochter oder ihren Sohn loben, und fallen die Noten nicht so gut aus, sollte dies als Hinweis gewertet werden, dass Probleme anstehen und gemeinsam nach möglichen Lösungen gesucht werden muss. Ein Halbjahreszeugnis bietet auch immer eine große Chance für einen Neuanfang, sodass Eltern in einem offenen und vertrauensvollen Gespräch ihre ernsthaftes Verständnis für die Nöte und Sorgen ihrer Kinder und Jugendlichen in einer entspannten Atmosphäre zeigen sollten.
Damit Maßnahmen wirksam greifen können, müssen deshalb zunächst die Ursachen der aufgetretenen Schwierigkeiten analysiert werden, wobei Ursachenforschung nach Ansicht von Experten dabei immer in der Partnerschaft von Eltern-Lehrer-Schüler betrieben werden sollte. Vielfach denken Eltern bei schulischen Schwierigkeiten schnell an Nachhilfe, doch Nachhilfe kann zwar als eine Maßnahme bei Leistungsschwierigkeiten in einem einzelnen Unterrichtsfach durchaus sinnvoll sein, sollte jedoch immer zeitlich begrenzt werden. Oft liegt die Ursache für schulische Probleme auch darin, dass Schülerinnen und Schüler zuerst das richtige Lernen lernen müssen, wobei Schulpsychologen und qualifizierte Beratungslehrer helfen können.

Quelle
http://www.schulamt-dillingen.de/index.php/presse/2014 (15-11-21)



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