Archive for the ‘Elterliche Erziehung’ Category

Wenn Säuglinge schreien und nicht damit aufhören!

Donnerstag, Juli 27th, 2017

Was können Eltern tun, wenn der Säugling bzw. das Kleinkind schreit und nicht mit dem Schreien aufhört?

Schreien ist eine natürliche Ausdrucksform eines Säuglings oder Kleinkinds, da es keine andere Möglichkeit hat, Eltern die Befindlichkeit mitzuteilen. Das Schreien von Säuglingen ist evolutionär als Alarmsignal angelegt, wobei das Schreien in der Regel erst ein spätes Signal darstellt, dass das Kind etwas benötigt.
Zunächst gilt es Ruhe zu bewahren und die Situation bzw. auch sich selbst in den Griff zu bekommen, d. h., man muss so entspannt wie möglich reagieren. Unruhe und Gereiztheit der Eltern verstärken das Geschrei des Säuglings oft unbewusst, denn Kinder haben ein besonderes Gefühl dafür, wodurch ein Teufelskreis entstehen kann.
Wenn die Nerven der Eltern zum Zerreißen gespannt sind, sollten sie das Kind an einen sicheren Ort ablegen und sich zunächst entfernen und selbst beruhigen.
Langfristig hilft die Vermeidung von Stress und ein fester Tagesablauf, wobei als Soforthilfe bei schreienden Babys eine sanfte Massage geeignet sein kann.
Wenn das schreiende Baby zum Dauerproblem wird, bekommen Eltern in einer Schreiambulanz Hilfe.
Bei häufigen Schreisituationen sollte man abklären lassen, ob das Kind vielleicht eine Krankheit hat.

Eines ist ein absolutes Tabu: Schütteln! Niemals ein Kleinkind schütteln, denn dessen Gehirn nimmt dabei oft irreparable Schäden, da das Gehirn nicht so geschützt ist wie bei Erwachsenen!



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Nachhilfe

Sonntag, Juni 25th, 2017

Nach neueren Untersuchungen bekommt in der BRD jeder siebte Grundschüler Nachhilfe in Deutsch, und im Alter von 17 Jahren hatte etwa jeder vierte Jugendliche im Laufe seiner Schulkarriere mindestens einmal bezahlte Nachhilfe bekommen. Vor allem in Bundesländern mit dreigliedrigem Schulsystem und vierjähriger Grundschulzeit entscheiden sich besonders viele Eltern für frühe private Nachhilfe, um den Sprung ihrer Kinder auf die gewünschte weiterführende Schule zu sichern. Experten interpretieren die Nachfrage nach privatem Ergänzungsunterricht als Ausdruck dafür, dass Eltern mit dem Schulsystem unzufrieden sind, denn sie haben den Eindruck, dass ihre Kinder im Schulunterricht nicht bestmöglich gefördert werden und versuchen dies mit Nachhilfe auszugleichen.
Bisherige Studien bestätigen die Wirksamkeit von Nachhilfeunterricht, denn Nachhilfelehrer können die Stärken und Schwächen ihrer SchülerInnen besser einschätzen können als FachlehrerInnen. Beinahe zwei Drittel der befragten Schüler in einer Bielefelder Studie sagt, dass sich ihr Interesse am betreffenden Lernfach durch die Nachhilfe gesteigert oder überhaupt erst entwickelt hat. Die Arbeit mit dem Nachhilfelehrer stärkt darüber hinaus auch das allgemeine Selbstvertrauen und trägt zum Abbau von Leistungsangst bei. Nachhilfeunterricht sollte aber nicht zur Dauereinrichtung werden und ist nur dazu da, um Lücken zu schließen.

Feriennachhilfe?

Nach Ansicht von Experten können in den Ferien intensiven Nachhilfekurse etwas bringen, damit die Schülerin bzw. der Schüler dann das Gefühl hat, den versäumten Stoff auch wirklich verinnerlicht zu haben. Andererseits ist es auch wichtig, dass die Schülerin bzw. der Schüler während der Ferien komplett abschalten kann und das schulische Lernen dann eben keine Rolle spielt, denn Kinder brauchen Ferien. Man muss wirklich gemeinsam mit SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen überlegen, ob Ferien-Nachhilfe für das jeweilige Kind sinnvoll ist.

Siehe dazu Nachhilfe – Ja oder Nein?

Quelle: http://www.focus.de/schule/lernen/nachhilfe/nachhilfe-studie-schulen-foerdern-nicht-genug_aid_475006.html (10-02-04)



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Die Rolle des Vaters für die Entwicklung eines Kindes

Freitag, März 31st, 2017

Die Rolle des Vaters für die Entwicklung ihrer Kinder ist unbestritten und wandelt sich mit dem Alter des Kindes, d. h., Väter übernehmen mehrere Rollen. Anfangs sollen sie vor allem die Mutter entlasten, später geht es mehr darum, dem Kind zu helfen, die Regeln des sozialen Zusammenlebens zu lernen, also dem Kind etwa zu vermitteln, zu warten, zu teilen, seine Impulse zu kontrollieren.
Manche Männer entwickeln auch Angst vor dem Vaterwerden, weil sich vor allem junge Männer nicht fest binden wollen und den Verlust ihrer Autonomie und Freiheit fürchten, andererseits weil sie sich Sorgen machen, ihrer Vaterrolle nicht gerecht werden zu können. Hier gilt es den Männern Mut zu machen und ihr Selbstbewusstsein zu stärken.
Vatergefühle entwickeln sich bei den meisten Männern erst während der Schwangerschaft, manchmal erst nach der Geburt, wobei das auch davon abhängt, ob ihn die Mutter dabei unterstützt. Wenn eine Mutter dem Vater das Gefühl gibt, dass er nur stört und alles falsch macht, vertreibt sie ihn eher aus seiner Vaterrolle, d. h., Männer sind letztlich darauf angewiesen, dass die Mütter ihnen erlauben, Vater zu sein.
Vor allem in den ersten zwei Lebensjahren des Kindes sollten Väter durchaus aus mütterliche Seiten zeigen, also geduldig, zärtlich, verständnisvoll und voll Einfühlungsvermögen sein. Etwa ab dem dritten Lebensjahr sollten Väter ihre Kinder dabei unterstützen, die Welt kennenzulernen, ihnen also helfen,  die Welt zu erobern, also die eher klassische männliche Rolle von Vätern ins Spiel bringen
Probleme für Kinder entstehen übrigens weniger dadurch, dass ein Vater fehlt oder abwesend ist, sondern wenn das Ansehen des Vaters etwa durch die Mutter beschädigt wird. Vor allem Patchwork-Väter brauchen Fingerspitzengefühl und sollten vor allem nicht mit Wucht in die neue Familie eindringen und vorschnell Vertrauen einfordern, sondern allen Beteiligten Zeit lassen, damit Vertrauen wachsen kann. Wichtig ist außerdem, dass sie sich gegenüber dem leiblichen Vater respektvoll verhalten.

Quelle: Joachim Bauer in einem Interview mit den OÖN vom 31. März 2017



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