Multitasking eine Illusion

16. April 2010 – 10:55

Der Begriff Multitasking kommt aus dem Computer-Bereich und beschreibt die Fähigkeit eines Betriebssystems, mehrere Aufgaben praktisch gleichzeitig auszuführen. Dieses Bild wendet man seit geraumer Zeit auch auf Menschen an und spricht bei ihnen von guten oder schlechten Multitaskern. Was Menschen als Multitasking erleben, liegt vermutlich an der Struktur des Arbeitsgedächtnisses, das sie in begrenztem Maße dazu befähigt, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen, jedoch ist es nur bei Routineaufgaben wie Turnübungen, Erdäpfelschälen, Kochen, Duschen oder Lesen möglich, dabei gleichzeitig die Gedanken schweifen zu lassen. Das Arbeitsgedächtnis unterstützt Menschen daher in ihren alltäglichen Planungen, denn während Routinetätigkeiten können  die Gedanken zu aktuellen Problemen abschweifen, die nebenher durchdacht werden können. Dieser Gehirnspeicher sorgt schließlich auch dafür, dass man einen Text lesen kann, ohne am Satzende wieder den Satzanfang zu vergessen. Wenn man allerdings die Gedanken schweifen lässt, verbraucht man immer Ressourcen, sodass es zu dem bekannten Effekt kommt, dass man am Ende einer Lektüre möglicherweise gar nicht mehr weiß, was man eigentlich gelesen hat.

Die Multitasking-Fähigkeit des Gehirns ist ein Mythos, da die Psychologie schon lange nachgewiesen hat, dass das menschliche Gehirn nicht in der Lage ist, zwei komplexe Aufgaben gleichzeitig zu erledigen, vielmehr wechselt es sehr schnell zwischen Aufgaben hin und her, wobei der präfrontale Cortex dafür zuständig ist. Da diese Gehirnregion relativ spät meist erst gegen Ende der Jugendzeit ausreift und sich auch im Alter auch wieder etwas zurückbildet, haben sowohl Kinder als auch ältere Menschen mit der Gleichzeitigkeit von mehreren Aufgaben erhebliche Probleme. Multitasking senkt nach Studien vor allem bei älteren Menschen die Arbeitsproduktivität und verursacht Stress, wobei insbesondere die Gedächtnisleistung nach ständigen Unterbrechungen stark nachlässt. Clapp, Rubens, Sabharwal & Adam Gazzaley (2011) ließen die Probanden zunächst eine Szene beobachten, wobei jedoch mehrere Sekunden lang ein Gesicht eingeblendet wurde, dessen Geschlecht und Alter sie schätzen sollten. Anschließend wurden Fragen zur Anfangsszene gestellt, wobei die Testpersonen im Alter von 20 bis 39 Jahren recht gut mit der Unterbrechung umgehen konnten, fiel es der Gruppe der 60- bis 80-Jährigen sichtlich schwerer, sich von einer Sekunde auf die andere daran zu erinnern, was sie ursprünglich tun sollten. Den jüngeren Probanden war es möglich, die von einer Aufgabe besetzten Gehirnbereiche schneller auszuschalten, um sich dann wieder der anderen Tätigkeit zu widmen, während bei älteren ProbandInnen blieben diese Gehirnabschnitt länger aktiv blieben. Daraus lässt sich ableiten, dass ältere Arbeitnehmer, die am Arbeitsplatz mit ständigen Unterbrechungen zu kämpfen haben, sei es nur ein Telefonanruf oder eine neue E-Mail, mehr Zeit für ihre Aufgaben benötigen als jüngeren Kollegen.
Diese Fähigkeit zum scheinbaren Multitasking kann aber nach neueren Forschungen durch Trainings auch nachhaltig verbessert werden, wobei die Kinder als auch die älteren Erwachsenen deutlich vom Training profitieren, und auch ein Transfer auf verwandte Aufgabenstellungen nachgewiesen werden konnte.

Clifford Nass (Stanford University) testete Multitasker darauf, was sie denn nun besser können als andere und fand diese Personen, die überdurchschnittlich viele Medien gleichzeitig konsumieren, nur als ziemlich unkonzentriert, denn sie ließen sich beim Erledigen einer Aufgabe viel leichter ablenken als die ProbandInnenen der Vergleichsgruppe, die selten mehrere Medien gleichzeitig konsumieren, wodurch sich die Multitasker sich durch störende Signale eher ablenken ließen und mehr Zeit für die jeweilige Tätigkeit brauchten. Auch Informationen, die sie in ihrem Kurzzeitgedächtnis behalten hatten, konnten die Multitasker schlechter in wichtige und unwichtige einteilen und brauchten länger, um von einer zur anderen Tätigkeit zu wechseln. Dabei spielt gerade das schnelle Hin-und Herwechseln beim Multitasking die wichtigste Rolle. Vermutlich denken Multitasker stets darüber nach, was sie zuvor getan haben oder in Zukunft machen werden, und verschlechtern dadurch ihre Denkleistung. Bei intensivem Multi-Tasking leidet offensichtlich die Fähigkeit , unwichtige Einzelheiten aus dem breiten Informationsfluss zu filtern und die entscheidenden Details im Gedächtnis abzuspeichern, wobei die mangelnde Konzentration auch beim Umschalten zwischen verschiedenen Aufgaben recht deutlich sind. Die Studenten, die besonders viele Medien gleichzeitig nutzten, reagierten deutlich langsamer als solche, die nicht so intensives Multi-Tasking betrieben. Ob der Unterschied bei der Wahrnehmung und Verarbeitung von Fakten in der schwächeren Gruppe am Multitasking liegt oder aber Menschen mit geringerer Konzentrationsfähigkeit zum Multitasking neigen, kann in solchen Untersuchungen natürlich nicht bestätigt werden.

In einer neueren Untersuchung von Strayer, Watson, Jason & Drews (2011) an zweihundert StudentInnenen an einem Fahrsimulator, bei dem die Probanden gleichzeitig Aufgaben lösen und immer wieder in kritische Situationen versetzt wurden zeigte sich,  dass 97,5 Prozent beim Multitasking schlechter abschnitten, als wenn sie die ihnen gestellten Aufgaben getrennt voneinander erfüllten, wobei die Gedächtnisleistungen um elf und die Mathematikleistung um drei Prozent zurück gingen, die Bremszeit verlängerte sich um 20 Prozent. Nur 2,5 Prozent der Probanden schnitten beim Multitasking gut ab, d.h., sie lieferten gleiche und bessere Ergebnisse als beim getrennten Absolvieren der Aufgaben. Offenbar gelingt es nur ganz wenigen Probanden, beim simultanen Arbeiten ausreichende Konzentration auf die einzelnen Aufgaben aufzuteilen. Diese wenigen Probanden waren offenbar intelligenter und kümmerten sich gezielter um das Wichtige und schoben das Unwichtige beiseite. Sie konnten also aus den ihnen zur Verfügung stehenden Informationen besser diejenigen herausfiltern, die im Augenblick relevant waren, wodurch sie weniger abgelenkt wurden und genug Hirnressourcen blieben, um auch anspruchsvolle Aufgaben zeitgleich bewältigen zu können.

Die menschliche Aufmerksamkeit ist eine begrenzte Ressource und Menschen sind einfach nicht in der Lage, zwei hohe Konzentration erfordernde Tätigkeiten gleichzeitig zu bewältigen. In der Praxis muss man letztlich immer zwischen zwei Aufgaben hin und her springen, was “Zeitlöcher” bewirkt, die zwangsläufig die Qualität beider Tätigkeiten schmälern. Immer wieder wird Napoleon als als Beispiel angeführt, doch seine Fähigkeit bestand lediglich darin, mit sehr vielen unterschiedlichen Leuten binnen sehr kurzer Zeit zu kommunizieren, was Auswirkungen auf seine Kommandostruktur hatte, denn Napoleon musste als oberster Heerführer nur befehlen und nicht endlose Heeressitzungen durchführen. Allmählich überfrachtete zunehmender militärischer Erfolg und der nicht vollzogene Rollenwechsel auch Napoleon mit Informationen, führten zur Selbstüberschätzung und letztlich zur militärischen Niederlage

So verwundert auch nicht eine Studie von Psychologen der Universität Jena zur Wahrnehmung von emotionalen Reizen, dass die Konzentration auf eine visuelle Aufgabe in diesem Augenblick die Aufnahme und Verarbeitung von akustischen Reizen blockiert. Wenn z.B. ein Mann mal das Gesicht hinter einer Zeitung verbirgt und in die Sportberichte vertieft ist, während sich die Frau mit ihm unterhalten möchte und er auch auf die dritte Frage von ihr, inzwischen in deutlich verärgertem Ton, noch immer nicht reagiert, dann ist das nicht Desinteresse, sondern der Mann kann die Frau in dieser Situation gar nicht hören. Dieses Ergebnis widerspricht der Annahme, dass soziale emotionale Reize, insbesondere Wut, vom Gehirn automatisch verarbeitet werden, sondern das funktioniert nur nur, wenn Menschen nicht von visuellen Informationen abgelenkt sind.

Auch beim Lügen beschäftigt der Mensch notgedrungen einen Teil seines Gehirns – und der steht dann nicht mehr für andere Tätigkeiten zur Verfügung. Wie Luria und Rosenblum in”Applied Cognitive Psychology” schreiben, hat auch das Dual Tasking Grenzen: Wenn eine Aufgabe zu komplex wird, leidet die Ausführung einer anderen. So ist Schreiben eine automatisierte Angelegenheit, wobei ein Schreibender aktiv darüber nachdenkt, was er schreibt und wie er formuliert, aber nicht, wie groß ein Buchstabe im Vergleich zu einem anderen ist. Ein Lügner, der eine Unwahrheit zu Papier bringen will, unterdrückt diesen automatisierten Prozess aber und muss einen größeren Teil der Schrift aktiv produzieren, was zu verräterischen Veränderungen im Schriftbild führt. Studenten mussten in einem Experiment jeweils eine wahre und eine erfundene Geschichte in wenigen Sätzen schildern und auf eine mit Sensoren ausgestattete Oberfläche schreiben. Danach wurden die Eigenschaften des Schriftbildes analysiert (Druck, Größenverhältnisse der Buchstaben, Flüssigkeit des Schreibens). Man fand dabei signifikante individuelle Unterschiede zwischen den wahren und falschen Schilderungen einer Person.

Menschen unterschätzen ihre Ablenkbarkeit

In der Zeitschrift “Cyberpsychology, Behaviour and Social Networking” berichten Brasel & Gips (2011), dass ein paralleles Zweitmedium immer in bedenklichem Ausmaß ablenkt, ohne dass man sich dessen bewusst wird und die Effizienz und Produktivität in Frage stellt. In einen Experiment mit ProbandInnen, die in einem Raum mit Fernseher und Computer saßen und etwa eine halbe Stunde lang Zeit hatten, nach freiem Ermessen beide Medien zu nutzen, wurden mit einer Kamera die Augenbewegungen gefilmt. Zwar blickten die Probanden zwei Drittel der Zeit auf den Computer, doch im Durchschnitt wechselten alle 14 Sekunden die Augen zwischen den Bildschirmen, meist für Seitenblicke von zwei Sekunden oder weniger. Kaum jemals konzentrierten sie sich länger als eine Minute auf einen der beiden Bildschirme (Computer 7,5%, Fernseher 2,9%). Der Wechsel verlief fast ausschließlich unbewusst, denn die Probanden unterschätzten die Häufigkeit, wie oft ihr Blick gewandert war, in hohem Ausmaß. Sie fassen zusammen: “This overall pattern of results highlights the importance of exploring new media environments, such as the current drive toward media multitasking, and reinforces that self-monitoring, post hoc surveying, and lay theory may offer only limited insight into how individuals interact with media”.

Aus einem Gespräch von Norbert Lossau mit dem Hirnforscher Ernst Pöppel:

Es gibt hier ein großes Missverständnis. Aus neurobiologischer Sicht gibt es schlicht kein Multitasking. Das Gehirn kann sich immer nur auf eine Sache konzentrieren, denn das Bewusstsein hat zu jedem Zeitpunkt immer nur einen Inhalt. Multitasking kann also nur bedeuten, dass ein Mensch innerhalb eines größeren Zeitraums nacheinander verschiedene Dinge tut. In einem solchen Zeitfenster lassen sich natürlich viele Dinge erledigen. Aber dieser Modus ist ungeeignet, um Wissen aufzunehmen und nachhaltig im Hirn zu verankern. Menschen, die auf diese Weise den ganzen Tag lang Dinge nur erledigen, wissen am nächsten Morgen nicht mehr, was sie gemacht haben. (…) Es würde in Deutschland einen unglaublichen Innovationsschub geben, wenn alle Menschen mal eine Stunde am Tag nicht kommunizieren und sich mal auf irgendeine Sache richtig konzentrieren würden. Man muss dem Gehirn einfach mal eine Chance geben und es in Ruhe denken lassen. Nur so können neue Gedanken entstehen. Das sollten auch die Pädagogen begreifen. Schule muss neu organisiert werden und schon im Kindergarten sollte man beginnen, aufmerksam zu lernen.”

Zwei Gehirnhälften, maximal zwei Aufgaben scheinbar gleichzeitig

Charron & Koechlin (2010 haben in einer Studie gezeigt, dass das menschliche Gehirn maximal zwei einigermaßen anspruchsvolle Aufgaben gleichzeitig bewältigen kann, wobei gleichzeitig allerdings in dem Fall oft zwangsläufig parallel bedeutet, denn das Gehirn bearbeitet Aufgaben immer nacheinander, gestaffelt und zeitlich gerafft. Das Gehirn legt, wenn es eine Aufgabe für die Bearbeitung einer zweiten unterbricht, dabei die wichtigsten Inhalte der ersten in einem Zwischenspeicher ab, d.h., es teilen sich die zwei Frontallappen die Arbeit, indem sie simultan die zwei Ziele und damit verbundene Handlungen repräsentieren. Der hinterste Teil der Frontallappen ermöglicht es dann, zwischen diesen Zielen hin- und herzuschalten, also eines zu verfolgen, während das andere Pause hat. Diese Teilung zwischen den Hemisphären erklärt, warum Menschen nie mehr als zwei Aufgaben korrekt ausführen können.Eine Übung der Multitaskingfähigkeiten bedeutet daher nur, die Geschwindigkeit der Signalübertragung in den betreffenden Gedächtnis- und Verarbeitungszentren zu steigern, was bis zu einem gewissen Grad möglich ist, aber nie wirklich verlustfrei funktioniert. Da der Mensch nur zwei Gehirnhälften besitzt, ist diese Form des falschen Multitasking also nur bei zwei Aufgaben möglich, d.h., hier liegt die Kapazitätsgrenze, die Menschen in ihren höheren kognitiven Funktionen stark einschränkt. Die Studienergebnisse erklären übrigens auch, warum Menschen zwr gut im Lösen von binären Aufgaben sind, aber bei Multiple-Choice-Aufgaben mit mehr als zwei Alternativen eher schlecht abscheiden.

Genaue Alltagsbeobachtungen haben ohnehin Multitasking längst als Mythos etlarvt, etwa durch den vertrauten Anblick eines auf der Autobahn zwischen den Fahrspuren herumschlingernden Wagens, dessen Fahrer am Mobiltelefon seinen Geschäften nachgeht.

Ältere Menschen können schlechter umschalten

Adam Gazzaley hat in einem Experiment mit Versuchsteilnehmern unterschiedlichen Alters festgestellt, dass vor allem bei Älteren Menschen die Gedächtnisleistung bei ständigen Unterbrechungen stark nachlässt. Er ließ Teilnehmer zunächst eine Szene beobachten, bei der mehrere Sekunden lang ein Gesicht eingeblendet wurde, dessen Geschlecht und Alter die Probanden schätzen sollten. Daran anschließend wurden wieder Fragen zur Anfangsszene gestellt, wobei sich zeigte, dass Probanden im Alter von 20 bis 39 Jahren recht gut mit der Unterbrechung umgehen konnten, während es der Gruppe der 60- bis 80-Jährigen schwerer fiel, sich von einer Sekunde auf die andere daran zu erinnern, was sie ursprünglich tun sollten. Da man gleichzeitig die Abläufe im Gehirn beobachtete, zeigte sich, dass es den jüngeren Probanden möglich war, die von einer Aufgabe aktiven Gehirnbereiche schneller “auszuschalten”, um sich dann wieder der ursprünglichen Tätigkeit zu widmen, während bei Alteren blieben diese Gehirnabschnitte länger aktiv blieben.

Vom Multitasking zum Monotasking

In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung sagt dazu der Psychologe und ehemalige Google-Vorstand Douglas Merrill:

Douglas Merrill: Wir alle glauben, dass wir gut im Multitasking sind und viele Sachen gleichzeitig erledigen können. Aber wir sind in Wirklichkeit schlecht darin, und das ist auch logisch: Wenn wir uns einer neuen Sache zuwenden, müssen wir erst einmal einen Haufen Dinge aus unserem Gedächtnis in unser Gehirn “hochladen”. Wenn wir nun verschiedene Prozesse gleichzeitig erledigen, holen wir immer wieder neue Informationen und speichern die alten schlecht ab. So transportieren wir die Informationen hin und her, mit der Folge, dass wir bei dem, was wir machen, schlechter werden.
sueddeutsche.de: Gibt es einen Weg zurück zum Monotasking?
Merrill: Wir müssen dazu kommen, Dinge nacheinander zu erledigen. Es gibt so viele Reize – der Kollege, der an unserem Büro vorbeiläuft, das angeschaltete Handy, das offene E-Mail-Postfach. Wir sind leicht abzulenken, deshalb müssen wir diese Faktoren minimieren. Wenn Sie ständig unnötigerweise Ihre Mails abrufen, schließen Sie das Programm eine Zeitlang. Wenn die Kollegen stören, richten Sie Ihren Schreibtisch mit dem Rücken zur Tür aus. Und tun Sie das, was gerade anliegt.
sueddeutsche.de: Aber liegt das Verführerische im Multitasking nicht darin, dass es so viele Dinge gibt, die wir erledigen können?
Merrill: Wir müssen uns angewöhnen, unsere Aufgaben zu priorisieren. Ich setze mich beispielsweise jeden Morgen 15 Minuten hin, sehe mir meinen Zeitplan und meine Aufgabenliste für den heutigen Tag an. Und dann gewichte ich: Die wichtigen Sachen wandern nach oben, die unwichtigen nach unten.

Quellen:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/979384/ (09-06-10)
http://www.pnas.org/content/early/2009/08/21/0903620106 (09-08-08)
http://science.orf.at/science/news/156611 (09-08-08)
http://www3.interscience.wiley.com/cgi-bin/fulltext/122580309/PDFSTART (09-09-03)
http://www.welt.de/die-welt/wissen/article6957033/Schulbuecher-mit-Zeitungsspalten.html (10-03-28)
http://www.sueddeutsche.de/digital/selbstorganisation-im-digitalen-chaos-wir-ertrinken-in-der-informationsflut-1.970398 (10-07-06)
Brasel, S. Adam & Gips, James (2011). Cyberpsychology, Behavior, and Social Networking. doi:10.1089/cyber.2010.0350.
Charron, Sylvain & Koechlin, Etienne (2010). Divided Representation of Concurrent Goals in the Human Frontal Lobes. Science, 328, 360 – 363.
Clapp, Wesley C., Rubens, Michael T., Sabharwal, Jasdeep, & Gazzaley, Adam (2011).Deficit in switching between functional brain networks underlies the impact of multitasking on working memory in older adults.
WWW: http://www.pnas.org/cgi/doi/10.1073/pnas.1015297108 (11-04-02)
Strayer, David L., Watson, Jason M. & Drews, Frank A. (2011). Cognitive Distraction
While Multitasking in the Automobile. In Brian Ross (Eds.), The Psychology of
Learning and Motivation (pp. 29-58). Burlington: Academic Press.



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