Korrelation

Korrelation bezeichnet ganz allgemein die Wechselbeziehung oder den Zusammenhang zwischen zwei oder mehreren variablen Merkmalen. Mit dem Korrelationskoeffizient wird die Stärke des Zusammenhanges oder des Ausschlusses der Merkmale angegeben. (+1, 0, -1)

1. Definition
Zusammenhang oder Wechselbeziehung zwischen Merkmalen oder gemeinsames Auftreten von Ereignissen (Tewes & Wildgrube 1992, S. 189)

2. Definition
(lat.), „Wechselbeziehung“; der von F. Galton geprägte Begriff stellt den statistischen Zusammenhang zwischen zwei Merkmalen fest, drückt z.B.: das wahrscheinl. Zuvorkommen von Intelligenz und Handgeschicklichkeit aus (‡ mathematische Methoden). Der K.- Koeffizient (das Maß dieser Beziehung) bewegt sich zwischen +1.0 (unbedingtes), 0.0 (zufälliges) und -1.0 (ausgeschlossenes) Zusammenvorkommen. Der K.- Koeffizient bei Rangkorrelation (_) wird (nach Spearman) aus der Summe aller Differenzquatrate der Rangplätze (_d2) und der Personenzahl (n) folgender Maßen berechnet _ = 1- (6_d 2)/(n(n2-1).
Liegen Messwerte vor, so wird gewöhnlich der Maß- K- Koeffizient (r) verwendet. Dieser berechnet sich nach Pearson aus den Resultaten zweier Messreihen x und y in der folgenden Weise:
r = _xy/ _x2_y2
Die K.- Rechnung hat sich v. a. in Sozialwissenschaften und Ps. bewährt.
(Hehlmann 1965, S. 288-289)

3. Definition
(referre [Partiziprelatus] zurücktragen, beziehen auf)
Im Sinne der ‡ Statistik die Stärke des Zusammenhanges zweier Merkmale. Dieser kann je nach Sachlage kausal (A verursacht B) oder so verstanden werden, dass beide Merkmale durch einen gemeinsamen Faktor verursacht sind (A und B werden durch C verursacht). Mit arithmetisch positivem Korrelationskoeffizient wird die Stärke eines positiven Zusammenhangs zweier Sachverhalte, mit negativem der Grad, in dem diese einander ausschließen, angegeben. Die Werte, zwischen denen sich ‡ K.- Koeffizient bewegen können, hängen davon ab, ob das zugrunde liegende Material bei seiner Aufarbeitung die Wahl so genannter parametrischer (d. h. auf der Normalverteilung beruhender) Methoden erlaubt oder nicht.
Im ersten Fall wird ein so genannter Produkt- Moment- Koeffizient (K. Pearson) mit Werten zwischen +1 (totaler Zusammenhang) und -1 (totaler Ausschluss berechnet. Wo es möglich ist, das Ausgangsmaterial wenigstens nach Rangzahlen zu ordnen, wird Gebrauch von der <> (C. E. Spearman) mit Werten zu -1 und +1 gemacht; andere Berechnungen von Rangkorrelationen oder Zusammenhängen, bei denen das Material nur in Klassen geordnet vorliegt und daher als messende Operation nur die Zählung möglich ist, ergeben Werte, die innerhalb anderer Grenzen liegen. Für die Psychologie ist die Korrelationsrechnung wohl eines der wichtigsten statistischen Verfahren überhaupt.
‡ Faktoranalyse   (v. Sury 1967, S.130)

4. Definition
1 Wechselbeziehung 2 (Biol.) gegenseitige Einwirkung aller Bestandteile eines Organismus aufeinander u. die Bedingtheit aller Lebensabläufe voneinander. (Wahrig 1974, S.342)

5. Definition
(lat. Wechselbeziehung): in der Psychologie die gegenseitige Abhängigkeit von 2 variablen Merkmalen, sichtbar bei Veränderungen und Streuungen des einen Merkmals, die analoge Erscheinungen beim anderen Merkmal hervorrufen. So hat z.B. schon Meumann die K. zwischen Vorstellungstypen und Gedächtnisleistung untersucht. Das Maß der K. wird bei quantitativ erfassbaren Vorgängen durch den Korrelationskoeffizienten ausgedrückt, wobei +1 die völlige Übereinstimmung, -1 die umgekehrte K., 0.3 einen niedrigen, 0.3 – 0.7 einen mittleren, 0.7 – 0.9 einen hohen, über 0.9 einen sehr hohen Zusammenhang ausdrückt. Bei 0 besteht keine K. (Odenbach 1974, S.282)

Literatur
Tewes, U & Wildgrube, K (1992). Psychologie- Lexikon. München Wien: R. Oldenburg Verlag
Hehlmann, Wilhelm (1965). Wörterbuch d. Psychologie 4. Auflage Kröners Taschenausgabe Band 269. Stuttgart: Alfred Kröner Verlag.
Sury, K. unter Mitarbeit von Canziani, W. und zahlreichen anderen Fachgelehrten (1967). Wörterbuch d. Psychologie und ihrer Grenzgebiete, Dritte vollstängig neu bearbeitete und stark erweiterte Auflage. Basel/Stuttgart: Schwabe & co. Verlag.
Wahrig, G. (1974). Fremdwörterlexikon. Gütersloh/Berlin/München/Wien: Verlagsgruppe Bertelsmann GmbH/Bertelsmann Lexikon-Verlag.
Odenbach, K. (1974). Lexikon der Schulpädagogik. Braunschweig: Georg Westermann Verlag.



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