Ziele der European Network of Teacher Education Policies

Der Grundgedanke ist die Lehrerbildung so neu zu gestalten, dass diese die künftigen Generationen für das europäische Gemeinschaftsgefühl und Zugehörigkeit vorzubereiten. Diese Idee kommt von der ENTEP (European Network of Teacher Education Policies). Damit will man eine Steigerung der Qualität der Lehrerbildung erreichen, gemeinsam Lehrerbildungsprogramme entwickeln, welche der europäischen Dimension entsprechen. Weiteres geht es darum den Lehrerberuf besser in der Öffentlichkeit dazustellen und auch die Lehrermobilität in der EU zu erweitern. Es geht dabei nicht um ein bestimmtes, EU weit gültiges Lehrermodell, sondern darum wie man eine Lehrkraft „europäisch“ macht. Die Lehrer sollen sich gut geschult für das 21. Jahrhundert fühlen um den künftigen Anforderungen zu entsprechen. Es handelt sich dabei nicht um grundlegende Fähigkeiten zu unterrichten oder Fachwissen, sondern vielmehr darum Lehrer zu besseren Lehrern zu machen. Schüler sollen mehr über politische Bildung erfahren um in einer multikulturellen und toleranten Gesellschaft leben zu können.
Genauso wie die Kompetenzen der Lehrer gefördert werden, genauso sollen auch die der Schüler weiter entwickelt werden und zwar so, dass diese bereit sind für die neue Gesellschaft. Denn die neue Gesellschaft ist geprägt von neuem Wissen und neuen technologischen Möglichkeiten.
Nicht zu vergessen ist, dass es andauernd soziale Veränderungen durch die kulturelle und ethnische Vielfalt der Schüler gibt. Somit soll auch das Umfeld des Unterrichts verändert werden. Schüler sollen Teamfähig sein, über das Klassenzimmer hinaus mit anderen Sozialpartnern arbeiten können. Deshalb ist es wichtig, dass auch Lehrer am Schulcurriculum mitarbeiten, die Eltern mit ein beziehen in das Schulleben und ihre Professionalität im Unterricht steigern.

Der Europäische Gedanke im Schulwesen

LehrerInnen sind verantwortlich für die Bildung der zukünftigen Bürger der Union. Es soll eine Generation heranwachsen, welche zwar die Traditionen des eigenen Herkunftslandes bei behält, jedoch auch ein Grenzen überschreitendes, für neues offenes Bewusstsein schafft. Es geht nicht darum, den „europäischen Superlehrer“ zu konstruieren. Vielmehr die europäische Identität zu prägen, Kenntnisse über Europa zu vermitteln, europäische Sprachkenntnisse zu erweitern und zu verbessern, ein Gefühl für europäische Professionalität, Bürgerschaft und Qualität geben zu können.
Es gibt auch einige Vorteile für die Lehrkräfte. Sie haben die Möglichkeit innerhalb der EU unterrichten zu können, andere Kulturen zu erleben und Sprachkompetenzen zu erweitern oder gleich neu zu bilden. Dadurch wird den Schülern auch die Chance geboten Kontakte mit Gleichaltrigen aus dem gesamten EU Raum zu knüpfen. Austauschprogramme können viel leichter stattfinden. Dies führt zum Zusammenwachsen der Union und fördert die kulturelle Vielfalt als beispielhaftes miteinander Leben in der Zukunft. Denn dies ist natürlich viel einfacher, wenn durch „europäische Lehrkräfte“ über sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg unterrichtet wird. Eine weitere Folge dieses Modelles kann sein, dass die Schüler besser auf ein Leben in der europäischen Gemeinschafft vorbereiten können, multikulturelle Werte viel besser vermittelt werden. Die Schüler profitieren genauso von der Möglichkeit die Sprachkompetenzen zu erweitern, und können sich allgemeine Kultur kennen zu lernen, dieser aber auch aus kritischen Blickwinkeln zu betrachten. Autonome, verantwortungsbewusste und aktive europäische Bürger sollen daraus resultieren.

Literatur
Schratz, M. (2009). Kompetenzen einer europäischen Lehrerin/eines europäischen Lehrers. Erziehung und Unterricht, 159, 111-118.






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