Geschlecht lernen – Gendersensible Didaktik und Pädagogik



Von frühester Kindheit an werden bestimmte Werte, Muster und Vorbilder vermittelt. Lehrende und Lernende nehmen dabei – oft auch unbewusst – Klischees und Stereotypen an, die zu einer Verfestigung von diskriminierenden Geschlechterrollen beitragen. Interessenzuschreibungen sowie Berufs- und Studienwahl sind bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach wie vor geschlechtsspezifisch sehr unterschiedlich. Vor allem naturwissenschaftliche und technische Disziplinen wie etwa Physik, Informatik und Mechatronik gelten als männlich und werden durch unreflektierte didaktische Methoden reproduziert. Wie wird Geschlecht erlernt und auch wieder verlernt? Was leistet eine gendersensible Didaktik und Pädagogik an Schulen und Universitäten für eine egalitäre Gesellschaft? Auch Sprache trägt als Kommunikationswerkzeug wesentlich zu geschlechtssensibler Wahrnehmung bei. Eine geschlechtergerechte Verwendung spielt in der modernen Pädagogik und in der Unterrichtskommunikation eine wichtige Rolle, da unreflektierter Sprachgebrauch oft geschlechtsstereotype Bilder zementiert und so letztendlich Frauen diskriminiert.



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Geschlechtsunterschiede beim Erlernen des Umgangs mit dem Computer



Mach Eurydice, dem Informationsnetz zum Bildungswesen in Europa, unterscheiden sich die Geschlechter deutlich:

  • Europaweit erwerben Jungen ihre Computerkenntnisse überwiegend eigenständig oder gemeinsam mit Freunden, während Mädchen die Schule und die Familie als die bedeutsamsten Lernorte benennen.
  • Bei der Internetnutzung und dem E-Mail-Versenden bewerten sich über 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler als kompetent. Geschlechtsspezifische Unterschiede zeigen sich in den komplexeren Anwendungen.
  • Die Schere öffnet sich beim Datenmanagement, das nach eigener Einschätzung 71 Prozent der Mädchen und 84 Prozent der Jungs beherrschen.
  • Sie setzt sich fort über komplexere Internetanwendungen wie das Downloaden von Dateien (55 Prozent Mädchen, 83 Prozent Jungen).
  • Die erweiterte Kommunikation wie das Öffnen von E-Mail-Anhängen oder das Anlegen von Adressverteilern zeigt geschlechtsspezifische Unterschiede (45 Prozent Mädchen, 62 Prozent Jungen).
  • Solche Unterschiede sind auch bei der Installation von Software oder dem Erstellen von Internetseiten zu beobachten (20 Prozent Mädchen, 42 Prozent Jungen).
  • Generell macht es Jungen meist richtig Spaß mit dem Computer zu arbeiten und sie verbringen mehr Zeit damit als Mädchen.

Siehe auch generell zu Geschlechtsunterschieden

Quelle: Imke Troltenier: Gender-Blick im Unterricht.
WWW: http://www.lehrer-online.de/genderblick.php
WWW: http://www.lehrer-online.de/dyn/bin/
516446-522073-1-projektbeschreibung_genderblick.pdf (07-09-09)



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