Lehrer als Coach, Berater und Vorbild für selbstreguliertes Lernen

Neue Chancen für LehrerInnen sehen die Psychologie-Professoren Heidrun Stöger und Albert Ziegler in einem – bislang wenig gewohnten – Rollenverständnis als Coach und Lernberater: Pädagogen können informieren, motivieren, korrigieren – und gleichzeitig vorbildlich agieren. In ihrem neuen „Trainingshandbuch selbstreguliertes Lernen II“ beschreiben die Autoren die typischen Tätigkeiten „einer Lehrkraft, die als Lernberater fungiert:

  • Sie demonstriert immer wieder, wie wichtig das ´Wie ` des Lernens ist. Sie zielt darauf ab, dass Schüler schlechte Leistungen auf schlechtes/fehlerhaftes Lernen sowie gute Leistungen auf richtiges Lernen zurückführen.
  • Sie fördert die Selbstbeobachtungsfähigkeiten der Schüler, fordert sie zur Selbstreflexion des eigenen Lernens auf und bietet Anregungen zur Verbesserung des Lernens.
  • Sie benennt, lehrt und demonstriert im Unterricht Lernstrategien.
  • Sie bietet vielfältige Gelegenheiten zu Lerngesprächen, in denen Schüler individuelles und unmittelbares Feedback zur Effizienz ihres Lernens erhalten.
  • Sie fungiert als Lernmodell für die Einübung der einzelnen Zyklusschritte selbstregulierten Lernens.
  • Sie tritt nicht als Alleinherrscherin des Unterrichts auf, sondern sieht ihre Aufgabe in der Lernförderung und verhält sich daher hauptsächlich unterstützend.




2 Reaktionen zu “Lehrer als Coach, Berater und Vorbild für selbstreguliertes Lernen”

  1. StephanZ

    Das kann aber auch ein gewaltiger Schuss nach hinten werden. Verbessert sich das Lernen des Schülers nicht, bekommt er noch mehr das Gefühl, dass er schlecht ist. Er lernt es ja trotz Methode nicht.

  2. Administrator

    @ StephanZ
    Mir ist der Bezug des Kommentars nicht ganz klar, denn erfolglos zu sein mit „schlechtem Lernen“ ist in diesem Sinn ja nicht schlimmer als „gutes Lernen“ ohne Erfolg. Eine reflektierte Methode ist an und für sich schon motivierender als eine unreflektiert vorgegebene.

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