Universität

Bedingungsfaktoren des Studienabbruchs

Bisherige Studien haben folgende Bereiche, die für den Studienabbruch ausschlaggebend waren, untersucht: psychologische und soziodemografische Eigenschaften bzw. Rahmenbedingungen der Studierenden sowie institutionelle Merkmale. Ein Vergleich von erfolgreich Studierenden mit Studienabbrechern hat gezeigt, dass die Studienabbrecher einerseits schwächere Schulleistungen zeigten, andererseits auch die Selbsteinschätzung der eigenen Schulleistung ausschlaggebend war. Studienabbrecher schätzen ihre eigene Leistung im Vergleich zu den erfolgreich Studierenden deutlich schlechter ein. Weiters hat die Motivation des Studierenden einen großen Einfluss auf den Studienerfolg. Studienabbrecher sind zumeist extrinsisch motiviert. Bei den soziodemografischen Merkmalen wurde festgestellt, dass mit zunehmendem Alter bei… Weiterlesen »Bedingungsfaktoren des Studienabbruchs

Machen die Universitäten krank?

Nach Mühlfelder leiden etwa zwanzig Prozent der Studierenden unter psychischen oder Verhaltensstörungen, wobei die Situation der Lehrenden auch kaum günstiger ist. Die meisten Universitäten und Hochschulen verstoßen seiner Meinung nach konsequent gegen Prinzipien der Arbeits- und Gesundheitspsychologie, wobei Mühlfelder konkrete Empfehlungen für Studierende, Lehrende und Verwaltende nennt, die aus der Sicht der Arbeitspsychologie für eine lernförderliche Gestaltung des Hochschullebens notwendig sind: Ganzheitlichkeit der Lernaufgaben: Vollständige Lernaufgaben mit planenden, ausführenden und kontrollierenden Elementen. Studierende erkennen die Bedeutung und den Stellenwert ihrer Lernaktivitäten. Studierende erhalten Rückmeldung über den eigenen Lernfortschritt aus der… Weiterlesen »Machen die Universitäten krank?

Evaluation von Hochschullehre und Feedback

HochschullehrerInnen orientieren sich heute deutlich stärker als frühere Generationen an Bedürfnissen der Studierenden, wobei sich Lehrende vor allem dann in qualifizierter Lehre engagieren, wenn sie einen wertschätzenden Umgang bei den Studierenden vermuten. In einer Untersuchung von Kluge & Schüler (2013) beurteilten Studierende die Lehre in standardisierten Evaluationsbögen, wobei zusätzlich festgehalten wurde, wie diese Urteile auf die Lehrenden wirken. Dabei zeigte sich, dass negatives Feedback nicht zu einer erhöhten Anstrengungsbereitschaft führt, vielmehr gab es jede Form von Beziehung zwischen Beurteilung und Konsequenzen: Jemand mit negativem Feedback strengt sich weniger an, jemand… Weiterlesen »Evaluation von Hochschullehre und Feedback

„Lehrerbildung neu“ in Österreich

Eine ExpertInnengruppe unter der Leitung von Peter Härtel hat einen detaillierten Endbericht zu den im Dezember 2009 präsentierten Empfehlungen über Vorschläge für eine Neugestaltung der Aus-, Fort- und Weiterbildung aller pädagogischen Berufe vorgelegt. Alle LehrerInnen sollen künftig an einer tertiären universitären Einrichtung ausgebildet werden, also auch jene im Elementarbereich der Null- bis Zwölfjährigen. Gerade Pädagoge für junge Kinder zu sein ist mindestens so anspruchsvoll wie bei Älteren, wobei Kinder im Kindergartenalter nie dieselbe Konzentriertheit wie Ältere liefern, zudem kann eine verletzende Erziehung im frühen Alter die größten Schäden anrichten. Auch… Weiterlesen »„Lehrerbildung neu“ in Österreich

Bildung braucht Persönlichkeit

Die an den Universitäten betriebene Didaktik und Pädagogik ist nach Gerhard Roth für die Schulpraxis in großem Maße irrelevant, da die Hochschul-Didaktiker die von Psychologen und Neurobiologen gewonnenen Einsichten nicht akzeptieren oder sogar vehement ablehnen. Seiner Meinung nach vergessen Lehrer das an der Universität Gelernte rasch und wursteln sich mit Versuch und Irrtum durch ihr Berufsleben. Das deutsche Schulsystem und vermutlich das ähnlich aufgebaute österreichische besitzt letztlich einen Wirkungsgrad, der gegen Null strebt. Intelligenz, Motivation und Fleiß sind die drei Säulen, auf denen der Lernerfolg beruht, wobei Bildung dabei mehr… Weiterlesen »Bildung braucht Persönlichkeit

Werden Lehramtskandidaten unterschätzt?

Viele sind der Meinung, dass Studenten die sich für ein Lehramt entscheiden nicht die nötigen Fähigkeiten und Merkmale mitbringen und daher nicht geeignet sind für diesen Beruf. Der folgende Bericht ist über eine Studie, die sich damit beschäftigt ob es negative Selektionseffekte bei kognitiven und psychosozialen Eingangsvoraussetzungen zukünftiger Lehramtsstudenten gibt. Das Resultat der Studie ist, dass dies nicht zutrifft.

Körperkompetenzen und Interaktion

Julia Košinár, eine seit vielen Jahren im Aus- und Fortbildungsbereich tätige Körperpädagogin, befasst sich in ihrem neuen Buch mit dem individuellen, authentischen Körperverhalten in pädagogischen Kontexten, um in diesen als Lehrender die Interaktion und Kommunikation gelingend gestalten zu können. Als ausgebildete Schauspielerin war sie zwischen Studium und Promotion in der Erwachsenenbildung im künstlerisch-kulturellen Bereich und als Lehrbeauftragte tätig, was ihrer Perspektive auf Körperkompetenzen einen interessanten aktionalen Zusatzaspekt verleiht. Zurzeit ist Julia Košinár als Lektorin am Fachbereich Erziehungswissenschaften an der Universität Bremen in der Lehrerausbildung tätig, arbeitet zusätzlich freiberuflich als Lehrbeauftragte… Weiterlesen »Körperkompetenzen und Interaktion