Rechtschreibung ohne Diktate lernen

Die Rechtschreibung wird vor allem in den ersten Schuljahren anhand von mehrfach geübten Diktaten trainiert, doch viele Kinder können solche Texte können nach mehrfachem Wiederholen auswendig. Dabei werden allerdings einzelne Wörter häufig mit dem Inhalt dieses Textes in Verbindung gebracht und können später in anderen Zusammenhängen nicht aus dem Gedächtnis abgerufen werden. Auch werden Diktate, bei denen es allein darum geht, Fehler zu vermeiden, von Kindern äußerst negativ erlebt, da sie beim Schreiben unter Druck stehen und eine Stresssituation entsteht. Vor allem rechtschreibschwache Kinder entwickeln aus der Angst vor dem Diktat generell eine Angst vor Prüfungssituationen und generell vor der Schule, d. h., Angst hat die äußerst unangenehme Eigenschaft, sich auszubreiten.

Daher sollte man bei Übungen zur richtigen Rechtschreibung eher auf spielerische Alternativen zurückgreifen, wo alle Sinne der Kinder aktiviert und so die Aufnahmefähigkeit gefördert und beschleunigt werden können. Bei vielen Kindern vermittelt solch ein spielerischer Zugang zusätzlich eine höhere Motivation und eine größere Freude am Lernen und bewirkt dadurch mehr Erfolgserlebnisse. Ein Beispiel für eine spielerische Möglichkeit ist etwa das Anfertigen von Wortkarten kritischer Wörter, die man in der Wohnung verteilt und die man dann von den Kindern suchen lässt. Diese Übung lässt sich natürlich auch auf Fremdsprachen anwenden.

Literatur

Stangl, W. (2011). Schulangst bei Kindern. [werner stangl]s arbeitsblätter.
WWW: https://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/EMOTION/Schulangst.shtml (11-06-19).

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