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Elterliche Erziehung

Unter elterlicher Erziehung versteht man in der Psychologie, Pädagogik und Soziologie charakteristische Bündel grundlegender Einstellungen und Verhaltensmuster, die Eltern bei ihrer Erziehungstätigkeit erkennen lassen.

Wenn Eltern zu viel kritisieren …

Eine übermäßige Kritik seitens der Eltern kann bei Kindern zu einer Beeinträchtigung der Empathiefähigkeit führen. Dies wurde in einer Studie der Bingham University in den USA nachgewiesen. Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder, die von ihren Eltern kritisiert werden, weniger empathisch auf ihr Umfeld reagieren. Dies kann sich nicht nur auf ihre sozialen Beziehungen, sondern auch auf ihre allgemeine Beziehungsfähigkeit auswirken. Kinder, die von kritisierenden Eltern aufgezogen werden, neigen dazu, den Gefühlen anderer auszuweichen und diesen weniger Aufmerksamkeit zu schenken. Dies kann zu sozialer Isolation, Angststörungen und Unsicherheit führen. Die Forscher… Weiterlesen »Wenn Eltern zu viel kritisieren …

Eltern sollten die Verneinung aus ihrer Kommunikation mit Kindern streichen!

Wenn Eltern das Wort „nicht“ häufig in ihre Erziehung einbauen, wird dies häufig nicht effektiv sein. Eltern sollten daher ermutigt werden, das Wort „nicht“ aus ihrer Kommunikation mit Kindern zu streichen, da Kinder oft erst im Alter von etwa zwei Jahren das Konzept der Verneinung verstehen. Das Wort „nicht“ kann die Bedeutung eines Satzes umkehren und von Kindern missverstanden werden. Statt Verbote mit „nicht“ auszudrücken, sollten klare und positive Formulierungen verwendet werden, um Missverständnisse zu vermeiden. Häufig sind Kinder nicht absichtlich ungehorsam, sondern interpretieren das, was die Eltern ihnen sagen… Weiterlesen »Eltern sollten die Verneinung aus ihrer Kommunikation mit Kindern streichen!

Ist französische Erziehung anders?

Laut Pamela Druckerman finden sich viele Aspekte des Gentle Parenting in der Erziehung französischer Kinder, da diese im Gegensatz zu Kindern anderer Nationen wohlerzogener und selbstständiger erscheinen. Französische Eltern sehen ihre Kinder nicht als hilflose Wesen, denn Kinder haben einen natürlichen Drang zu lernen, aber den Eltern fehlt oft die Zeit und die Geduld, sie einfach machen zu lassen. Um etwas zu lernen, muss man es üben dürfen, und der Moment, in dem ein Kind herausfindet, wie es etwas ganz allein schafft, ist von unschätzbarem Wert, denn er stärkt das… Weiterlesen »Ist französische Erziehung anders?

Hausaufgaben als Konfliktthema

Hausaufgaben im Schulalltag und in den Familien sind ein zentrales Konfliktthema, denn LehrerInnen diskutieren mit ihren SchülerInnen über die Art und den Umfang der Hausaufgaben, Eltern streiten mit ihren Kindern über die zeitgerechte und sorgfältige Erledigung der Hausaufgaben, SchülerInnen kommen mit sich selbst in Konflikt, weil sie andere Dinge interessanter finden als die ihrer Meinung nach sinnlosen und faden Hausaufgaben, insbesondere in der Pubertät. Höchstens für bevorstehende Schularbeiten und Prüfungen zu lernen und zu üben führt bei einigen SchülerInnen zu einem gewissen Engagement in Bezug auf Hausaufgaben. Die Effektivität der… Weiterlesen »Hausaufgaben als Konfliktthema

Zwischenzeugnisse und Lernentwicklungsgespräch

Zwischenzeugnisse liefern eine Bilanz zur Hälfte des Schuljahres und sollen darüber informieren, wie sich eine Schülerin oder ein Schüler im Unterricht entwickelt hat und welcher Leistungsstand inzwischen erreicht ist. Dann ist bis zum Ende des Schuljahres Zeit, die Leistungen zu optimieren, wobei es wichtig ist, rechtzeitig auf einen Leistungsabfall zu reagieren und die Ursachen dafür zu finden. Eltern sollten zunächst schauen, wie es um die Leistungsfähigkeit ihres Kindes steht und wie sich die Noten auf die weitere Schullaufbahn oder den Berufswunsch auswirken könnten. Als alternative Möglichkeit zu einem Zwischenzeugnis bietet… Weiterlesen »Zwischenzeugnisse und Lernentwicklungsgespräch

Wutausbrüche von Kindern

Jahrhundertelang war das Hauptziel der Pädagogik, gehorsame Kinder zu erziehen, d.h. Kinder, die tun, was man ihnen sagt, wobei die autoritäre Erziehung in erster Linie darauf abzielte, die Kinder durch Belohnung und Bestrafung so zu erziehen, wie man sie haben wollte. Diese Idee der autoritären Erziehung hat sich über Generationen in der Gesellschaft fest verankert, steht aber im Widerspruch zum Aufbau einer sicheren Bindung. Kinder werden weder zu Tyrannen, wenn ihre Bedürfnisse erfüllt werden, noch tanzen sie ihren Eltern auf der Nase herum, wenn sie Nein sagen und die Eltern… Weiterlesen »Wutausbrüche von Kindern

Regeln mit den Eltern besprechen

Klassenregeln sind zwar ein zentraler Baustein für guten Unterricht, aber der Lehrer kann sie gerade bei einem auffälligen Kind kaum durchsetzen, wenn die Eltern nicht dahinter stehen. Deshalb ist es besonders wichtig, mit Eltern über Regeln zu sprechen, die Regeln grundsätzlich kritisch gegenüberstehen, weil sie glauben, dass diese die Kreativität ihres Kindes einschränken könnten, die selbst Schwierigkeiten haben, zu Hause Regeln aufzustellen und durchzusetzen und deren Kind sich in der Schule auffällig verhält. Wenn die Lehrkraft mit den Eltern über die Klassenregeln spricht, sollte sie ihnen zunächst vermitteln, welche Regeln… Weiterlesen »Regeln mit den Eltern besprechen

Die Rolle der Väter für die kognitive Entwicklung

Norman & Davies (2023) untersuchten, was passiert, wenn Väter regelmäßig interaktive Zeit mit ihren Kindern verbringen, indem sie mit ihnen lesen, spielen, Geschichten erzählen, malen und singen. Sie analysierten die Testergebnisse von Grundschülern im Alter von fünf bis sieben Jahren. Es zeigte sich, dass fünfjährige Kinder, deren Väter im Alter von drei Jahren regelmäßig mit ihnen spielten, vorlasen, sangen und malten, bessere Leistungen in der Grundschule zeigten. Ähnlich verhielt es sich bei den Siebenjährigen, mit denen sich die Väter im Alter von fünf Jahren viel beschäftigten: Auch sie schnitten in… Weiterlesen »Die Rolle der Väter für die kognitive Entwicklung

Was lernen Kinder, wenn sie bestraft werden?

Wenn Kinder erfahren, dass sie für ihr Fehlverhalten bestraft werden, ist es wahrscheinlich, dass sie ihre Fehler in Zukunft verheimlichen, sich dafür schämen und sich ihren Eltern nicht mehr anvertrauen. Sie lernen, dass sie so, wie sie sind, nicht liebenswert sind und werden versuchen, sich zu ändern, um geliebt zu werden. Wer als Kind nicht bedingungslos geliebt wird, leidet oft sein Leben lang unter einem schwachen Selbstwertgefühl und dem ständigen Druck, es anderen recht machen zu müssen. Wenn Eltern ihr Kind vor anderen zurechtweisen, ist das für Kinder beschämend und… Weiterlesen »Was lernen Kinder, wenn sie bestraft werden?

Nachhilfe

Nach neueren Untersuchungen bekommt in der BRD jeder siebte Grundschüler Nachhilfe in Deutsch, und im Alter von 17 Jahren hatte etwa jeder vierte Jugendliche im Laufe seiner Schulkarriere mindestens einmal bezahlte Nachhilfe bekommen. Vor allem in Bundesländern mit dreigliedrigem Schulsystem und vierjähriger Grundschulzeit entscheiden sich besonders viele Eltern für frühe private Nachhilfe, um den Sprung ihrer Kinder auf die gewünschte weiterführende Schule zu sichern. Experten interpretieren die Nachfrage nach privatem Ergänzungsunterricht als Ausdruck dafür, dass Eltern mit dem Schulsystem unzufrieden sind, denn sie haben den Eindruck, dass ihre Kinder im… Weiterlesen »Nachhilfe

Wie Eltern und Erziehende den absorbierenden Geist der Kinder fördern können

Damit Eltern und Erzieher die Bedürfnisse und Interessen der Kinder in der Phase des absorbierenden Geistes erfüllen, können sie dazu beitragen, dass die Kinder eine starke Grundlage für ihre zukünftige Entwicklung und Bildung aufbauen. Einige Beispiele: Sprachentwicklung: Kinder haben in der Phase des absorbierenden Geistes ein erstaunliches Talent für Sprachen. Durch einfaches Zuhören und Nachahmen können sie mehrere Sprachen gleichzeitig erlernen. Eltern können ihre Kinder in diesem Alter durch Vorlesen, Singen von Liedern, Erzählen von Geschichten und Gespräche fördern. Sensorische Erfahrungen: Kinder in dieser Phase lernen viel durch sensorische Erfahrungen.… Weiterlesen »Wie Eltern und Erziehende den absorbierenden Geist der Kinder fördern können

Priorität für das Wohlbefinden von Kindern

Die Expertin für Kinderrechte und Kinderpolitik, Prof. Sabine Viernickel, betont in einem Interview, dass das Wohlbefinden von Kindern in unserer Gesellschaft nicht die höchste Priorität hat. Sie kritisiert, dass Kinder in vielen Bereichen nicht ausreichend geschützt werden, wie zum Beispiel in der Bildung, in der digitalen Welt oder in der Familienpolitik. Viernickel betont, dass Kinderrechte in der Gesellschaft oft nur als „Nebensache“ betrachtet werden und nicht genügend Beachtung finden. Sie fordert eine stärkere Fokussierung auf das Wohl von Kindern und eine konsequente Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention. Ein weiteres Problem, das Viernickel… Weiterlesen »Priorität für das Wohlbefinden von Kindern