Benachteiligte Grundschulkinder: Studierende übernehmen persönliche Patenschaften

Studierende in Essen wurden in vertrauensvollen Beziehungen „Paten“ benachteiligter Grundschulkinder. Zum Ende des ersten Projektjahrs zieht Prof. Dr. Gisela Steins eine positive Bilanz: Die Beziehungsarbeit erweitert bei den Kindern das Selbstkonzept und bereichert bei den Studierenden das professionelle Wissen. Die Psychologin fordert, derartige Patenschaften unter fachlicher Anleitung bundesweit zu organisieren.
„Emotional sollte durch die verlässliche Beziehung die Erfahrung einer Bindung zustande kommen, die dazu führt, dass das Kind zu der betreuenden Bezugsperson Vertrauen aufbauen kann – als Grundvoraussetzung für die Entwicklung eines positiven Selbstwertgefühls. Kognitiv-intellektuell stimulierend sind für alle Menschen neue – insbesondere positive – Erfahrungen. Insofern stellt das Projekt hohe Ansprüche an die Involviertheit der BetreuerInnen, es greift aber auch direkt an den Hauptursachen sozialer Ungerechtigkeit an.“
Die Integration der Projekte „in entsprechende Studiengänge ist ein eleganter und unvermeidlicher Weg, um benachteiligten Kindern und Studierenden soziale und bildungsimmanente Vorteile zu verschaffen.
Eine weitere Idee bezieht den hohen Anteil an Personen mit ein, die in Deutschland nicht erwerbstätig sind. Möglicherweise wäre die Einbeziehung lernwilliger und interessierter Ruheständler eine großartige Möglichkeit des Austausches zwischen den Generationen“, schreibt Gisela Steins.






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