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Was können Eltern beim morgendlichen Trödeln ihre Kinder machen?

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Kinder trödeln aus verschiedenen Gründen, oft steckt kein böser Wille dahinter. Ein Hauptgrund ist das Bedürfnis nach Bindung und Sicherheit. Gerade morgens, wenn die Trennung von den Eltern bevorsteht, suchen Kinder Nähe und Geborgenheit. Das Trödeln kann ein unbewusster Versuch sein, die Zeit mit den Eltern zu verlängern und den „Bindungsakku“ aufzuladen. Hinzu kommt, dass Kinder, besonders im Kita-Alter, oft noch kein ausgeprägtes Zeitgefühl haben und sich in ihrer eigenen Welt verlieren können. Was Eltern als „Trödeln“ empfinden, ist für Kinder möglicherweise einfach nur ein langsames, entdeckungsreiches Erkunden ihrer Umgebung. Auch Überforderung und Unsicherheit können eine Rolle spielen. Der Übergang vom gemütlichen Zuhause in die Kita-Umgebung mit neuen Herausforderungen kann Kinder überfordern. Das Trödeln dient dann als „Aufschub“, um sich innerlich auf die neue Situation einzustellen. Nicht zuletzt kann das Trödeln auch ein Ausdruck von Autonomie sein. Kinder möchten ihren eigenen Willen ausdrücken und selbst bestimmen, wann und wie Dinge geschehen.

Eltern können mit dem Trödeln liebevoll und verständnisvoll umgehen. Wichtig ist, das Trödeln als ein natürliches Bedürfnis des Kindes anzuerkennen und nicht als böswillige Absicht zu sehen. Geduld und Empathie sind der Schlüssel. Versuchen Sie, sich in die Lage Ihres Kindes zu versetzen und seine Bedürfnisse zu verstehen. Praktische Tipps können den Morgen erleichtern: Bereiten Sie Kleidung, Schuhe und Tasche bereits am Vorabend vor, decken Sie den Frühstückstisch und überlegen Sie gemeinsam, was in die Kita-Tasche kommt. Feste Abläufe und Rituale am Morgen geben dem Kind Sicherheit. Singen Sie gemeinsam ein Lied oder bauen Sie ein kleines Spiel in die Morgenroutine ein. Planen Sie genügend Zeit ein, um Stress zu vermeiden, und helfen Sie Ihrem Kind, Zeitspannen besser einzuschätzen, zum Beispiel mit einem visuellen Timer. Kommunizieren Sie ruhig und liebevoll mit Ihrem Kind, anstatt zu drängen oder zu schimpfen. Zeigen Sie Verständnis („Ich weiß, dass es manchmal schwerfällt, sich von Mama/Papa zu trennen“) und suchen Sie gemeinsam nach Lösungen, wenn es Probleme gibt. Loben Sie Ihr Kind, wenn es etwas gut oder schnell gemacht hat, und bieten Sie kleine Belohnungen für erreichte Ziele an. Geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Optionen zu wählen (z.B. „Möchtest du das blaue oder das grüne Shirt anziehen?“). Eine entspannte Kuscheleinheit am Morgen kann helfen, den „Bindungsakku“ aufzuladen.

Wenn das Trödeln jedoch zum Problem wird, ist es wichtig, die Ursachen zu erforschen. Beobachten Sie, in welchen Situationen das Trödeln besonders häufig auftritt, und sprechen Sie mit Ihrem Kind, um herauszufinden, was ihm vielleicht Angst macht oder warum es trödelt. Ein Gespräch mit den Erziehern in der Kita kann Ihnen möglicherweise Einblicke in das Verhalten Ihres Kindes geben. Gemeinsam können Sie nach Lösungen suchen, wenn es Probleme in der Kita gibt. Wenn das Trödeln sehr ausgeprägt ist und den Familienalltag stark beeinträchtigt, kann es sinnvoll sein, einen Kinderpsychologen oder eine Familienberatungsstelle aufzusuchen.

Eltern sollten sich bewusst sein, dass sie selbst oft Vorbilder für das Verhalten ihrer Kinder sind. Wenn Eltern gestresst und gehetzt sind, kann sich das auf die Kinder übertragen. Jedes Kind ist anders und hat seine eigene Geschwindigkeit. Eltern sollten versuchen, die individuellen Bedürfnisse ihres Kindes zu berücksichtigen. Nicht immer läuft alles nach Plan. Eltern sollten flexibel sein und sich anpassen können, wenn unvorhergesehene Dinge passieren.




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