Fehlerorientierung zerstört Motivation

In einer Langzeitstudie von Brigitte Sindelar (Sigmund Freud Privatuniversität) wurden bei den Arbeiten von 250 Volksschulkindern nicht die Fehler, sondern das Richtige markiert, wobei sich zeigte, dass diese Schüler dann eine höhere Motivation und bessere Leistungen als die 380 Kinder der Kontrollgruppe hatten. Offensichtlich verwirrt die herkömmliche Art der Fehlerverbesserung mehr, als sie hilft, besonders bei vielen Fehlern, den aus Fehlern lernen wir nicht wirklich, auch wenn ein Sprichwort etwas anderes behauptet. Durch das Hervorheben der Fehler prägen sich diese erst recht im visuellen Gedächtnis ein, und beim nächsten Mal erinnert sich der Schüler an das falsche Wortbild und macht dadurch den Fehler erneut.

Übrigens sind Werbesprüche wie „So bändigt Ihr Kind jetzt ein für alle Mal das Rechtschreib-Monster!“ schlichtwegs Panikmache und daher aus pädagogischer Sicht abzulehnen!

Siehe dazu auch Von der Unmöglichkeit zur Motivation in der Schule






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