Tagungen, Workshops

Wissen für Handeln – Forschungsstrategien für eine evidenzbasierte Bildungspolitik

Im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft richtet das Bundesministerium für Bildung und Forschung in Kooperation mit der Europäischen Kommission in Frankfurt am Main vom 28.-30. März 2007 eine Fachkonferenz aus zum Thema

Wissen für Handeln – Forschungsstrategien für eine evidenzbasierte Bildungspolitik

Die Konferenz wird die Grundlagen einer wissensbasierten Bildungspolitik aus einer Forschungsperspektive zum Thema haben. Die Beteiligung von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Administration soll auf der einen Seite ein Bewusstsein für dieses  Zukunftsthema schaffen,auf der anderen Seite den Kontext bildungspolitischer Entscheidungsfindung abbilden. Durch Schwerpunktreferate ausgewiesener Vortragender wird die Konferenz thematisch strukturiert. Themenzentrierte Workshops werden eine vertiefende Diskussion ermöglichen. Eine Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse wird in Form eines abschließendenRundtischgesprächs stattfinden.

Zusätzliche Informationen finden Sie auch unter:  http://www.bmbf.de/de/7227.php

Die Konferenz richtet sich an die Mitgliedsstaaten der EU sowie des Europarats und an die Länder mit Beobachterstatus beim Europarat. Jedes Land ist eingeladen, vier Experten aus Wissenschaft, Bildungspolitik und Bildungsadministration zu benennen.




Sozialisationsfaktor Islam

Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus der Glaubensgemeinschaft der Muslime

Schon 1912 wurde der Islam in Österreich als Religion anerkannt und damit eine Garantie für die freie und öffentliche Religionsausübung gegeben. Laut Volkszählung aus dem Jahr 2001 bekennen sich ca. 340.000 in Österreich lebende Menschen zum Islam, etwa ein Drittel davon sind österreichische Staatsbürger. Die größten islamischen Glaubensgemeinschaften leben in Vorarlberg und Wien. Seit 1982/83 wird in Österreichs Schulen Islamunterricht angeboten, derzeit werden ca. 40.000 SchülerInnen von 350 LehrerInnen unterrichtet. Soweit die Zahlen, die einen Rahmen für das Leben von Menschen die sich zum Islam bekennen, bilden. „45% der Muslime sind nicht integrationswillig“ (Aussage österr. Innenministerin Mai 2006). Auch dies ist Teil einer Realität in der Menschen mit muslimischen Glauben in Österreich konfrontiert sind. Wie erleben und leben Kinder und Jugendliche, die sich zur islamischen Glaubensgemeinschaft bekennen und die meist in Österreich geboren und aufgewachsen sind diese Debatten und diese gesellschaftlichen Realitäten? Wie verläuft ihre Sozialisation in einem mehrheitlich katholisch geprägten Land? Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Erfahrung von Migration, wie wirkt sich die aktuelle Integrationspolitik auf das Zusammenleben aus? Diese Fragen sollen in diesem Seminar thematisiert werden.

Veranstalter
Colleg für FamilienPädagogik
SOS-Kinderdorf, Fachbereich Pädagogik
Gabelsbergerstraße 14, 4600 Wels
Tel. 07242/47744-46 (Fax: -55)
Mobil: 0664/83 40 855
e-Mail: wolfgang.laskowski@sos-kinderdorf.at

paedagogik.sos-kinderdorf.at
www.sos-kinderdorf.at
www.quality4children.info




Attention getter – Aufmerksamkeit bei Referaten

Attention getter sind gezielt eingesetzte rhetorische Elemente, mit denen es fast immer gelingt, die Aufmerksamkeit der Zuhörer zu gewinnen oder falls diese sich bereits langweilen, diese wiederzugewinnen. Attention getter können überall verwendet werden, vielleicht schon in der Einleitung aber auch im Hauptteil. Attention getter sollten aber sparsam eingesetzt werden, denn sie sind wie Gewürze beim Kochen: ein Zuviel kann ein ganzes Gericht verderben, ein Zuwenig aber auch.

Eigene Lebensgeschichte
Fordern Sie Ihre Zuhörer auf, sich an wichtige Stationen der eigenen Lebensgeschichte zu erinnern. Mit etwas Geschick lassen sich fast immer und zu fast jedem Thema Anlässe finden: Erinnern Sie sich doch bitte einmal an Ihren ersten Computer! Wie war es damals, als Sie Ihre erste Wohnung bezogen haben? Können Sie sich noch daran erinnern als Sie Ihren ersten Vortrag gehalten haben? Zuhörer schätzen in der Regel eine solche Erinnerungspause, denn was gibt es Interessanteres als die eigene Person!

Ungewöhnliches
Alles was aus dem Rahmen fällt erregt Aufmerksamkeit. Haydens Symphonie mit dem Paukenschlag ist ein Beispiel, wie der Konzertbesucher vom Träumen abgehalten werden. Nun arbeiten Sie bei einem Vortrag mit Worten und nicht mit Musik. Sie sollten also nach ungewöhnlichen und unerwarteten Aspekten Ihres Stoffes suchen. Ich habe lange Zeit z.B. Statistik unterrichtet. Dabei war es für mich immer wieder beeindruckend, wie stark den Teilnehmern meiner Kurse die Tatsache in Erinnerung blieb, dass der englische Ausdruck für Mittelwert „average“ in einem engen Zusammenhang mit dem Wort „Havarie“ steht. Ging in Zeiten der Segelschiffahrt bei einem Sturm ein Teil der Ladung verloren, so war es in der Regel die Decksladung. Die Ladung unter Deck war sicherer. Der Gerechtigkeit halber wurde nun der entstandene Schaden von allen Besitzern der Ladung – also auch denen, deren Ladung den Hafen sicher erreichte – getragen, der Schaden wurde also gemittelt.

Geld, Schatz, Vermögen
Alles was mit viel Geld und Vermögen zu tun hat beflügelt unsere Phantasie. Nutzen Sie diese Tatsache. Wenn Sie darauf hinweisen können, daß ein Softwarefehler der eigenen Firma einen Schaden von 3,6 Millionen DM beschert hat (was man dafür alles kaufen könnte!), so können Sie sich der Aufmerksamkeit Ihrer Zuhörer gewiss sein. Dieser Attention getter wirkt aber auch umgekehrt: Sie können sich der Aufmerksamkeit Ihrer Zuhörer sicher sein, wenn Sie Ihnen Wege zum Sparen aufzeigen.

Tod, Chaos, Unheil
Dem Schrecken durch Tod, Chaos und Unheil kann sich niemand entziehen. Hört man davon, so kann man kaum einschlafen. Ich erinnere mich gut an einen Vortrag eines Zahnmediziners, der über die Belastung des Amalgams durch Quecksilber sprach. Zum Beleg seiner Ausführungen zitierte er Messungen, die man an den Schornsteinen von Krematorien gemacht hatte. Das ist sicher makaber – gleichzeitig aber auch ein mächtiger Erinnerungsanker.

Beziehungen zwischen den Geschlechtern
Alles was mit der Beziehungen der beiden Geschlechter zu tun hat oder auch nur entsprechende Assoziationen zuläßt, lässt uns aufhorchen. Einem Soziologen, der einen Vortrag über die moderne Verwaltung hält, würde ich empfehlen, als Beispiel lieber das Standesamt als das Katasteramt oder das Finanzamt zu wählen.

Sex, Money and Crime als rhetorische Mittel?
Ja sicher – wenn man sich im Klaren darüber ist, dass man sparsam mit diesen Gewürzen umgehen sollte. Die Frage der Angemessenheit können nur Sie von Fall zu Fall beantworten.

Quelle
Gralki, H. (1998). Wie gestaltet man einen Vortrag?
WWW: http://paedpsych.jku.at/INTERNET/ARBEITSBLAETTERORD/PRAESENTATIONORD/PRAESENTATIONLITERATUR/Gralki.html (02-12-12)