Pädagogik bei Krankheit – der Unterricht kranker Kinder

Die schulische Versorgung kranker Kinder und Jugendlicher ist nach Ansicht von Expertinnen überwiegend defizitär, wobei das Grundrecht auf Bildung durch schulischen Unterricht für kranke Kinder oft ohne nachvollziehbare Begründung (bürokratische Hürden) eingeschränkt ist und der Unterricht häufig von fachfremden Pädagogen erteilt wird. In der Praxis werden SchülerInnen aus bildungsfernen und soziokulturell schwachen Milieus bzw. SchülerInnen mit Migrationshintergrund benachteiligt. Für viele Schüler verzögert sich aus verwaltungsorganisatorischen Gründen häufig der tatsächliche Unterrichtsbeginn um mehrere Wochen. Die Unterrichtsversorgung sollte regulär von LehrerInnen der Schule für Kranke sichergestellt werden, weil die Pädagogen der Stammschule oftmals aufgrund ihrer festen Unterrichtsverpflichtungen nicht in der Lage sind, flexibel in dem pädagogisch sinnvollen Umfang Hausunterricht anzubieten. In aller Regel wird kranken Kindern nur Unterricht in Kernfächern angeboten, da in der Kranken-Schule nicht die Ressourcen für einen üblichen naturwissenschaftlichen Unterricht zur Verfügung stehen. 34 AutorInnen – überwiegend aus pädagogischen Berufen – haben das neue Buch mit Erfahrungen, Best practice-Beispielen, motivierenden Anregungen und Reflexionen gefüllt.






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