Ethikunterricht

Ab dem Schuljahr 2020 wird es in Österreich an Schulen mit höheren Schulstufen einen Ethikunterricht geben. In den Ethikunterricht müssen aber nur jene SchülerInnen, die nicht in den Religionsunterricht gehen. Der Bildungsminister Heinz Faßmann will, dass die SchülerInnen in diesem Unterricht respektvollen Umgang miteinander lernen, etwa Probleme untereinander ohne Gewalt zu lösen. Außerdem sollen sie lernen, wie man nachhaltig einkauft und welche Bedeutung Technologie für unser Leben hat.

Seit 1997 wurde im Rahmen von Schulversuchen an immer mehr österreichischen Schulen Ethik als Ersatzfach für Religion angeboten, denn die Kirchenaustritte waren kontinuierlich gestiegen und das Image der Kirchen wurde oftmals so beschädigt, dass viele Menschen ohne religiöses Bekenntnis lebten. An manchen Oberstufenschulen meldeten sich mehr als die Hälfte der SchülerInnen vom konfessionellen Religionsunterricht ab. Das Konzept eines Ethikunterrichts wurde dadurch zunehmend populär und politisch vertretbar, wobei auch die katholische Kirche nicht mehr dagegen war und so wurde Ethikunterricht als Ersatzfach für den Religionsunterricht als Schulversuch genehmigt.








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