Geschlechtsunterschiede beim Erlernen des Umgangs mit dem Computer

Mach Eurydice, dem Informationsnetz zum Bildungswesen in Europa, unterscheiden sich die Geschlechter deutlich:

  • Europaweit erwerben Jungen ihre Computerkenntnisse überwiegend eigenständig oder gemeinsam mit Freunden, während Mädchen die Schule und die Familie als die bedeutsamsten Lernorte benennen.
  • Bei der Internetnutzung und dem E-Mail-Versenden bewerten sich über 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler als kompetent. Geschlechtsspezifische Unterschiede zeigen sich in den komplexeren Anwendungen.
  • Die Schere öffnet sich beim Datenmanagement, das nach eigener Einschätzung 71 Prozent der Mädchen und 84 Prozent der Jungs beherrschen.
  • Sie setzt sich fort über komplexere Internetanwendungen wie das Downloaden von Dateien (55 Prozent Mädchen, 83 Prozent Jungen).
  • Die erweiterte Kommunikation wie das Öffnen von E-Mail-Anhängen oder das Anlegen von Adressverteilern zeigt geschlechtsspezifische Unterschiede (45 Prozent Mädchen, 62 Prozent Jungen).
  • Solche Unterschiede sind auch bei der Installation von Software oder dem Erstellen von Internetseiten zu beobachten (20 Prozent Mädchen, 42 Prozent Jungen).
  • Generell macht es Jungen meist richtig Spaß mit dem Computer zu arbeiten und sie verbringen mehr Zeit damit als Mädchen.

Siehe auch generell zu Geschlechtsunterschieden

Quelle: Imke Troltenier: Gender-Blick im Unterricht.
WWW: http://www.lehrer-online.de/genderblick.php
WWW: http://www.lehrer-online.de/dyn/bin/
516446-522073-1-projektbeschreibung_genderblick.pdf (07-09-09)




Eine Reaktion zu “Geschlechtsunterschiede beim Erlernen des Umgangs mit dem Computer”

  1. Monika Armand

    Wäre noch die Frage, ob Jungs sich hier über- und die Mädchen unterschätzten???
    „Generell macht es Jungen meist richtig Spaß mit dem Computer zu arbeiten und sie verbringen mehr Zeit damit als Mädchen.“
    Oh la la, dürfte die Internetsuchtgefährdung bei Jungs auch höher sein, oder?
    Softwareinstallation und dgl. braucht man doch vor allem für die schönen „Computerspiele“, oder liege ich da falsch?

    Insgesamt sehe ich eine gewisse „Verwandtschaft“ mit dem Thema typische Jungen- und Mädchenspielsachen, was ja die „moderne“ Pädagogik lange Zeit als Ergebnis einer geschlechtsspezifischen Sozialisation betrachtet hat. Und es stellt sich doch heraus, dass Jungs etwas mehr Technik und Abenteuer bevorzugen 😉

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