Probleme der Didaktik der Mathematik

Der Fachdidaktiker Timo Leuders versucht in seinem Buch, den Mathematikunterricht für Kinder und Jugendliche interessanter zu machen, wozu er erst einmal verstehen wollte, wie diese überhaupt denken und lernen, und das dann in die Unterrichtspraxis einfließen lassen. Man muss sich dabei etwa fragen, was im Kopf eines Schülers passiert, wenn er ein Problem lösen muss, bei dem es ums Dividieren geht. Um das herauszufinden, nutzen die Forscher auch psychologische Modelle, denn es geht hier ja um Vorstellungen, wobei etwa jeder Mensch eine Idee davon hat, was Teilen bedeutet. Beim Dividieren kommt es bei Lernenden zu gravierenden Umbrüchen in ihren gewohnten Vorstellungen, denn wenn man eine ganze Zahl durch Dezimalzahlen teilt, ist für SchülerInnen ein kleiner Schock und schwer zu verstehen, weil bisher nie zuvor eine Zahl nach dem Teilen größer war. Durch diesen Schock muss sich eben genau diese Vorstellung vom Teilen ändern, wobei es Aufgabe der Didaktik ist herauszufinden, an welcher Stelle im Lernprozess so ein Umbruch passiert und der Lernende besondere Unterstützung braucht. Wichtige Hilfen in der Mathematik sind dabei bildhafte Erklärungen, d. h., der Lehrer kann einfach fünf Liter Wasser in zehn Halblitergläser füllen und das kann jeder Schüler und jede Schülerin nachvollziehen. In der Schule basiert lange die Mathematik überwiegend auf Konkretem, was sich dann aber allmählich ändert.

Quelle

http://www.badische-zeitung.de/freiburg/mathemagische-momente–129706628.html (16-11-12)






Post a Comment (moderated)

Du mußt angemeldet sein, um kommentieren zu können.

Diese Seiten sind Bestandteil der Domain www.stangl.eu