Die Sinnhaftigkeit von Hausaufgaben

Nach Aussage von Armin Himmelrath gibt es Hausaufgaben seit mehr als 500 Jahren im deutschsprachigen Schulsystem, denn man findet Schulordnungen aus dieser Zeit, in denen schon über die Privatarbeit räsoniert wird, und in der einfach davon ausgegangen wird, dass das zusätzliche Lernen zuhause etwas bringt. Wenn man sich dann die Studien betrachtet, die sich mit diesem Thema beschäftigt haben, dann stellt man fest: Es gibt zwar viele Studien zu Hausaufgaben, aber es gibt keine Studie, die wirklich die Wirksamkeit von Hausaufgaben belegt, bzw. es gibt nur ganz schwache Zusammenhänge zwischen den Hausaufgaben und dem Lernerfolg, doch die überwiegende Zahl der Studien sagt, Hausaufgaben bringen nichts, sie sind pädagogischer Unsinn und sie sind so gesehen Zeitverschwendung.
Offensichtlich gehören Hausaufgaben einfach immer schon dazu und sind im kollektiven Bewusstsein tief verankert. Wenn man Studien betrachtet, in denen Kinder, die mehrere Jahre keine Hausaufgaben hatten, mit Kindern verglichen wurden, die mehrere Jahre Hausaufgaben machen mussten, gibt es keine Lernunterschiede, außer das Kinder ohne Hausaufgaben glücklicher waren. Im Grunde ist diese Art von Lernen, sich unter Zwang bestimmte Dinge aneignen zu sollen, auch vom pädagogischen Aspekt her falsch, wenn man denkt, dass man jemanden mit Strafe bedroht und er dann besser lernt. Eigenständige Lernphasen und eigenständiges Lernen müssen entsprechend motiviert sein, als aus einer intrinsischen Motivation entstehen.

Siehe dazu Hausaufgaben sind Hausfriedensbruch.




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