Lehrer sein

Zentrale Verhaltensweisen von LehrerInnen im guten bzw. erfolgreichen Unterricht

1. Ideen der Schüler aufgreifen und für den Unterricht fruchtbar machen,
2. sich interessiert und zugleich stimulierend zeigen,
3. Unterrichtsinhalte klar und einfach präsentieren,
4. vielfältige Unterrichtsmaterialien bereitstellen und entsprechend den Schülermöglichkeiten einsetzen,
5. immer aufgabenorientiert vorgehen, bei der Sache bleiben,
6. durch strukturierende und akzentuierende Hinweise Ziele und Inhalte des Unterrichts transparent machen,
7. Impulse und Anregungen an Einzelne oder Gruppen geben, zum Beispiel Wiederholung oder Neuformulierung von Fragen bei falschen Antworten.

Literatur

Haenisch,  H. (2000). Wie  Schülerinnen  und  Schüler  nachhaltiger  lernen  können.  Eine  Interviewstudie  im  Rahmen  des  Landesprogramms  GÖS.  Arbeitsberichte  zur  Curriculumentwicklung,  Schul- und  Unterrichtsforschung,  Nr. 54,  Landesinstitut  für  Schule  und  Weiterbildung.  Soest.
http://www.sqa.at/pluginfile.php/1805/course/section/932/haenisch_nachhaltig_lernen.pdf (15-11-21)




Kriterien guten Unterrichts

1. Unterricht Struktur geben und Klarheit über Ziele herstellen
2. Grundformen des Unterrichts gut ausbalancieren
3. Wissen- und Kompetenzerwerb leiten und organisieren
4. Lern- und Arbeitsformen variabel gestalten
5. Selbstgesteuertes Lernen zulassen und unterstützen
6. Gemeinsames Lernen in Teams und Gruppen ermöglichen
7. Lernen in Sinn stiftende Kontexte einbinden
8. Variationsreich üben und wiederholen
9. Lern- und Leistungssituationen trennen
10. Erfahrungen von Kompetenzzuwachs ermöglichen
11. Systematisch Gelerntes in lebenspraktischen Situationen anwenden
12. Vertrauen in die Fähigkeiten der SchülerInnen zeigen
13. Lernstoffe vertikal vernetzen
14. Lösungswege gemeinsam diskutieren
15. Zeit zum Lernen lassen
16. Lernhandlungen auswerten und glaubwürdige Rückmeldungen geben

Literatur

Haenisch,  H. (2000). Wie  Schülerinnen  und  Schüler  nachhaltiger  lernen  können.  Eine  Interviewstudie  im  Rahmen  des  Landesprogramms  GÖS.  Arbeitsberichte  zur  Curriculumentwicklung,  Schul- und  Unterrichtsforschung,  Nr. 54,  Landesinstitut  für  Schule  und  Weiterbildung.  Soest.
http://www.sqa.at/pluginfile.php/1805/course/section/932/haenisch_nachhaltig_lernen.pdf (15-11-21)




Merkmale guten Unterrichts nach Hilbert Meyer

  • Klare Strukturierung des Unterrichts (Prozess-, Ziel- und Inhaltsklarheit; Rollenklarheit, Absprache von Regeln, Ritualen und Freiräumen)
  • Hoher Anteil echter Lernzeit (durch gutes Zeitmanagement, Pünktlichkeit; Auslagerung von Organisationskram; Rhythmisierung des Tagesablaufs)
  • Lernförderliches Klima (durch gegenseitigen Respekt, verlässlich eingehaltene Regeln, Verantwortungsübernahme, Gerechtigkeit und Fürsorge)
  • Inhaltliche Klarheit (durch Verständlichkeit der Aufgabenstellung, Plausibilität des thematischen Gangs, Klarheit und Verbindlichkeit der Ergebnissicherung)
  • Sinnstiftendes Kommunizieren (durch Planungsbeteiligung, Gesprächskultur, Sinnkonferenzen, Lerntagebücher und Schülerfeedback)
  • Methodenvielfalt (Reichtum an Inszenierungstechniken; Vielfalt der Handlungsmuster; Variabilität der Verlaufsformen und Ausbalancierung der methodischen Großformen)
  • Individuelles Fördern (durch Freiräume, Geduld und Zeit; durch innere Differenzierung und Integration; durch individuelle Lernstandsanalysen und abgestimmte Förderpläne; besondere Förderung von Schülern aus Risikogruppen)
  •  Intelligentes Üben (durch Bewusstmachen von Lernstrategien, passgenaue
    Übungsaufträge, gezielte Hilfestellungen und „übefreundliche“ Rahmenbedingungen)
  • Transparente Leistungserwartungen (durch ein an den Richtlinien oder Bildungsstandards orientiertes, dem Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler entsprechendes Lernangebot und zügige förderorientierte Rückmeldungen zum Lernfortschritt)
  • Vorbereitete Umgebung (durch gute Ordnung, funktionale Einrichtung und brauchbares Lernwerkzeug)