„Kleine Matura“ mit 14

Die „kleine Matura“ mit 14 sollte auch ein anderes Krisenphänomen in Österreichs Schulen vermeiden helfen, indem mehr und besser auf die jeweiligen Interessen der Kinder eingegangen wird. Denn am Ende des „schwarzen Lochs“, mit 15, sitzt im Schnitt jeder zweite Schüler in der für ihn oder sie „falschen Schule“, zeigt die Pisa-Spezialanalyse des Salzburger Erziehungswissenschafters Ferdinand Eder. Er hat Schulprofile und Schülerprofile mit Interessentests verglichen und deutliche Nicht-Übereinstimmungen vorgefunden.

„Laut Eders Analysen sitzen 40 bis 50 Prozent der Schüler zumindest wahrscheinlich bis sicher in den falschen Schulen, weil sie die Entscheidung zu früh und mit zu wenig Information treffen mussten“, erklärt Haider. Abhilfe sollte eine „breite Diagnostikschiene“ in der achten Klasse einer künftigen Gesamtschule bringen. Danach sei genug Zeit für „Außendifferenzierung“.

In Deutschland gibt es bereits eine Mittlere Reife, die ein zwischen Hauptschule und Abitur angesiedelter eigener Abschluss ist, der Zugangsvoraussetzung für bestimmte Berufe bzw. Ausbildungen ist. Es gibt mit der so genannten Realschule sogar einen Schultyp, der nach sechs Jahren – also inklusive der Volksschule nach zehn Jahren – mit der Mittleren Reife abschließt. Man kann die Mittlere Reife aber auch über ein Gymnasium erwerben, indem man die sechste Klasse positiv abschließt.

Quelle: http://derstandard.at/?url=/?id=3222697




2 Reaktionen zu “„Kleine Matura“ mit 14”

  1. Lästerer

    Damit wird unsere Maturabilanz im internationalen Vergleich radikal aufgebessert, denn dann wird es in Österreich bald nur mehr Maturanten geben!

  2. abry

    dei „kleine matura“ gibts in Österreich schon lange!

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