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Methoden

Die transformative Kraft der Visualisierung im modernen Unterricht

In einer von Informationen überfluteten Welt ist die Fähigkeit, Wissen nicht nur zu konsumieren, sondern es effizient zu strukturieren, zu einer der wichtigsten Kernkompetenzen im Bildungsbereich geworden. Visualisierungen im Unterricht leisten hierbei weit mehr als bloße Illustration, vielmehr fungieren sie als kognitive Brücken, die abstrakte Fakten in greifbare mentale Modelle verwandeln. Indem Visualisierungen komplexe Sachverhalte veranschaulichen, stellen sie essenzielle Beziehungen zwischen Einzelinformationen her und helfen den Lernenden dabei, das Wesentliche konsequent vom Unwesentlichen zu trennen. Dieser Prozess der Reduktion und Strukturierung schafft eine notwendige Ordnung in der Flut an Sachinformationen… Weiterlesen »Die transformative Kraft der Visualisierung im modernen Unterricht

Simulation, Selbstregulation und Leistungsentwicklung durch Mock-Prüfungen

Mock-Prüfungen, auch als Probe- oder Übungsprüfungen bezeichnet, sind simulierte Prüfungssituationen, die darauf abzielen, reale Leistungsüberprüfungen möglichst authentisch nachzustellen. In der Lernpsychologie werden sie als spezifische Form des formativen Assessments verstanden, bei der nicht primär die Selektion, sondern die Förderung von Lernprozessen im Vordergrund steht. Charakteristisch ist die Simulation zentraler Bedingungen der Zielprüfung, insbesondere hinsichtlich Zeitvorgaben, Aufgabentypen, Anforderungsniveau und situativem Druck. Durch diese realitätsnahe Gestaltung wird eine ökologische Validität erzeugt, die Lernenden ermöglicht, nicht nur ihr Fachwissen, sondern auch prüfungsbezogene Selbstregulationsprozesse zu erproben. Mock-Prüfungen bilden damit eine Brücke zwischen Lern- und… Weiterlesen »Simulation, Selbstregulation und Leistungsentwicklung durch Mock-Prüfungen

Die schriftliche Division sollte nicht in der Grundschule unterrichtet werden

Es gibt zahlreiche sehr gute didaktische und entwicklungspsychologische Gründe, warum die schriftliche Division in der Grundschule (wenn überhaupt) erst sehr spät oder oft gar nicht unterrichtet wird, sondern erst in der Sekundarstufe systematisch eingeführt wird. Das ist keine Willkür. 1. Die schriftliche Division ist kognitiv sehr komplex Im Vergleich zu Addition, Subtraktion und sogar Multiplikation ist die schriftliche Division ein Mehrschrittverfahren, bei dem Kinder mehrere Denkprozesse gleichzeitig koordinieren müssen: Stellenwertverständnis (Zehner, Hunderter …) Abschätzen („Wie oft passt…?“) Multiplikation und Subtraktion im selben Schritt Restverständnis Rückbezug auf vorherige Zwischenergebnisse 👉 Für… Weiterlesen »Die schriftliche Division sollte nicht in der Grundschule unterrichtet werden

Das kleine Einmaleins neu denken – Warum Reihenlernen allein nicht reicht

Das kleine Einmaleins gehört zu den wichtigsten Grundlagen des Rechnens. Fast jedes Kind übt es irgendwann – meist in Reihen: 1×7, 2×7, 3×7 und so weiter. Diese Methode ist hilfreich, um das Prinzip der Multiplikation zu verstehen und erste Erfolgserlebnisse zu schaffen. Doch wer dauerhaft nur in Reihen lernt, stößt bald auf eine unsichtbare Hürde. Beim sogenannten Verkettungseffekt verknüpft unser Gehirn Aufgaben, die nah beieinanderliegen. Auf 6×7=42 folgt automatisch 7×7=49, und diese Abfolge speichert sich als fester Pfad im Gedächtnis ab. Wird später eine einzelne Aufgabe abgefragt, läuft das Gehirn… Weiterlesen »Das kleine Einmaleins neu denken – Warum Reihenlernen allein nicht reicht

Was ist die Silbenmethode beim Lesenlernen?

Die Silbenmethode – auch silbenanalytische Methode, SaM – rückt nicht den einzelnen Buchstaben, sondern die Silbe als zentrale Lese- und Schreibeinheit in den Mittelpunkt. Kinder segmentieren Wörter zunächst in Sprechsilben (z. B. La–ter–ne, Schu–le, Fen–ster), üben Silbenrhythmus und -struktur und fügen die Silben anschließend automatisiert zu Wörtern zusammen. Ziel ist, die visuelle Worterkennung zu beschleunigen und Lesegenauigkeit sowie Leseflüssigkeit systematisch aufzubauen. Theoretisch stützt sich die Methode u. a. auf die Psycholinguistic Grain Size Theory: In transparenten Orthographien wie dem Deutschen sind Silben (und Reime) für Anfänger besonders zugängliche „Körnungen“ der… Weiterlesen »Was ist die Silbenmethode beim Lesenlernen?

Die Placemat-Methode: Kooperatives Lernen für tiefere Erkenntnisse

Die Placemat-Methode ist eine bewährte kooperative Lerntechnik, die sich besonders im schulischen Umfeld etabliert hat, aber auch in Workshops oder Meetings wertvolle Dienste leisten kann. Ihr Hauptziel ist die Förderung von Gruppenarbeit und die gleichzeitige Wertschätzung individuellen Denkens. Sie ermöglicht es, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und durch strukturierte Diskussionen zu fundierten Ergebnissen zu gelangen. Im Kern der Placemat-Methode steht ein spezielles Arbeitsblatt, das oft als „Placemat-Bogen“ bezeichnet wird. Dieser Bogen, der sowohl ein einfaches Blatt Papier als auch eine großformatige Flipchart sein kann, ist in mehrere Felder unterteilt. Diese Unterteilung ist… Weiterlesen »Die Placemat-Methode: Kooperatives Lernen für tiefere Erkenntnisse