Hochschulrankings

Jedes Ranking zielt notwendigerweise darauf, die Rangunterschiede herzustellen, die es zu messen vorgibt. Rankings „funktionieren“ wie sich selbst erfüllende Prophezeiungen. Wer schlechte Ergebnisse erzielt, der wird beargwöhnt, erhält weniger Mittel und wird tatsächlich „schlechter“. Gute Rangplätze können dagegen leicht in (materielle, reputative etc.) Ressourcen umgewandelt werden, also wird man „besser“.
Seriöse Sozialwissenschaftler (…) sprechen dagegen von der praktisch unlösbaren Schwierigkeit, die Qualität von Forschung und Lehre in Rankings zu operationalisieren. Und mit Bezug auf die Adressaten solcher Rankings sprechen sie von Entmündigung und Steuerungsversuchen. Jedes Hochschulranking stellt einen Versuch dar, die Hochschulen von außen, insbesondere durch kommerzielle Interessen, zu steuern

Clemens Knobloch, Professor am Fachbereich 3 der Uni Siegen im Interview
WWW: http://www.studis-online.de/HoPo/Hintergrund/interview_knobloch.php (10-03-15)






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