Wenn Säuglinge schreien und nicht damit aufhören!

Wenn ein Kind schreit, sollten Eltern zunächst erkennen, dass das Kind in dieser Situation überlastet ist, und Lösungen finden, dem Kind zu helfen, mit der Situation umzugehen. Wenn ein Kind schreit, dann hat es immer einen Grund, vor allem ist sein System überlastet und was immer man jetzt an erzieherischen Maßnahmen ergreift, hat überhaupt keinen Effekt. Wenn ein Kind weint, schreit oder brüllt, ist sein Gehirn in einem Ausnahmezustand, sodass man jedwede Erziehungsmaßnahmen auf später verschieben und erstmal dafür sorgen muss, dass es überhaupt wieder zuhören kann, wobei man natürlich altersentsprechend handeln sollte. Bei einem wimmernden, weinenden oder gar schreienden Kind im Kinderwagen gilt, sofort zu reagieren, denn es ist ein Mythos, dass schon Säuglinge ihre Eltern manipulieren würden, das lässt ihre Gehirnentwicklung gar nicht zu. Babys lügen nicht, denn Studien zeigen, dass Babys, auf die sofort und emphatisch reagiert wird, weniger und kürzer schreien und sich besser entwickeln. Am besten nimmt man das Kind aus dem Wagen, wobei es sich in der Regel ganz schnell beruhigt.

Beruhigt es sich nicht, macht man es trotzdem richtig, denn es ist immer noch besser für die Gehirnentwicklung, wenn es in den Armen eines Menschen weint als wenn es dabei alleine im Kinderwagen liegt.

Was können Eltern daher tun, wenn der Säugling bzw. das Kleinkind schreit und nicht mit dem Schreien aufhört?

Schreien ist eine natürliche Ausdrucksform eines Säuglings oder Kleinkinds, da es keine andere Möglichkeit hat, Eltern die Befindlichkeit mitzuteilen. Das Schreien von Säuglingen ist evolutionär als Alarmsignal angelegt, wobei das Schreien in der Regel erst ein spätes Signal darstellt, dass das Kind etwas benötigt.
Zunächst gilt es Ruhe zu bewahren und die Situation bzw. auch sich selbst in den Griff zu bekommen, d. h., man muss so entspannt wie möglich reagieren. Unruhe und Gereiztheit der Eltern verstärken das Geschrei des Säuglings oft unbewusst, denn Kinder haben ein besonderes Gefühl dafür, wodurch ein Teufelskreis entstehen kann.
Wenn die Nerven der Eltern zum Zerreißen gespannt sind, sollten sie das Kind an einen sicheren Ort ablegen und sich zunächst entfernen und selbst beruhigen.
Langfristig hilft die Vermeidung von Stress und ein fester Tagesablauf, wobei als Soforthilfe bei schreienden Babys eine sanfte Massage geeignet sein kann.
Wenn das schreiende Baby zum Dauerproblem wird, bekommen Eltern in einer Schreiambulanz Hilfe.
Bei häufigen Schreisituationen sollte man abklären lassen, ob das Kind vielleicht eine Krankheit hat.

Eines ist ein absolutes Tabu: Schütteln! Niemals ein Kleinkind schütteln, denn dessen Gehirn nimmt dabei oft irreparable Schäden, da das Gehirn nicht so geschützt ist wie bei Erwachsenen!

Literatur

https://www.focus.de/familie/eltern/familie-heute/kinder-schreien-darum-sollten-eltern-nicht-hart-durchgreifen_id_10259731.html (20-11-11)

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