PISA – Programme for International Student Assessment

Das „Programme for International Student Assessment“ ist die weltweit bislang größte Bildungsstudie, an der sich zu Beginn 32 Industrienationen beteiligten, und seit 2000 im Auftrag der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) läuft. PISA soll die Stärken und Schwächen der Schülerinnen und Schüler erfassen und damit verlässliche Aussagen über die Leistungsfähigkeit der Bildungssysteme ermöglichen. Gleichzeitig sollen Ansatzpunkte für eine Qualitätsentwicklung in den Schulen aufgezeigt werden. In regelmäßigen Abständen will PISA Hinweise für die Schulpolitik, Fachdidaktik und Lehrerbildung liefern. Dazu werden u.a. im Abstand von drei Jahren die Schulleistungen der 15-jährigen Schülerinnen und Schüler nacheinander in den Bereichen Lesekompetenz (Reading Literacy), Mathematische Grundbildung (Mathematical Literacy) und Naturwissenschaftliche Grundbildung (s. Scientific Literacy ) gemessen. In den drei Runden erhält jeweils ein anderer Kompetenzbereich einen größeren Testanteil: Lesekompetenz (2000), Mathematische Grundbildung (2003), Naturwissenschaftliche Grundbildung (2006).
Neben zahlreichen Tendenzen zeigt die Studie, dass es keinen einzelnen Faktor gibt, der erklärt, warum einige Schulen und Länder bessere Ergebnisse aufweisen, aber einige Schulpolitiken und Praktiken mit Schulerfolg in Verbindung gebracht werden können. Positive Auswirkungen haben zum Beispiel das Ausmaß, in dem Schüler Schulressourcen nutzen können, in dem Fachlehrer zur Verfügung stehen und in dem Schulen am Entscheidungsprozess mitwirken können. Die Leistungen sind auch dort besser, wo Lehrer motiviert sind und hohe Erwartungen haben und wo die Disziplin und Beziehungen in den Klassenräumen gut sind.

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