Der Legastheniebegriff und die Folgen einer einseitig medizinischen Sichtweise

Unter dem Titel „Der Legastheniebegriff und die Folgen einer einseitig medizinischen Sichtweise“ schreibt Dr. Nicole Robering: „Wünschenswert im Sinne von Handlungsmöglichkeiten eröffnend wäre eine höhere Akzeptanz von Unterschiedlichkeit und eine größere „Fehlerfreundlichkeit“ in Schule und Gesellschaft. Zusätzlich könnte eine größere „Fehlerfreundlichkeit“ die Kinder vor Entwertungen und negativen Selbstzuschreibungen schützen. Diese Fehlerfreundlichkeit ist in der Arbeit mit Kindern mit Schwierigkeiten im Schriftspracherwerb im doppelten Sinne bedeutsam. Ein anderer Umgang mit Fehlern muss dabei nicht bedeuten, dass Rechtschreibförderung aufgegeben oder als unnötig abqualifiziert wird. Auch dies wäre wieder eine einseitige Position in einer ohnehin von Einseitigkeit dominierten Diskussion.
Von großer Bedeutung bleibt in jedem Fall, in welche Haltung der Umgang mit Schriftsprache und insbesondere auch der Umgang mit Fehlern eingebettet ist: in eine festschreibende, die Handlungsmöglichkeiten einengende Haltung, oder in eine unterstützende, die Handlungsmöglichkeiten erweiternde Haltung.“

Siehe dazu Legasthenie






Eine Reaktion zu “Der Legastheniebegriff und die Folgen einer einseitig medizinischen Sichtweise”

  1. Legasthenie bei Kindern und Jugendlichen auf Effekt

    […] hier […]

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