Schulklima wörtlich

Kinder verbringen einen Großteil ihrer Zeit in Klassen- und Lehrräumen, die aus unterschiedlichen Gründen kein optimales Innenraumklima anbieten, denn eine mangelnde Lüftungsrate mit daraus resultierendem zu hohem CO2-Gehalt findet sich bei Messungen ebenso wie zu hohe Raumtemperaturen im Sommer. Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik hat in einer Metastudie aus zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten von 1965 bis 2015  erhoben, dass bezüglich der CO2-Konzentration äußerst unterschiedliche Messwerte von 750 bis 2000 ppm bis zu 6000 ppm festgestellt werden konnten. Allerdings ist die wissenschaftliche Literatur zum Thema CO2-Konzentration und Lernverhalten spärlich, doch aus fünf Publikationen ließ sich folgern, dass Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit mit abnehmendem CO2-Gehalt in der Raumluft nimmt, und auch, dass die Abwesenheitsrate von Schülern und Studierenden bei schlechter Luft wächst und demnach Fehlzeiten mit der CO2-Konzentration im Lehrraum korreliert sind. Dass auch das Tageslicht das Lern- und Arbeitsverhalten beeinflusst, bestätigen ebenfalls mehrere Studien, denn je mehr Tageslicht in das Klassenzimmer fällt, umso höher ist auch die Leistungsfähigkeit der SchülerInnen. In den untersuchten Räumen mit dem größten Tageslichtanteil waren etwa die Schüler um sieben bis 18 Prozent leistungsfähiger als in den Räumen mit dem niedrigsten Tageslichteinfall.

Quelle
http://www.ibp.fraunhofer.de/de/Presse_und_Medien/Presseinformationen/pm_09052016_literaturstudieklassenzimmer.html (16-05-08)






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