Kranke Kinder in der Schule

Kranke Kinder in der Schule: so normal wie möglich, so individuell wie nötig behandeln
Wechselt ein Kind von einer Schule für Kranke zu einer Normalschule, ist es auch weiterhin belastet – u.U. physisch, psychisch, sozial. Dennoch werden die LehrerInnen der Normalschule „häufig aus dem Prozess der Krankheitsbewältigung herausgenommen“ – und können daher das Kind nicht adäquat fördern. Dies ergab eine Studie des Instituts für Psychologie der Universität Duisburg-Essen. Auch bei Kindern, die die Regelschule nicht verlassen haben, werden Krankheiten häufig ignoriert.
Die Studienautoren fordern eine optimale Information und Kooperation zwischen Lehrern, Eltern, Ärzten, Mitschülern und anderen Beteiligten. „Im Umgang mit kranken Schülern ist es wichtig, sie so individuell wie nötig und so normal wie möglich zu behandeln. Gemeinsam mit dem Schüler sollte ein individuelles Unterrichtsangebot entwickelt werden“, um Über- oder Unterforderung zu vermeiden. „So gibt es beispielsweise die Möglichkeit, dem Schüler eine längere Bearbeitungszeit bei einer Klassenarbeit zu geben.
Der Lehrer kann dazu beitragen, dass die Selbstakzeptanz und das Selbstkonzept des Schülers sich positiv entwickeln.“ Selbstvertrauen und Wohlbefinden bieten zwar gute Voraussetzungen; doch sie allein befähigen den Schüler kaum, „den Faden der Realität aufzunehmen. Die erfolgreiche Strategie besteht vielmehr darin, den Kindern und Jugendlichen konkrete Fertigkeiten zu vermitteln, unter ihren speziellen Bedingungen den Alltag bewältigen zu können.“






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