Lehr-Lern-Forschung, Unterrichtsforschung

Der Begriff der Lehr-Lern-Forschung (research on learning and instruction“ wurde Mitte der 70er Jahre geprägt und hat sich als Bezeichnung für ein Forschungsprogramm innerhalb der empirischen Bildungsforschung und Pädagogischen Psychologie etabliert, das aus der älteren empirischen Unterrichtsforschung hervor-gegangen und eng mit der Instruktionspsychologie wie psychologischen Lernforschung verknüpft ist. Lehr-Lern-Forschung ist eine auf Lehr-Lern-Probleme gerichtete Mikroforschung, während sich (vergleichende) Bildungsforschung (s.u.) als Makroforschung eher auf Institutionen richtet. Thematisch ist Lehr-Lern-Forschung weder einheitlich noch in sich geschlossen, sondern integriert unterschiedliche Forschungsstränge zur theoriegeleiteten Beschreibung, Erklärung und Optimierung von Lehr-Lern-Prozessen i.d.R. unter den Bedingungen institutionalisierten Unterrichts. Gegenstände der Lehr-Lern-Forschung sind

  • kognitive Prozesse und Interaktionsstrukturen bei der systematischen Vermittlung und Aneignung fachbezogener, allgemeiner kognitiver sowie sozialer Kompetenzen;
  • Lernen als aktiver Prozess des Problemlösens;
  • Zusammenhänge von Aufgabenstellung, Lernsequenzen, Lernproblemen und Lernergebnissen;
  • Strukturen von Wissen und Prozesse der Wissenskonstruktion;
  • Lehrerkognitionen und classroom-management;
  • Wirkungen von Lehrmedien auf Lernprozesse und Lernergebnisse ;
  • die Förderung und Entwicklung selbstregulativer Fähigkeiten.

Literatur
Rost, D. H.(Hrsg.) (1998). Handwörterbuch Pädagogische Psychologie. Weinheim: Beltz.






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