Unterrichtseinstieg Redekette

Die Lehrerin bzw. der Lehrer stellt eine Frage, die sehr viele Möglichkeiten der Beantwortung lässt oder einen entsprechenden Impuls. Die Frage bzw. Aufgabenstellung sollte offen sein, damit alle SchülerInnen den Sinn des Gesprächs verstehen, denn nur so wird gewährleistet, dass sich die ganze Klasse beteiligen kann und das Unterrichtsgespräch nicht nach wenigen Beiträgen endet.

Ein Schüler bzw. eine Schülerin beginnt mit der Beantwortung der Frage und nimmt einen anderen Schüler bzw. eine andere Schülerin dazu mit. Es entsteht so eine Kette von Beiträgen, die von der Lehrerin bzw. vom Lehrer nicht unterbrochen wird, sondern diese greifen nur ein, wenn die Regeln missachtet werden. Die Lehrerin bzw. der Lehrer kann nach Beendigung auf einzelne Äußerungen eingehen oder eine Zusammenfassung des Gesagten geben.

Diese Methode eignet sich gut als Einstieg in ein Thema, zu dem sich die SchülerInnen frei äußern können, ohne dass es falsche Antwortmöglichkeiten gibt. Sie kann ebenfalls in Unterrichtsphasen eingesetzt werden, die dem Erfahrungs- oder Meinungsaustausch, der Sammlung von Ideen usw. dienen sollen.

Die SchülerInnen haben dabei die Möglichkeit, mehr miteinander zu sprechen als nur mit der Lehrerin bzw. dem Lehrer, die sich auf das Zuhören konzentrieren kann.

Für diese Methode muss es möglich sein, dass die SchülerInnen Blickkontakt zueinander haben, d. h., die Sitzordnung sollte so angepasst werden, dass sich alle anschauen können. Damit auch alle SchülerInnen an die Reihe kommen, müssen eventuell Regeln aufgestellt werden, etwa dass Mädchen und Buben abwechselnd an die Reihe kommen müssen. Man kann sich auch am Alphabet orientieren.

Literatur

Mattes, Wolfgang (2002). Methoden für den Unterricht. 75 kompakte Übersichten für Lehrende und Lernende. Paderborn: Schöningh.






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