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Mediensozialisationsforschung

Ingrid Paus-Hasebrink & Michelle Bichler haben sich in ihrem Buch „Mediensozialisationsforschung – Theoretische Fundierung und Fallbeispiel sozial benachteiligte Kinder die Aufgabe gestellt, die mit dem medialen Wandel einhergehenden sozialisatorischen Veränderungen speziell für Kinder in sozial schwächeren bzw. anregungsärmeren Milieus zu beschreiben und Veränderungen für den Prozess der Sozialisation aufzuzeigen. Dabei geht es in der Untersuchung vor allem darum, das Verhältnis der Medien zu anderen Sozialisationsagenten (vorrangig der Familie) ins Visier zu nehmen und zu eruieren, welche Bedeutung Medien bei der Identitätskonstruktion, dem Aufbau von Wissen und in der Wertevermittlung zukommt.… Weiterlesen »Mediensozialisationsforschung

Unterrichtsmaterialien zum Thema Web 2.0

Mit den Begriffen „Web 2.0“ bzw. „Mitmach-Internet“ wird seit einigen Jahren die aktive und gemeinschaftliche Nutzung des Internet betont. Saferinternet.at, eine österreichweite Initiative, die InternetnutzerInnen bei der sicheren Verwendung des Internets unterstützt, hat eine Broschüre mit praxisnahen Unterrichtsmaterialien zum Thema „Web 2.0 – Das Mitmach-Internet sicher und verantwortungsvoll nutzen“ erstellt. Grundlage dafür ist ein von der Telekom Austria TA AG und dem bm:ukk angeregtes Pilotprojekt „Web 2.0 Klasse“. Web 2.0 Anwendungen wie z.B. Blogs (öffentliche Tagebücher im Internet) und Wikis (Websites, die nicht nur gelesen, sondern auch gemeinsam bearbeitet werden… Weiterlesen »Unterrichtsmaterialien zum Thema Web 2.0

Jugendliche und Spiele-Sucht

Nach der Medienkonvergenz-Monitoring-Studie der Universität Leipzig passen viele Jugendlichen nicht in das Klischee des süchtigen “Dauer Zockers”, vielmehr reflektieren die Jugendlichen ihr Medienverhalten und betrachten den Suchtfaktor von Online-Spielen durchaus kritisch. Da eine Eigenschaft moderner Online Spiele das Spiel rund um die Uhr ist, muss man, will man ein erfolgreicher Spieler sein, sehr viel und sehr lange am Tag spielen. Soziale Bindungen spielen dabei eine große Rolle, denn die meisten Jugendlichen organisieren sich in virtuellen Clans oder Gilden. Hier ergänzen soziale Verpflichtungen, wie regelmäßige Treffen oder gemeinsame Spiele und Aufgaben,… Weiterlesen »Jugendliche und Spiele-Sucht

E-Learning stärkt das informelle Lernen

Ausschnitte aus einem Interview mit Walter F. Kugemann, Institut für Lern-Innovation (FIM) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Die demographische Perspektive hat gezeigt, dass man sich beim Lernen nicht auf eine bestimmte Altersgruppe beschränken sollte. Man darf sich nicht an Bildungsinstitutionen orientieren, sondern an den Menschen. Deshalb muss man Lernkompetenz auf die ganze Lebensspanne ausdehnen. Wir beobachten zwei gegenläufige Prozesse: Zum einen blicken wir heute auf ein längeres, aktives Leben, zum anderen verkürzen sich die Wissenszyklen. Früher lernte eine Gesellschaft von einer Generation zu anderen. Jetzt hat die Forderung nach lebenslangem Lernen… Weiterlesen »E-Learning stärkt das informelle Lernen

Behandlungskonzept für Rechenschwäche

Rechenschwäche bei Vor- und Grundschul-Kindern: ein neues erfolgreiches Behandlungskonzept So unterschiedlich die Ursachen einer Rechenschwäche sind, so differenziert muss das Unterrichts- und Therapiekonzept sein. Dr. Hendrik Simon (Universität Köln) hat ein solches entwickelt und über mehrere Jahre erprobt. Er repetiert mit den leistungsschwachen Kindern nicht den obligaten Stoff, sondern verbessert ihre Ressourcen. Das Konzept und dessen Anwendung beschreibt Simon in seinem Paperback „Interventionen bei Störungen des Erwerbs arithmetischer Konzepte“.  Eine wichtige Rolle spielen für den Pädagogen u.a. Lernhilfsspiele. Sie eignen sich v.a. zur Motivation: „Kinder lassen sich besonders gut mit… Weiterlesen »Behandlungskonzept für Rechenschwäche

Psychologie des Schuleschwänzens

Ein Schulschwänzer wird definiert als einer, der in den letzten sechs Monaten mehr als fünfmal einen halben Tag geschwänzt hat. In einer Schweizer Untersuchung bei 194 massiven Schwänzern ergaben sich drei Gruppen von SchulschwänzerInnen: 12,8 Prozent gehören zum „unterforderten Typ“. Das sind eher problemlose Schüler, die sich langweilen. 50,5 Prozent gehören zum „Risiko-Typ“. Sie stammen aus Schulformen mit niedrigen Anforderungen, haben schlechte Mathematiknoten, haben häufig Klassen wiederholt, zeigen die höchste Delinquenzbereitschaft und haben ein Problem mit den Lehrern. 36,6 Prozent gehören zum „labilen Typ“. Sie sind ziemlich durchschnittlich, ja normal.… Weiterlesen »Psychologie des Schuleschwänzens

E-Learning und technischer Aufwand

Lernpsychologisch betrachtet ist zu viel technischer Aufwand bei E-Learning-Angeboten ungünstig für das Lernen, da er eher ablenkt und das Arbeitsgedächtnis blockiert. Bei der Entwicklungen von Lernumgebungen sind hier häufig Mediendesigner und Technikfreaks am Werk, die versuchen, die neuesten technischen Errungenschaften einzubauen. Da werden Animationen eingebaut, es blinkt, es wird bunt und Worte fliegen auf dem Bildschirm herum – angeblich, um das spannend und unterhaltsam zu machen. Dazu Wolfgang Schnotz (Universität Konstanz): [Lernplattformen] „sind keine Wunderwerke. Man sollte nicht meinen, (…), dass man den Lernenden einfach viel Freiheit und ein großes… Weiterlesen »E-Learning und technischer Aufwand

Lernfelder – Lernen für die Praxis

Das Lernfeldkonzept wurde in den gewerblichen und kaufmännischen Bereichen der beruflichen Bildung entwickelt. Das Grundprinzip der Lernfeldorientierung besteht darin, den Unterrricht an den Arbeitsprozessen eines konkreten Berufes zu orientieren. Das berufliche Handeln soll also der Ausgangspunkt für das Lernen in der Ausbildung sein. Während Unterrichtsfächer sich üblicherweise an den Fachwissenschaften orientieren, kommen Lernfelder zustande, indem ein Berufsfeld meist auf Grund empirische Untersuchungen analysiert wird. Fachwissen bleibt sehr häufig träge , d.h. es gelingt den Lernenden oft nicht, das vermittelte und in Prüfungen nachgewiesene Wissen in die berufliche Praxis zu übertragen..Daher… Weiterlesen »Lernfelder – Lernen für die Praxis

Geschlecht lernen – Gendersensible Didaktik und Pädagogik

Von frühester Kindheit an werden bestimmte Werte, Muster und Vorbilder vermittelt. Lehrende und Lernende nehmen dabei – oft auch unbewusst – Klischees und Stereotypen an, die zu einer Verfestigung von diskriminierenden Geschlechterrollen beitragen. Interessenzuschreibungen sowie Berufs- und Studienwahl sind bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach wie vor geschlechtsspezifisch sehr unterschiedlich. Vor allem naturwissenschaftliche und technische Disziplinen wie etwa Physik, Informatik und Mechatronik gelten als männlich und werden durch unreflektierte didaktische Methoden reproduziert. Wie wird Geschlecht erlernt und auch wieder verlernt? Was leistet eine gendersensible Didaktik und Pädagogik an Schulen und… Weiterlesen »Geschlecht lernen – Gendersensible Didaktik und Pädagogik

Lernen durch fachbezogene Schulentwicklung

Schulen gestalten Schwerpunkte in den Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik Im Zentrum dieses Buches stehen die Erfahrungen von LehrerInnengruppen mit der Einrichtung und (Weiter-)Entwicklung von Schwerpunktbildungen im Bereich Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik an Oberstufenschulen. Es wird dabei der Frage nachgegangen, wie Lernen von SchülerInnen und LehrerInnen im Rahmen fachbezogener Schulentwicklung kontinuierlich gefördert, weiterentwickelt und damit LehrerInnenarbeit unterstützt werden kann. In den beiden einleitenden Kapiteln werden Grundlagen zum Schwerpunktprogramm „Schulentwicklung” im Projekt IMST² (2000-2004) dargelegt. Der zweite Teil des Buches umfasst Prozessberichte aus sieben Schulen, die am Schwerpunktprogramm 2 über mehrere Jahre… Weiterlesen »Lernen durch fachbezogene Schulentwicklung

Soziale Herkunft und Bildungsweg

Wie viel Chancengleichheit besteht im Bildungssystem Südtirols? Am Beispiel des Südtiroler Bildungssystems analysieren Brigitte Schnock und Hermann Atz in anschaulicher Form Aspekte von Bildungsgleichheit und -ungleichheit unter besonderer Berücksichtigung der Faktoren, die auf die Bildungsentscheidung Jugendlicher Einfluss haben, angefangen vom schulischen Leistungsniveau über die soziale und kulturelle Herkunft bis hin zu Geschlecht, Wohnort und Sprachgruppenzugehörigkeit. Auf der Grundlage dieser Analyse entwickeln die Autoren – über die spezifischen Erkenntnisse zu Südtirol hinaus – ein fundiertes Bild der Stärken wie der Schwachstellen moderner Bildungssysteme und ihrer Auswirkungen auf die Zukunftsperspektiven von Jugendlichen.