Das Instrumental Enrichment Program nach Reuven Feuerstein

Intelligenz ist nach Reuven Feuerstein nicht nur eine Sache der Gene, sondern auch der Übung. Das „Instrumental Enrichment Training“ ist ein Beispiel für effektive Möglichkeiten des Intelligenztrainings.
Für Feuerstein ist die Intelligenz keine statische Struktur, sondern ein dynamisches System mit der Möglichkeit zur lebenslangen Weiterentwicklung. In den folgenden Kapiteln habe ich die theoretischen Grundlagen und die Methoden des Feuerstein-Programms skizziert. Das Konzept Feuersteins verfolgt in erster Linie das Ziel, die kognitive Struktur zu verbessern. Die kognitive Struktur bestimmt, wie wir mit Informationen umgehen. Je mehr geistige „Werkzeuge“ wir besitzen und je besser diese aufeinander abgestimmt sind, desto effektiver können wir nach Informationen suchen und sie auswerten. Ursache mangelhafter kognitiver Strukturen sind nicht selten fehlende vermittelte Lernerfahrungen. Sie fehlen, weil die Vermittler von Wissen und Fähigkeiten (Eltern, Lehrer, Gleichaltrige u. a.) zu wenig Zeit hatten oder nicht vorhanden, uninteressiert bzw. dieser Aufgabe nicht gewachsen waren. Feuerstein sieht einen engen Zusammenhang zwischen psychischem Traumata, schlechten sozialen Bedingungen und Defiziten der kognitiven Struktur. Dies bedeutet natürlich nicht, dass Kinder mit intellektuellen Mängeln stets aus unzulänglichen oder gar traumatisierenden Verhältnissen stammen.






Eine Reaktion zu “Das Instrumental Enrichment Program nach Reuven Feuerstein”

  1. Uwe Scheer

    Gibt es in Österreich eine Institution, wo ich meine Tochter behandeln lassen kann?

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