Archive for the ‘Lehrer sein’ Category

Stop the Mob – Android App gegen Mobbing

Mittwoch, November 29th, 2017

Es gibt auch die Android-App (umgesetzt von der bitsfabrik.com) eines digitalen point-and-click Spiels mit dem Titel „Stop The Mob„, wobei diese Spieleidee den SchülerInnen Einblick und Einsicht in die Thematik Mobbing liefern soll. Während des Spiels wird der Spieler mit verschiedenen Mobbing-Situationen konfrontiert und muss sich entscheiden, wie er in diesen handeln möchte. Im Spiel erlebt man fünf Schultage einer Schülerin oder eines Schülers, in deren/dessen Klasse ein Schüler Opfer von Mobbing ist. Beim ersten Spielstart gestaltet man einen Charakter aus dessen Sicht man die Tage bestreitet. Die Szenarien gleichen dem Alltag der SchülerInnen: nach jedem Schultag folgt der Nachmittag zu Hause. Auch dort muss entschieden werden ob man sich in seiner Freizeit mit dem Thema Mobbing auseinandersetzten möchte oder nicht. Die Entscheidungen, welche die SchülerInnen in den jeweiligen Szenen treffen, wirken sich negativ oder positiv auf das Befinden des gemobbten Mitschülers aus. Am Ende des Spiels wird zusammengefasst, inwieweit sich der Zustand des Klassenkameraden/der Klassenkameradin durch das eigene Verhalten verändert hat.

App-Link: https://play.google.com/store/apps/details?id=at.stopthemob.stopthemob

Hompage: http://www.serious-gamers.at/

Facebook: https://www.facebook.com/stopthemob

Literatur

Walsh, C. S & Schmoelz, A. (2016). Stop the Mob! Pre-service teachers designing a serious game to challenge bullying. In de Gloria, A. & Veltkamp, R. (eds.), Games and Learning Alliance (S. 431-440). Springer.



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Humor im Unterricht

Dienstag, Juli 4th, 2017

Studien konnten zeigen, dass Schülerinnen und Schüler mehr Freude, weniger Langeweile sowie weniger Ärger erleben, wenn die Lehrerin oder der Lehrer Humor einsetzt, der auf den Lerngegenstand bezogen ist. Der Humor eines Lehrers oder einer Lehrerin beeinflusst nicht nur das emotionale Unterrichtserlebnis, sondern er steht auch in enger Beziehung zu Unterrichtsmerkmalen wie Lehrer-Schüler-Beziehung oder Interessantheit und Klarheit des Unterrichts. Allerdings wirkt der Humor nur dann, wenn er im direkten Zusammenhang mit dem jeweiligen Unterrichtsgegenstand steht, die Beziehung der Lehrerin oder des Lehrers zu den Schülerinnen und Schülern verbessert und dass der Unterricht als interessanter und klarer wahrgenommen wird. Aggressiver Humor beeinträchtigt hingegen vor allem die Beziehungsebene, und Humor, der in keiner Beziehung zu dem steht, was gelernt werden soll, lässt das Interesse am Lerngegenstand eher sinken und stiftet eher Unklarheit.
Richtig eingesetzter Humor ist für LehrerInnen daher ein gutes Mittel, um Stress bewältigen zu können und zur Sicherung von Unterrichtskompetenz beizutragen.

Literatur

http://stangl.eu/psychologie/praesentation/lernklima.shtml (17-07-04)
https://idw-online.de/de/news677510 (17-07-04)



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Der Einstieg in den Unterricht

Dienstag, April 11th, 2017

Ein gelungener Start ist eine entscheidende Bedingung
für guten Unterricht.
Göldner

Der Einstieg in den Unterricht kann schon durchaus entscheidend für den Lernerfolg sein. Es empfiehlt sich, bei den Lernenden zunächst ein Ungleichgewicht auszulösen, denn ein Ungleichgewichtszustand erzeugt in der Regel Aufmerksamkeit, weil Lernende umgehend versuchen, wieder das kognitive und emotionale Gleichgewicht herzustellen. Diese Bewegung kann man durch bewusste Provokationen am Beginn von Unterrichtseinheiten auslösen, etwa durch auch emotional anregende Fragen, Thesen, Fälle und Probleme. Dann gilt es das Vorwissen zu aktiveren. So kann man in Murmelgruppen einen kurzen Austausch anregen und den Lernenden die Möglichkeit geben, anderen ihre eigenen Gedanken zum Thema mitzuteilen, was das Vorwissen der Lernenden gleich beim Einstieg aktiviert. Auch ein Brainstorming oder Brainwriting ist hier als Einstieg denkbar. Dann gilt es, relevante und für Lernende attraktive Ziele zu formulieren. Die Aussicht darauf, dass die folgende Unterrichtseinheit Antworten oder Lösungen für die aufgeworfenen Fragen bringt, d. h., den zu Beginn hergestellten Ungleichgewichtszustand aufzulösen hilft, weckt Interesse und Engagement. Was nun im Unterricht zu lernen ist, sollte in die Sprache der Lernenden gebracht und mit Fragen oder mit einem praktischen Bezug zu einer Situation oder einem Problem verknüpft werden. Wenn man Einstiege in seinen Unterricht auf diese Art gestaltet, wird man die Aufmerksamkeit der Lernenden wecken und deren Interesse und deren Motivation stärken. Schliesslich macht auch ein Unterricht bei motivierten Lernenden auch dem Lehrenden selber mehr Spass.

Siehe dazu auch Formen guten Unterrichts.


Menschen lernen besser,
wenn sie wissen, was sie lernen.

Einige Thesen zum Unterrichtseinstieg

Stundeneröffnungsrituale bestehen aus immer wiederkehrenden und daher sofort verständlichen, verkürzten und ritualisierten Handlungen, die vielfach in symbolischen Andeutungen mit Aufforderungscharakter verdichtet sind.

Unterrichtseinstiege dienen der Formierung der Sinne und der Stillstellung der Schüler-Körper, d. h., sie haben sowohl eine Erschließungs- als auch eine Disziplinierungsfunktion.

Der Unterrichtseinstieg soll mit unmittelbarer oder mittelbarer Hilfe des Lehrers die SchülerInnen für das Thema und das Thema den Schülern erschließen.

Der thematische Einstieg zu Beginn einer Stunde soll in möglichst kurzer und konzentrierter Form am Stoff der vorigen Stunde anknüpfen und den Lernenden die Arbeitsergebnisse der letzten Stunde, die offen gebliebenen Probleme, die vorgeschlagenen Lösungsstrategien oder die Meinungen einzelner wieder in das Gedächtnis rufen.

SchülerInnen können prinzipiell nicht durch irgendwelche Tricks motiviert werden, sondern entwickeln Lernbereitschaft nur durch eine klare Präsentation dessen, was gelernt werden soll.

Ein erfolgreicher Lehrer gibt’s den SchülerInnen die Ziele des Unterrichts bekannt (mündlich oder schriftlich),  eine Übersicht über den geplanten Stundenverlauf und seine Abschnitte, und begründet, warum die Ziele wichtig sind.

Der Vortrag soll lebendig, kurz und gut gegliedert sein.

Durch die Orientierung der SchülerInnen über den geplanten Unterrichtsablauf wird die Verbindlichkeit der Arbeit gesichert.

Der Einstieg soll den SchülerInnen helfen, sich auf das Lernen einzustellen und nicht in erster Linie den Lehrenden das Lehren erleichtern.

Aus der Art und Weise, in der ein routinierter Lehrender seine Unterrichtseinstiege zu gestalten pflegt, können Rückschlüsse auf das Fachverständnis und die Fachkompetenz, auf das Unterrichtsverständnis und das Schülerbild eines Praktikers gezogen werden.

Literatur
Grell, J. & Grell, M. (1999). Unterrichtsrezepte. Weinheim, Basel, Berlin: Beltz Verlag.
Meyer, H. (2004). Was ist guter Unterricht? Berlin: Cornelsen Verlag.
Hammerer, F. (1998). Offene Lernsituationen anspruchsvoll gestalten. In: Freund, J. Gruber, H. Weidinger, W. (Hrsg.), Guter Unterricht – Was ist das?. S. 35-56. Wien: ÖBV Pädagogischer Verlag.


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