Medienkompetenz in der Schule

Unter Schlagworten wie innovative Schulentwicklung und Qualitätssteigerung in Lernprozessen halten Informations- und Kommunikationstechnologien in Bildungseinrichtungen vom Kindergarten bis zur Universität Einzug. Nahezu euphorisch werden Technisierung und Digitalisierung des Lernens als neue didaktische und pädagogische Methoden gefeiert, versprechen sie doch eine Flexibilisierung von Lernorten und Lernzeiten, verkürzte Kommunikationswege und die Eigenverantwortung des Schülers bzw. der Schülerin über den eigenen Lernprozess. Durch digitale Schulbücher, mobiles Lernen mit mobilen Lernbegleitern wie Tablets oder Smartphones sollen die Heranwachsenden endlich zu digital kompetenten Mitgliedern der Gesellschaft werden. Allerdings stellt sich die Frage, es überhaupt möglich und wünschenswert ist, Bildungs- und Lernprozesse zu digitalisieren, schließlich sind Medien nicht nur eine Form der Codierung von Inhalten wie Texten oder Bildern, sondern sie transportieren implizit auch Ideologien und Wertvorstellungen.

Die technische Ausstattung und die medienpädagogische Kompetenz lassen hingegen an vielen Schulen auch heute noch zu wünschen übrig. SchülerInnen sind ihren LehrerInnen im Umgang mit den neuen Medien oftmals voraus. Dieser Umgang bezieht sich allerdings meist auf die technischen Kenntnisse, nicht auf deren verantwortungsbewusste und sinnvolle Nutzung. Dieses Buch von Heinz Moser soll die Medienkompetenz aller an Schule Beteiligten fördern. Das betrifft zum einen die Frage, inwiefern sich digitale Medien für Lernprozesse eignen, sei es durch nachhaltige Nutzung des Computers oder Unterricht im virtuellen Raum. Zum anderen geht es darum, den SchülerInnen einen kritischen Umgang mit den neuen Medien zu vermitteln. Und nicht zuletzt soll auch die Schulleitung für das Thema Medien sensibilisiert werden.






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