Wie man beim Lernen Zeit sparen kann: Die Lernmethode Active Recall

Sprache lernen im Vorübergehen! Lernposter

Die Lernmethode des Active Recall basiert auf der Annahme, dass Wissen dann am besten gelernt wird, wenn man sich selber immer wieder überprüft und das Wissen aktiv aus seinen Erinnerungen rekonstruiert. Daraus resultiert einerseits ein besseres Gedächtnis in Bezug auf Faktenwissen, aber es kommt andererseits auch zu einer Verbesserung des konzeptuellen Denkens durch Bilden neuer Verknüpfungen im Gehirn.

Für manche ist das Überprüfen bzw. Testen als eine Lernmethode nicht sehr beliebt, denn es erinnert zu sehr an Prüfungen, gegen die in der Schule viele eine Aversion entwickelt haben. Manche glauben auch, dass man Wissen erst in den Kopf sicher hinein bekommen muss, bevor man es überhaupt abprüfen kann – doch das ist aus lernpsychologischer Sicht nicht richtig. Viele haben in der Schule auch gehört, man muss ein Lernmaterial auch nur oft genug lesen und irgendwann merkt man sich den Stoff dann auch. Auch diese Annahme ist aus lernpsychologischer Sicht grundlegend falsch.

Zugegeben, die Lernmethode des Active Recall ist anstrengend, denn man muss seine grauen Zellen strapazieren, um neue Verknüpfungen im Gehirn zu entstehen zu lassen, sodass man lieber gemütlich den Text zum vierten Mal überfliegt. Allerdings ist in der Regel dieses bloß wiederholende Lesen oder Überfliegen wesentlich zeitaufwändiger, als wenn man einmal einen Lernstoff mit der Methode des Active Recall überprüft. Allein dieses Argument sollte dafür sprechen, diese Methode einmal beim Lernen für die nächste Prüfung auszuprobieren.

Siehe dazu auch Falsche Lernstrategie Nummer 1: Wiederholtes Lesen.





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