Konstrukt

Konstrukte sind Begriffe, welche zur Erklärung und Bezeichnung von Beziehungen benutzt werden. Sie sind nicht unmittelbar beobachtbar, sonder sie können lediglich durch andere beobachtbare Ereignisse oder Erscheinungen ermittelt werden. Man unterschiedet Intervenierende Variablen und Hypothetische Konstrukte.

1. Definition:
„K. stellen eine besondere Art von Begriffen zur Bezeichnung und Erklärung der Beziehungen zwischen Dinge und/oder Ereignissen oder Zuständen dar, die der unmittelbaren Beobachtung nicht zugänglich sind, sondern nur mit Hilfe von beobachtbaren Ereignissen (Reizen, Reaktionen) erschlossen werden können. In Anlehnung an TOLMANN (1932) unterscheidet man Intervenierende Variablen und Hypothetische Konstrukte (HK).“ (Willmann-Institut München-Wien (Hrsg.) 1970, S.477)

2. Definition:
„Eine Aussage, ein Satz oder ein Begriff, der Beziehungen, Inhalte und Zusammenhänge klar und verständlich gliedert, ist ein Konstrukt _ Hypothetisches Konstrukt _ Intervenierende Variable.“ (Köck & Ott 1976, S.219)

3. Definition:
„Konstrukte meint die begriffliche Zusammenfassung angenommener Eigenschaften (Merkmale) von Personen (Objekten), die sich nicht direkt beobachten lassen, und die zur Erklärung oder auch nur Beschreibung spezifischer Verhaltensweisen im Rahmen theoretischer Konzeptionen (Theorien und Modelle) dient. Über die Formulierung von Korrespondenzregeln (Zuordnungsregeln) werden Konstrukte mit der Beobachtungsebene in Verbindung gebracht.“ (Lenzen 1984,S.462)

4. Definition:
„Konstrukt, hypothetisches: Damit werden Erscheinungen und Prozesse bezeichnet, die nicht unmittelbar beobachtbar sind, sondern nur über bestimmte Folge- bzw. Begleiterscheinungen erschlossen werden können.“ (Brunner & Zeltner 1980, S.120f)

5. Definition:
„Ein Konstrukt ist ein nicht direkt beobachtbarer Sachverhalt innerhalb einer wissenschaftlichen Theorie. Konstrukte sind somit gedanklicher bzw. theoretischer Natur. Das bedeutet nicht, dass der betreffende Sachverhalt nicht „existiert“, sondern nur, dass er aus anderen, leicht(er) beobachtbaren Sachverhalten (sog. Indikatoren) erschlossen wird. Daher spricht man auch von latenten Konstrukten (oder latenten Variablen). Der Prozess des „Erschließens“ heißt Operationalisierung.
Beispiel: das Konstrukt Intelligenz entzieht sich einer direkten Beobachtbarkeit, kann aber über einen Indikator wie den IQ näherungsweise gemessen werden.
Nach dem Soziologen Hans Wienold sind theoretische Konstrukte Begriffe, die geeignete sind Beobachtetes auf einander zu beziehen, ohne dass sie unmittelbar aus beobachteten Sachverhalten erschlossen werden. Im Gegensatz zur „strikt empirischen Wissenschaftskonzeption“ stehend finden theoretische Konstrukte in neueren Wissenschaften Anerkennung als sinnvolle Bestandteile wissenschaftlicherTheorien.“
(ohne Autor (2007). Konstrukt.
WWW: http://de.wikipedia.org/wiki/Konstrukt (23.10.2007))

Literatur
Wilhelm-Institut München-Wien (Hrsg.) (1970). Lexikon Der Pädagogik. zweiter Band. Freiburg: Herder KG Freiburg
Köck, P. & Ott, H. (1976). Wörterbuch für Erziehung und Unterricht. Donauwörth: Ludwig Auer Donauwörth
Lenzen, D. (1984). Enzyklopädie Erziehungswissenschaften. Methoden der Erziehungs- und Bildungsforschung. Band 2. Stuttgart: Ernst Klett Verlag GmbH u. Co. KG
Brunner, R. & Zeltner, W. (1980). Lexikon zur Pädagogischen Psychologie und Schulpädagogik. München: Erst Reinhard GmbH & Co Verlag München
ohne Autor (2007). Konstrukt. WWW.http://de.wikipedia.org/wiki/Konstrukt (23.10.2007)





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